Mercedes-Benz Aktie: China bleibt das Problem
29.04.2026 - 21:27:13 | boerse-global.deMercedes-Benz hat mit den Q1-Zahlen eine unschöne Wahrheit bestätigt: Das Chinageschäft läuft schlechter als je zuvor. Gleichzeitig ließ der Konzern die Märkte aufatmen — die Ergebnisse übertrafen die ohnehin gedämpften Erwartungen, und der Jahresausblick steht.
Zahlen im Minus, Aktie im Plus
Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 um fünf Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) brach um knapp 17 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein, der Nettogewinn fiel von 1,73 auf 1,43 Milliarden Euro. Klingt schwach — war es aber, gemessen an den Befürchtungen, nicht. Analysten hatten mit einem noch deutlicheren Rückgang gerechnet, entsprechend legte die Aktie nach Handelsstart rund 2,6 Prozent auf 50,28 Euro zu.
Ein Detail verdient dabei besondere Aufmerksamkeit: Das operative Ergebnis im Pkw-Segment profitierte von einem Einmalertrag aus einem Vergleich mit Lieferanten. Goldman Sachs hob diesen Sondereffekt explizit hervor — und behielt dennoch sein Kursziel von 66 Euro sowie die Kaufempfehlung bei.
China: 27 Prozent weniger Absatz
Die Zahlen aus Asien sind ernüchternd. Die gesamten Stückverkäufe in der Region brachen um 24 Prozent ein, allein in China — dem nach wie vor wichtigsten Einzelmarkt — gingen die Auslieferungen um 27 Prozent auf rund 111.600 Fahrzeuge zurück. Wohlhabende Käufer halten sich wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche, vor allem im Immobiliensektor, zurück. Zugleich wächst die Konkurrenz heimischer Anbieter auch im Premiumsegment.
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Der durchschnittliche Verkaufspreis je Fahrzeug fiel auf rund 66.700 Euro — gegenüber 72.300 Euro im Vorjahreszeitraum. Für ein Unternehmen, das sein Premiumimage als zentralen Werthebel versteht, ist das kein unwesentliches Signal.
Gegengewicht lieferten die USA: Dort stiegen die Autoverkäufe um gut 20 Prozent auf rund 81.000 Einheiten. Auch das Elektrosegment zeigte Bewegung — reine Batteriefahrzeuge legten neun Prozent auf knapp 44.300 Einheiten zu.
Hoffnung auf das zweite Halbjahr
Das Management setzt für den Rest des Jahres auf neue Kompaktklasse-Modelle, die aufgefrischte S-Klasse und anziehende E-Auto-Nachfrage in Europa. Der freie Mittelzufluss im Industriegeschäft lag mit 1,86 Milliarden Euro zwar rund ein Fünftel unter Vorjahr, überraschte aber ebenfalls positiv.
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Parallel laufen strukturelle Umbauten: Im April wurden die Verträge zum Verkauf der Leasingtochter Athlon an BNP Paribas unterzeichnet. Finanzchef Harald Wilhelm bezifferte den potenziellen Mittelzufluss auf bis zu eine Milliarde Euro. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie trotz des heutigen Aufschlags noch immer rund ein Sechstel ihres Werts verloren.
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