Mehr Reichweite im Auto, was der Infineon AURIX TC4x im Alltag der E-Mobilität verändert
17.06.2026 - 07:37:54 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Zubehoer & Komponenten. Vor der Veroeffentlichung am 17.06.2026, 07:37 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Der Infineon AURIX TC4x sitzt unsichtbar tief im Fahrzeug, und doch entscheidet der Mikrocontroller mit, wie geschmeidig ein E-Auto beschleunigt, wie feinfühlig Assistenzsysteme reagieren und wie viel Reichweite am Ende auf der Anzeige steht. Wer einmal erlebt hat, wie leise ein gut abgestimmtes Elektroauto im Stau anrollt, spürt indirekt die Arbeit dieser Rechenzentrale. Und genau hier will Infineon mit der neuesten AURIX-Generation eine Schippe drauflegen.
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Vom Mikrocontroller im Auto bis zum Leistungschip im Windpark - wer Infineon-Produkte versteht, versteht einen wichtigen Teil der Chip-Welt.
Was der AURIX TC4x leisten soll
Der AURIX TC4x ist Infineons jüngste Generation von Automotive-Mikrocontrollern, ausgelegt für 800-Volt-E-Antriebe, komplexe Steuergeräte und softwaredefinierte Fahrzeuge. Er kombiniert mehrere CPU-Kerne, Hardware-Sicherheitsmodule und speziell optimierte Peripherie für Echtzeitaufgaben im Auto. In der Praxis bedeutet das: weniger Ruckeln, präzisere Regelung, mehr Effizienz.
Infineon positioniert den AURIX TC4x klar als zentrale Schaltstelle für Domänen- und Zonenarchitekturen, also für jene Autoelektronik, in der einzelne Hochleistungsrechner ganze Fahrzeugbereiche steuern. Gleichzeitig soll der Chip ISO-26262-Anforderungen bis ASIL-D erfüllen, was ihn für sicherheitskritische Aufgaben etwa im Brems- oder Lenkbereich qualifiziert.
Mehr Effizienz, mehr Reichweite
Spannend für E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer ist, dass Infineon den AURIX TC4x ausdrücklich als Baustein für höhere Energieeffizienz nennt. Der Mikrocontroller steuert Inverter, Onboard-Lader und Batteriemanagement so, dass weniger Verluste im System auftreten. Das kann im Alltag ein paar Kilometer zusätzliche Reichweite bringen, ohne dass der Akku wächst.
Der Chip unterstützt zudem schnelle Kommunikationsschnittstellen wie CAN FD, Ethernet und LIN, damit Steuergeräte im Fahrzeug enger zusammenspielen können. Wer im Cockpit nahtlose Übergänge zwischen Fahrassistenz, Infotainment und Ladeplanung erlebt, hat also indirekt auch diese Datenautobahnen im Auto.
Sicherheit und Software im Mittelpunkt
Ein Kernstück der AURIX-TC4x-Familie ist das integrierte Hardware-Sicherheitsmodul, das Schlüsselmaterial schützt und Funktionen wie sicheres Booten oder verschlüsselte Kommunikation ermöglicht. In einer Welt vernetzter Fahrzeuge mit Over-the-Air-Updates wird das zu einer Art Tresor im Chip. Für Hersteller reduziert das das Risiko manipulierter Softwarestände.
Gleichzeitig ist die Plattform darauf ausgelegt, mit gängigen AUTOSAR-Stacks und modellbasierter Softwareentwicklung zusammenzuarbeiten. Für Zulieferer heißt das: weniger Handarbeit beim Portieren von Code, mehr Wiederverwendung, schnelleres Hochziehen neuer Fahrzeugvarianten. Im Ergebnis kann Software häufiger aktualisiert werden, ohne das Sicherheitsniveau zu senken.
Wo der Chip eingebaut wird
Der AURIX TC4x ist kein Consumer-Produkt, das im Regal liegt, sondern landet in Steuergeräten von Tier-1-Zulieferern und Autoherstellern. Infineon nennt hier Anwendungen von der Traktionsinverter-Steuerung über Hochvolt-Batteriemanagement bis hin zu integrierten Fahrdynamikreglern. Konkrete Fahrzeugmodelle werden selten offen benannt, üblich sind Rahmenkooperationen mit großen OEMs.
Für europäische und asiatische Hersteller, die auf 800-Volt-Technik und schnelle DC-Lader setzen, ist der Baustein vor allem wegen seiner Echtzeitfähigkeit interessant. Wenn der Wechselstromrichter bei einer Schnellladung mit hoher Leistung stabil bleibt, steckt dahinter oft eine fein abgestimmte Regelung, die ohne leistungsfähige Mikrocontroller kaum machbar wäre.
Unternehmenskontext und Aktie
Der Fokus auf Automotive-Leistungselektronik und Mikrocontroller wie dem AURIX TC4x passt zu Infineons Strategie, sich als Anbieter kompletter Systemlösungen rund um E-Mobilität und erneuerbare Energien zu positionieren. Damit adressiert der Konzern Märkte, die über Jahre strukturelles Wachstum versprechen - von Ladestationen bis zu Industrieantrieben.
Die Aktie von Infineon Technologies (DE0006231004) notierte am 16.06.2026 laut Realtime-Angaben bei rund 78,07 Euro im Xetra-Handel.
Wichtige Fakten zum Infineon AURIX TC4x
- Produkt: AURIX TC4x Mikrocontroller-Familie
- Hersteller: Infineon Technologies AG
- Kategorie: Zubehoer/Ersatzteil (Automotive-Halbleiter)
- Markteinfuehrung: Erste Produkte ab 2022/2023 schrittweise verfügbar
- UVP / Preis: Nicht öffentlich kommuniziert, OEM-/Zuliefererpreisliste
- Verfuegbarkeit: Über Automotive-Zulieferer und direkte B2B-Design-ins, kein Endkundenverkauf
- Zielgruppe: Autohersteller, Tier-1-Zulieferer, Entwickler von Steuergeräten
- Besonderheit / USP: Echtzeitfähige Automotive-MCU-Plattform mit hoher funktionaler Sicherheit und Effizienzoptimierung für E-Antriebe
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