MercadoLibre Aktie: Zahlen enttäuschen
25.02.2026 - 17:12:56 | boerse-global.deDas lateinamerikanische E-Commerce- und Fintech-Schwergewicht MercadoLibre hat gestern Abend seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die Reaktion der Anleger fällt gemischt aus. Während der Umsatz die Erwartungen klar übertraf, blieb der Gewinn hinter den Prognosen zurück. Nach einem initialen Kurssprung von sieben Prozent im nachbörslichen Handel drehte die Aktie heute ins Minus und gab über sechs Prozent nach.
Der Konzern erzielte im Schlussquartal 2025 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den von Analysten erwarteten 8,5 Milliarden Dollar. Das Bruttowarenvolumen (GMV) legte währungsbereinigt um 37 Prozent zu, getrieben von einer weiteren Beschleunigung im Kernmarkt Brasilien. Auch die Fintech-Sparte zeigte sich robust: Das Zahlungsvolumen im Acquiring-Geschäft wuchs um 40 Prozent, während das Kreditportfolio um beeindruckende 90 Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar anschwoll.
Investitionen drücken auf die Marge
Doch das starke Wachstum hat seinen Preis. Der Nettogewinn brach um 12,5 Prozent auf 559 Millionen Dollar ein – Analysten hatten mit 587 Millionen Dollar gerechnet. Die EBIT-Marge rutschte von 13,5 Prozent im Vorjahr auf nur noch 10,1 Prozent ab. Verantwortlich für den Margendruck sind strategische Investitionen in Marketing, Kreditkarten, Logistik und den Ausbau des Direktvertriebsgeschäfts. Allein diese Initiativen belasteten die operative Marge um fünf bis sechs Prozentpunkte.
Leandro Cuccioli, Senior Vice President für Investor Relations, erklärte gegenüber Reuters, dass die Investitionen auf langfristige Performance abzielen. Die Ausgabe zusätzlicher Kreditkarten erhöhe die Rückstellungen, während die Ausweitung kostenloser Versandoptionen kurzfristig auf die Profitabilität drücke. Dennoch zeigt sich das Unternehmen überzeugt: „Im Fußball-Jargon befinden wir uns noch in der 15. Minute der ersten Halbzeit der Marktentwicklung", so Cuccioli. Die Durchdringung des Online-Handels in Lateinamerika stehe erst am Anfang.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Gewinnverfehlung halten die meisten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. Cantor Fitzgerald senkte zwar das Kursziel von 2.750 Dollar auf 2.400 Dollar, bekräftigte aber das Overweight-Rating. Die Bank hebt hervor, dass sowohl Umsatz als auch EBIT die Konsensprognosen um drei beziehungsweise zwei Prozent übertrafen – und das trotz erhöhter Nervosität vor den Zahlen. JPMorgan stufte die Aktie sogar von Neutral auf Overweight hoch und hob das Kursziel auf 2.800 Dollar an.
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Raymond James hingegen reduzierte das Kursziel auf 2.500 Dollar und verwies auf anhaltende Margenrisiken. Die volatilen Margen dürften kurzfristig bestehen bleiben, während die strategischen Wachstumsinvestitionen weiterlaufen. Itau BBA rechnet zudem mit einem positiven Impuls durch eine bevorstehende Logistikgebührenerhöhung in Brasilien, die den Gewinn je Aktie 2026 um rund drei Prozent steigern könnte.
Die operative Entwicklung zeigt: MercadoLibre setzt konsequent auf Expansion, auch wenn das kurzfristig die Profitabilität belastet. Mit einem Umsatz von 28,89 Milliarden Dollar über die letzten zwölf Monate und einem Wachstum von 39 Prozent bleibt das Fundament stark. Die Kreditausfallrate im Portfolio liegt mit 7,6 Prozent nur leicht über dem Vorjahreswert von 7,4 Prozent – ein Zeichen für solide Risikokontrolle trotz aggressiver Expansion. Anleger müssen sich jedoch darauf einstellen, dass der Weg zu höheren Margen noch einige Zeit dauern wird.
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