Merck, Aktie

Merck Aktie: Gewinnrückgang voraus

05.03.2026 - 07:39:28 | boerse-global.de

Der Pharmakonzern erwartet für 2026 einen möglichen Gewinnrückgang von bis zu 4 Prozent, getrieben durch Währungseffekte und den Umsatzverlust eines Schlüsselmedikaments in den USA.

Merck Aktie: Gewinnrückgang voraus - Foto: über boerse-global.de
Merck Aktie: Gewinnrückgang voraus - Foto: über boerse-global.de

Merck hat heute seine Zahlen für 2025 vorgelegt und zugleich einen Ausblick gegeben, der Anleger aufhorchen lässt. Der Darmstädter Konzern rechnet für 2026 im ungünstigsten Fall mit einem Gewinnrückgang von bis zu 4 Prozent. Verantwortlich dafür: negative Währungseffekte und der Wegfall wichtiger Umsätze in den USA.

Für das laufende Jahr peilt Merck einen Umsatz zwischen 20,0 und 21,1 Milliarden Euro an – bestenfalls eine Stagnation gegenüber 2025. Beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) werden 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro erwartet. Das bedeutet organisch betrachtet eine Spanne von minus 4 bis plus 1 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 7,10 bis 8,00 Euro sinken, nach 8,34 Euro im Vorjahr.

Multiple Sklerose-Medikament fällt weg

Ein erheblicher Belastungsfaktor: Ab März 2026 rechnet Merck mit keinen Umsätzen mehr aus dem Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad in den USA. Generika-Konkurrenz macht dem Präparat das Leben schwer. Dieser Wegfall ist bereits in der Prognose eingepreist. Positive Effekte aus einer möglichen US-Zulassung des Medikaments Pergoveris berücksichtigt das Management hingegen nicht.

Im Gesamtjahr 2025 ging der Umsatz nominal um 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro zurück. Organisch – also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte – stand jedoch ein Plus von 3,1 Prozent zu Buche. Das bereinigte EBITDA kletterte um 0,6 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Nach Steuern musste der Konzern allerdings einen Gewinnrückgang von rund 6 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro hinnehmen.

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Dividende enttäuscht leicht

Die Aktionäre sollen für 2025 eine unveränderte Dividende von 2,20 Euro je Aktie erhalten. Analysten hatten im Konsens mit 2,27 Euro etwas mehr erwartet. Die verhaltene Prognose für 2026 dürfte die scheidende Konzernchefin Belen Garijo begleiten. Währungseffekte bleiben auch im neuen Jahr ein erheblicher Gegenwind für den DAX-Konzern.

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