Mental, Health

Mental Health Alliance startet Bewegung für psychische Prävention

21.02.2026 - 16:41:12 | boerse-global.de

Ein breites Bündnis aus Stiftungen und Wirtschaft will die Gesundheitspolitik von Reparaturmedizin auf Prävention umstellen, da Burnout-bedingte Ausfälle stark steigen.

Ein breites Bündnis aus Stiftungen, Wissenschaft und Wirtschaft hat sich in Berlin formiert. Die neue „Mental Health Alliance“ (MHA) will das Gesundheitswesen umkrempeln. Ihr Ziel: Statt Krankheiten zu behandeln, soll künftig die Prävention im Fokus stehen.

Warum jetzt der Weckruf ertönt

Die Gründung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Daten einer großen Krankenkasse zeigen einen alarmierenden Trend: Burnout-bedingte Arbeitsausfälle sind in den vergangenen fünf Jahren um 33 Prozent gestiegen. Trotzdem fließt in Deutschland nur ein Bruchteil der Gesundheitsausgaben in vorbeugende Maßnahmen. „Diese Strategie ist nicht mehr tragbar“, argumentiert die Allianz.

Zu den Initiatoren gehören namhafte Organisationen wie die Bertelsmann Stiftung und die Robert Bosch Stiftung. Sie fordern ein System der Frühintervention. Immer mehr Unternehmen erkennen zudem den wirtschaftlichen Faktor: Investitionen in die mentale Gesundheit der Belegschaft sichern Produktivität und binden Mitarbeiter.

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Das psychische Immunsystem trainieren

Im Zentrum der Initiative steht ein einfaches Bild: das „psychische Immunsystem“. Es beschreibt die Fähigkeit, Krisen und Stress zu bewältigen, ohne dauerhaften Schaden zu nehmen. Im Gegensatz zum reaktiven Stressmanagement zielt Resilienz auf eine langfristige Stärkung ab.

Die Forschung ist sich einig: Resilienz ist kein statisches Persönlichkeitsmerkmal, sondern lässt sich ein Leben lang trainieren. Entscheidend sind eine optimistische Grundhaltung, emotionales Gleichgewicht und ein stabiles soziales Netzwerk. Resiliente Menschen erholen sich schneller von Rückschlägen.

So funktioniert Resilienztraining

Die gute Nachricht: Jeder kann seine Widerstandskraft aktiv fördern. Ein zentraler Ansatz ist die kognitive Umstrukturierung. Dabei lernen Menschen, negative Gedankenspiralen zu erkennen und durch realistischere Sichtweisen zu ersetzen.

Weitere Bausteine sind Achtsamkeitsübungen für eine bessere Selbstwahrnehmung und der bewusste Aufbau sozialer Kontakte. Wer lernt, Krisen als überwindbare Herausforderungen zu sehen, gewinnt an innerer Stärke und Handlungssicherheit.

Vom Benefit zum Wettbewerbsvorteil

Die Gründung der MHA spiegelt einen größeren Trend wider. Experten prognostizieren für dieses Jahr, dass mentale Gesundheit am Arbeitsplatz vom „Wohlfühl-Benefit“ zum messbaren Wettbewerbsvorteil wird. Unternehmen mit resilienten Belegschaften haben weniger Fehlzeiten und sind innovativer.

Die Allianz ist somit eine strategische Antwort auf eine sich rasant wandelnde Welt. Der Fokus auf junge Menschen ist dabei weitsichtig – hier werden die Weichen für eine lebenslange psychische Gesundheit gestellt.

Wohin steuert die Bewegung?

Die Mental Health Alliance will als wachsende Bewegung alle relevanten Akteure aus Politik, Gesundheit und Wirtschaft vereinen. Kurzfristig geht es darum, Aufmerksamkeit für das Thema Prävention zu schaffen.

Langfristig strebt das Bündnis einen Systemwechsel an: weg von der Reparaturmedizin, hin zu einer Kultur, die mentale Stärke aktiv fördert. Parallel laufende Initiativen, wie ein Forschungsverbund zur Gesundheit von Studierenden, unterstreichen die Dringlichkeit. Könnten evidenzbasierte Resilienzprogramme bald in Schulen und Unternehmen zum Standard werden? Die Allianz hat den Grundstein dafür gelegt.

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