Meine Fähre GmbH: Fährbetrieb trotz Insolvenz gesichert
11.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.deDie junge Reederei Meine Fähre GmbH hat Insolvenz angemeldet, stellt den Fährverkehr zur Nordseeinsel Norderney aber vorerst nicht ein. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter sicherte den planmäßigen Betrieb und die Gehälter der Mitarbeiter bis Mai 2026.
Insolvenzantrag und erste Maßnahmen
Die finanzielle Schieflage des jungen Unternehmens gipfelte am 5. März 2026 im Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aurich. Das Gericht bestellte umgehend Dr. Hans-Joachim Berner von der Kanzlei Kösterberner zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Dessen Team prüft nun die Geschäftsunterlagen. In dieser Phase bedürfen alle finanziellen und operativen Entscheidungen der Geschäftsführung der ausdrücklichen Zustimmung des Verwalters. Das Management betonte, mit dem Antrag eine geordnete Restrukturierung und den Erhalt des Unternehmens zu ermöglichen.
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Betrieb und Gehälter vorerst gesichert
In einer entscheidenden Mitteilung an diesem Wochenende gab der Verwalter Entwarnung für Reisende und Belegschaft. Der Fährverkehr zwischen Norddeich und Norderney läuft nach Fahrplan weiter. Für die 23 Mitarbeiter sind die Löhne und Gehälter bis Ende Mai 2026 durch Insolvenzgeld abgesichert. Auch bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, neue Buchungen sind möglich. Allerdings können Tickets, die vor dem Stichtag 5. März gebucht wurden, aufgrund insolvenzrechtlicher Vorschriften nicht storniert oder erstattet werden.
Hintergrund: Der Kampf gegen das Monopol
Die Insolvenz offenbart die harten Realitäten für Newcomer in der Schifffahrt. Das Unternehmen startete erst im September 2024 den Betrieb. Gegründet wurde es von einem Konsortium Norderneyer Hoteliersfamilien und der wohltätigen A. und E. Korus-Stiftung. Das Ziel war klar: eine konkurrierende Alternative zum langjährigen Monopolisten Reederei Norden-Frisia zu schaffen. Mit einem eigenen RoRo-Schiff, der Meine Fähre 1, und einem weiteren Passagierschiff ab Januar 2026 ging man in die Offensive. Doch die kapitalintensiven Betriebskosten und der Kampf um Marktanteile in einem etablierten Markt führten in die finanzielle Sackgasse.
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Ausblick: Restrukturierung unter Zeitdruck
Nun beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Bis das Insolvenzgeld Ende Mai ausläuft, muss ein tragfähiger Sanierungsplan stehen. Der Verwalter prüft Route, Fahrplan und Kostenstruktur. Entscheidend wird die Suche nach einem strategischen Investor oder zusätzlichem Kapital der bestehenden Gesellschafter. Für die Insel Norderney bleibt die Frage: Kann der Herausforderer überleben und langfristig für mehr Wettbewerb auf der Strecke sorgen? Die kommenden Wochen werden die Weichen stellen.
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