Aktie, Schulklagen

Meta Aktie: 1.200 Schulklagen in den USA anhängig

22.05.2026 - 04:00:01 | boerse-global.de

Meta setzt auf KI und streicht 8.000 Stellen. Milliarden fließen in Chips und Forschung, während Klagen und Rechtsrisiken den Kurs belasten.

Meta Aktie: 1.200 Schulklagen in den USA anhängig - Foto: über boerse-global.de
Meta Aktie: 1.200 Schulklagen in den USA anhängig - Foto: über boerse-global.de

Mark Zuckerberg setzt alles auf eine Karte. Während Meta tausende Stellen streicht, fließen Milliarden in die künstliche Intelligenz. Dieser massive Umbau zwischen Sparzwang und technologischem Aufrüstungswettlauf definiert die aktuelle Strategie des Social-Media-Riesen.

Stellenabbau und Milliarden-Investitionen

Am 21. Mai 2026 leitete Meta eine umfassende Reorganisation ein. Der Konzern reduziert seine weltweite Belegschaft um rund 8.000 Mitarbeiter, was etwa zehn Prozent des Personals entspricht. Parallel dazu werden 7.000 Beschäftigte in neue Rollen versetzt, die sich ausschließlich mit künstlicher Intelligenz befassen.

Die finanziellen Ambitionen für diesen Kurswechsel sind enorm. Für das laufende Geschäftsjahr plant das Management mit Investitionsausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar. Ein Teil dieser Summe fließt in die Hardware-Entwicklung: Gemeinsam mit Partnern finanziert Meta ein 125 Millionen Dollar schweres, fünfjähriges Forschungsprojekt für KI-Chips an der UCLA.

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Wachsender Druck durch Klagen und Behörden

Indes belasten juristische Auseinandersetzungen das operative Geschäft. Meta erzielte zwar einen Vergleich mit einem Schulbezirk in Kentucky wegen Vorwürfen zur psychischen Gesundheit Jugendlicher, jedoch reißt die Klagewelle nicht ab. In den USA sind weiterhin mehr als 1.200 ähnliche Verfahren von Bildungseinrichtungen anhängig.

Hinzu kommt Gegenwind aus Europa und Texas. Der europäische Verbraucherverband BEUC reichte eine formale Beschwerde bei der EU-Kommission ein, da Meta Betrugsanzeigen auf seinen Plattformen nicht konsequent genug lösche. Die texanische Justiz klagt derweil gegen WhatsApp wegen angeblich irreführender Datenschutzversprechen und prüft zudem die Aufnahmefunktionen der Smart Glasses des Konzerns.

An der Börse sorgt dieser Mix aus hohen Kosten und Rechtsrisiken für Zurückhaltung. Die Aktie schloss zuletzt bei 522,60 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von knapp sechs Prozent. Ein RSI-Wert von über 70 deutet zudem auf eine kurzfristig überhitzte technische Lage hin. Im Juni stehen die nächsten Verhandlungen in Oakland an, die für die Bewertung der rechtlichen Risiken wegweisend sein dürften.

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