Meta Aktie: Bestraft trotz Rekordgewinn
30.04.2026 - 18:59:08 | boerse-global.deUmsatz um 33 Prozent auf 56,3 Milliarden Dollar gesteigert, der Gewinn je Aktie mehr als verdoppelt — und dennoch verlor die Aktie nachbörslich rund sieben Prozent. Was steckt dahinter?
Die Antwort liegt nicht in den Ergebnissen selbst, sondern in dem, was sie kosten sollen. Meta hat die Prognose für Kapitalinvestitionen im laufenden Jahr erneut angehoben — diesmal auf eine Spanne von 125 bis 145 Milliarden Dollar. Noch vor drei Monaten lautete die Planung 115 bis 135 Milliarden Dollar. Schon 2025 hatte der Konzern rund 72 Milliarden Dollar allein für den Ausbau von Rechenzentren ausgegeben. Die Investitionsspirale dreht sich schneller als erwartet.
Wenn gute Zahlen nicht gut genug sind
Der Gewinn je Aktie erreichte 10,44 Dollar — Analysten hatten knapp 6,67 Dollar erwartet. Auch der Umsatz übertraf die Prognosen leicht. Dass dennoch Verkaufsdruck entstand, zeigt, wo die eigentliche Sorge sitzt: bei der Fähigkeit, freien Cashflow zu generieren. Stifel, einer der begleitenden Analysten, modelliert für 2026 nun einen negativen Free Cashflow und senkte das Kursziel von 805 auf 780 Dollar — bei gleichzeitig beibehaltener Kaufempfehlung.
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Das boomende Werbegeschäft bleibt die tragende Säule. Rund 19 Prozent mehr Anzeigen wurden im ersten Quartal ausgeliefert, der Durchschnittspreis pro Anzeige kletterte um zwölf Prozent. Dazu kam eine einmalige Steuergutschrift von gut acht Milliarden Dollar, die den Gewinnsprung von 61 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden Dollar mitbefeuerte.
Nutzerrückgang und Gegenwind aus Brüssel
Parallel zur Zahlenpräsentation gab es zwei weitere Belastungen. Die Gesamtzahl der täglich aktiven Nutzer sank erstmals seit dem zweiten Quartal 2019 — von 3,58 auf 3,56 Milliarden. Meta führt das auf Internet-Sperren im Iran und Einschränkungen für WhatsApp in Russland zurück.
Aus Brüssel kommt zusätzlicher Druck: Die EU-Kommission hat Facebook und Instagram formell vorgeworfen, Kinder unter 13 Jahren nicht ausreichend von ihren Plattformen fernzuhalten. Ein Verstoß gegen den Digital Services Act könnte Strafen von bis zu sechs Prozent des jährlichen Konzernumsatzes nach sich ziehen. Meta widerspricht den Vorwürfen und kündigte zusätzliche Schutzmaßnahmen an.
Dass gleichzeitig rund zehn Prozent der Belegschaft — etwa 8.000 Menschen — bis zum 20. Mai entlassen werden sollen, unterstreicht die strategische Neuausrichtung: weniger Personal, mehr Maschinen, mehr Rechenkapazität. Zuckerberg setzt alles auf KI — und lässt die Märkte mit der Frage zurück, wann sich diese Rechnung auszahlt.
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