Mental Health Alliance startet mit Fokus auf Jugend-Prävention
20.02.2026 - 21:39:11 | boerse-global.deDie neue Mental Health Alliance (MHA) will psychische Gesundheit in Deutschland grundlegend neu denken. Das von großen Stiftungen getragene Bündnis startete diese Woche mit einem klaren Ziel: weg von der reinen Krankheitsbehandlung, hin zur aktiven Förderung mentalen Wohlbefindens – besonders bei jungen Menschen.
Studie zeigt: Belastungen bleiben hoch
Die Dringlichkeit unterstreicht eine aktuelle Analyse der NAKO Gesundheitsstudie. Sie zeigt: Die psychischen Folgen der Pandemie wirken nach. Fast 80.000 Erwachsene wurden befragt. Das Ergebnis: Depressive Symptome stiegen von 5,9 auf 9,7 Prozent. Ängste und Stress nahmen ebenfalls zu. Besonders betroffen sind Erwachsene unter 40 und Frauen.
Die Zahlen belegen einen klaren Trend. Die Belastungen stiegen während der Pandemie und blieben bis 2022 auf hohem Niveau. Die Gruppe mit allen drei Symptombelastungen verdoppelte sich sogar. Für die Initiatoren der MHA ist das ein Weckruf. Prävention muss früher ansetzen.
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„Resilienz statt Reparatur“
Genau hier setzt die neue Allianz an. Sie wurde von der Bertelsmann Stiftung, der Beisheim Stiftung und der Robert Bosch Stiftung initiiert. Ihr Ansatz: „Resilienz statt Reparatur“. Statt auf die Behandlung von Krankheiten zu warten, will das Bündnis mentale Stärke früh aufbauen – in Kitas, Schulen und Familien.
„Es geht um einen Perspektivwechsel“, erklärt Prof. Dr. Silvia Schneider von der Ruhr-Universität Bochum, die den Ansatz unterstützt. Psychische Gesundheit bedeutet demnach mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Es ist ein Zustand, in dem Menschen ihr Potenzial ausschöpfen und mit Stress umgehen können.
Jugend im Fokus: Programme für Schulen
Ein Schwerpunkt liegt auf der jungen Generation. Die MHA will sie aktiv einbinden, um passgenaue Maßnahmen zu entwickeln. Der Gedanke dahinter: Was nützt das beste Programm, wenn es die Jugendlichen nicht erreicht? Die Allianz will Wissenschaft und Praxis enger verzahnen.
Dieser Vorstoß kommt nicht aus dem Nichts. Auch die Politik arbeitet an einer Strategie für die mentale Gesundheit junger Menschen. Sie zielt ebenfalls auf Prävention und plans für dieses Jahr erste Schritte. Die MHA agiert als zivilgesellschaftlicher Beschleuniger, der Expertise bündelt und Druck für Veränderungen macht.
Kann die Allianz den Wandel schaffen?
Die Gründung signalisiert einen möglichen Wendepunkt. Doch der Erfolg steht noch aus. Jetzt muss die Allianz ihre ambitionierten Ziele in die Tat umsetzen. Dafür braucht sie praxistaugliche Konzepte und ein starkes Netzwerk.
Die NAKO-Daten zeigen: Die Gesellschaft wird die psychischen Folgen der Krisenjahre noch lange spüren. Initiativen wie die MHA sind daher Langzeitinvestitionen. Sie setzen auf einen systemischen Wandel – hin zu einer Gesellschaft, die psychische Gesundheit von Anfang an fördert.
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