Mehrsprachigkeit bremst die Alterung des Gehirns
22.02.2026 - 01:48:12 | boerse-global.deMehrsprachigkeit verlangsamt die biologische Alterung des Gehirns messbar. Das belegt eine aktuelle Studie im Fachjournal Nature Aging. Jede zusätzliche Sprache stärkt demnach den Schutz vor kognitivem Abbau.
Kognitiver Schutzschild durch Aktivität
Hinter dem Effekt steckt das Konzept der „kognitiven Reserve“. Diesen mentalen Puffer baut das Gehirn ein Leben lang durch geistige und soziale Aktivität auf. Er hilft, alters- oder krankheitsbedingte Schäden auszugleichen. Menschen mit einer hohen Reserve zeigen oft lange keine Demenz-Symptome – trotz fortgeschrittener Veränderungen im Gehirn.
Die gute Nachricht: Diese Reserve lässt sich auch im Alter noch trainieren. Ein passiver Lebensstil gilt dagegen als Risikofaktor.
Wer die im Artikel beschriebene kognitive Reserve gezielt stärken möchte, findet praktische Hilfe im Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“. Der Report liefert 7 Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und einen Selbsttest, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis fördern und Ihr Demenz-Risiko verringern können. Jetzt kostenlosen Report herunterladen
Jede Sprache zählt
Ein internationales Team um Agustin Ibañez vom Trinity College Dublin wertete Daten von über 86.000 Erwachsenen aus 27 Ländern aus. Das Ergebnis: Mehrsprachige Menschen zwischen 50 und 90 Jahren alterten biologisch langsamer als Einsprachige.
Der Effekt war dosisabhängig. Jede zusätzlich gesprochene Sprache verstärkte die Schutzwirkung. Diese blieb selbst dann bestehen, wenn Faktoren wie Bildung oder Bewegung herausgerechnet wurden. Der ständige Wechsel zwischen Sprachen trainiert exekutive Funktionen und stärkt neuronale Netzwerke – ein echtes Fitnessprogramm für den Geist.
Lernen und Kontakte halten fit
Neben Sprachen schützen auch andere geistige Aktivitäten. Eine Langzeitstudie des Rush University Medical Center zeigte: Menschen, die lebenslang lasen, schrieben oder Museen besuchten, erkrankten im Schnitt fünf Jahre später an Alzheimer.
Soziale Interaktion wirkt ebenfalls als Booster. Eine aktuelle Veröffentlichung hebt sogar die kognitiven Vorteile der Großelternrolle hervor. Die Betreuung von Enkeln verbindet emotionale Bindung mit mentaler Herausforderung – solange sie nicht in Dauerstress ausartet.
Prävention gewinnt an Bedeutung
Die Studien unterstreichen einen Paradigmenwechsel. Der Fokus richtet sich zunehmend auf aktive Prävention statt reine Behandlung. Lebensstilfaktoren werden als kostengünstige und wirksame Hebel erkannt.
Eine weitere Langzeitstudie (ACTIVE) belegt: Schon wenige Wochen Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit können das Demenzrisiko noch zwei Jahrzehnte später senken. Initiativen wie die des Salk Institute, das aktuell das „Jahr der Gehirngesundheitsforschung“ ausgerufen hat, treiben dieses Verständnis voran.
Ist es für eine neue Sprache zu spät?
Eine zentrale Frage bleibt: Hilft das Erlernen einer Sprache im Alter genauso wie lebenslange Mehrsprachigkeit? Experten halten beides für wirksam, doch der endgültige Beleg steht aus. Die klare Botschaft der Forschung lautet jedoch: Geistige Aktivität und soziale Einbindung sind die beste Strategie, um das Gehirn widerstandsfähig zu halten. Es ist nie zu spät, damit anzufangen.
Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.


