Mental Health Alliance will psychische Gesundheit junger Menschen stärken
20.02.2026 - 03:41:12Eine neue Allianz aus Stiftungen und Organisationen will das deutsche Gesundheitssystem umkrempeln. Die „Mental Health Alliance“ (MHA) setzt auf Prävention, um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Ihr Ziel ist ein Paradigmenwechsel: weg von der späten Behandlung, hin zu früher Unterstützung.
Die Initiative startete diese Woche und wird von großen Stiftungen wie Bertelsmann, Beisheim und Robert Bosch getragen. Partner sind unter anderem die Krisenberatung krisenchat. Hintergrund sind alarmierende Daten: Bis zu 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 25. Lebensjahr. Dennoch fließen nur 4,8 Prozent der deutschen Gesundheitsausgaben in Prävention.
Vom Reparieren zum Vorbeugen
Die Allianz fordert ein radikales Umdenken. Statt teure Therapien zu finanzieren, wenn die Krise da ist, soll die Resilienz junger Menschen von Anfang an gestärkt werden. „Wir müssen psychische Gesundheit ab der ersten Zelle denken“, sagt Prof. Dr. Silvia Schneider von der Ruhr-Universität Bochum, die die Initiative wissenschaftlich begleitet.
Konkret sollen wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in Kitas, Schulen und Familien ankommen.
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Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Einbindung der Jugendlichen selbst. Ihre Perspektiven sollen gehört werden, um passgenaue Angebote zu schaffen. Nur so finden Maßnahmen auch Akzeptanz.
Warum der Druck jetzt wächst
Die psychische Belastung der jungen Generation ist hoch. Studien zeigen mehr Stress, Ängste und depressive Verstimmungen. Globalen Krisen wie die Corona-Pandemie haben diesen Trend verschärft. Junge Menschen unter 20 gelten als die am stärksten belastete Gruppe.
Die Initiatoren argumentieren auch ökonomisch: Frühinvestitionen sparen später hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem. „Das Wissen um die Wirksamkeit von Prävention ist da“, sagt Marek Wallenfels von der Bertelsmann Stiftung. „Jetzt geht es um die konkreten Schritte.“
Politik als entscheidender Partner
Die MHA versteht sich als lernende Bewegung und sucht die Zusammenarbeit mit der Politik. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer eigenen Strategie für die mentale Gesundheit junger Menschen. Erste Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr folgen.
Bestehende Programme wie das 20-Milliarden-schwere „Startchancen-Programm“ für Schulen bieten Anknüpfungspunkte. Hier sind auch Maßnahmen zur mentalen Gesundheit förderfähig. Die Allianz könnte als zivilgesellschaftlicher Impulsgeber fungieren und helfen, Lücken in der Umsetzung zu schließen.
Der Weg zu einem neuen Versorgungssystem ist lang. Er braucht ein gesellschaftliches Umdenken und eine bessere Vernetzung von Bildung, Jugendhilfe und Gesundheit. Die breite Allianz aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft ist jedoch ein machtvoller Start.
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