Melexis, BE0165385973

Mehr Reichweite für Radarsysteme, wie der Melexis MLX75421 Autos sicherer machen soll

17.06.2026 - 19:14:17 | ad-hoc-news.de

Der CMOS-Radarsensor Melexis MLX75421 zielt auf leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme im Auto. Warum die Kombination aus hoher Empfindlichkeit, großem Dynamikbereich und integriertem ADC für Zulieferer spannend ist – und wo die Grenzen liegen.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Zubehoer & Komponenten. Vor der Veroeffentlichung am 17.06.2026, 19:12 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Der Melexis MLX75421 ist einer dieser unsichtbaren Bausteine, die moderne Autos leiser, wachsamer und ein Stück sicherer wirken lassen. In einem winzigen Gehäuse steckt ein CMOS-Bildsensor, der Radarsignale für Fahrerassistenzsysteme einfängt und in saubere digitale Daten verwandelt. Wer im Cockpit nur die blendfreie Grafik des Spurhalteassistenten sieht, bekommt von der stillen Arbeit dieses Sensors nichts mit – doch genau dort entscheidet sich, wie zuverlässig das System reagiert.

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Wer die Radarsensorik von Melexis im Blick hat, versteht besser, welche Rolle das Unternehmen in der Zulieferkette moderner Fahrerassistenzsysteme spielt.

Was der Radarsensor leisten soll

Im Kern ist der Melexis MLX75421 ein hochsensibler CMOS-Sensor, der speziell für optische Empfangsmodule von Radarsystemen in Fahrzeugen entwickelt wurde. Er tastet die reflektierten Signale eines Lasers oder Radars ab und setzt sie mit integriertem Analog-Digital-Wandler in verwertbare Daten um. Für Zulieferer bedeutet das: weniger externe Bauteile, kürzere Leiterbahnen, kompaktere Module.

Der Sensor bietet laut Datenblatt eine Auflösung von 1024 x 512 Pixeln bei einer Pixelgröße von 7 x 7 Mikrometern. Damit lässt sich die Position eines reflektierten Signals präzise bestimmen, was die Genauigkeit von Abstandsmessungen und Objektverfolgung erhöht. Gerade bei dichtem Verkehr, wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig erfasst werden, zahlt sich dieser Detailgrad aus.

Hoher Dynamikbereich für schwieriges Licht

Ein kritischer Punkt für optische Sensoren im Auto ist der Dynamikbereich: grelle Sonne, nasse Straße, dunkler Tunnel, alles innerhalb weniger Sekunden. Der MLX75421 arbeitet mit einem Dynamikbereich von typischerweise 100 dB. Das ist beachtlich und hilft, sowohl sehr schwache als auch sehr starke Reflexionen in einem Bild nutzbar zu machen.

Gleichzeitig setzt Melexis auf eine globale Shutter-Architektur. Anders als Rolling-Shutter-Sensoren liest der MLX75421 alle Pixel gleichzeitig aus, was Bewegungsartefakte reduziert. Für schnell vorbeiziehende Objekte, etwa Motorräder auf der Nebenspur, kann das den Unterschied zwischen klarer Kontur und verwischter Spur ausmachen.

Anbindung und Energiebedarf im Alltag

Weil es sich um ein Bauteil für Zulieferer handelt, zählen am Ende auch banale Fragen: Wie lässt sich der Sensor ansteuern, wie hoch ist die Leistungsaufnahme, wie viel Hitze entsteht in der kompakten Radareinheit? Der MLX75421 setzt auf eine serielle LVDS-Schnittstelle für schnelle Datenübertragung. Das reduziert die Anzahl notwendiger Leitungen und erleichtert Layout und EMV-Design.

Beim Energiebedarf bleibt Melexis pragmatisch: Bei typischer Konfiguration liegt die Leistungsaufnahme im Bereich weniger hundert Milliwatt. In der Praxis bedeutet das: Auch mehrere Sensoren pro Fahrzeug, etwa vorne und hinten, lassen sich integrieren, ohne die Bordelektrik über Gebühr zu belasten.

Wo die Grenzen und Herausforderungen liegen

So überzeugend die Spezifikationen auf dem Papier wirken, ganz ohne Kompromisse funktioniert auch der MLX75421 nicht. Die 7-Mikrometer-Pixel sind ein sorgfältiger Mittelweg: klein genug für gute Auflösung, aber nicht so klein, dass das Rauschen explodiert. Für extrem weite Messbereiche oder sehr schwache Signale können spezialisierte Sensoren mit größeren Pixeln im Vorteil sein.

Hinzu kommt: Der Sensor ist zwar für Automotive ausgelegt, braucht aber wie alle Hochleistungskomponenten ein sauberes thermisches und mechanisches Design der gesamten Einheit. Vibrationen, Temperaturschwankungen und Verschmutzung der Optik spielen im realen Fahrzeug eine Rolle, die kein Datenblatt vollständig abbildet. Hier entscheidet die Kompetenz des jeweiligen Systemintegrators.

Einordnung im Unternehmen und Aktienbezug

Der MLX75421 fügt sich in die Strategie von Melexis ein, spezialisierte Sensorlösungen für die Automobilindustrie zu liefern, von Positionssensoren über Infrarot bis hin zu Radarsensorik. Für Autozulieferer, die Radar- und Lidar-Systeme für Fahrerassistenz und teilautonomes Fahren entwickeln, ist er ein Baustein, mit dem sich Designs vereinfachen und Funktionen ausbauen lassen.

Die Aktie von Melexis (BE0165385973) notiert an der Euronext Brüssel; für Anleger ist sie damit ein liquider Zugang zum wachstumsstarken Markt für Automotive-Halbleiter.

Wesentliche Eckdaten zum MLX75421

  • Produkt: Melexis MLX75421
  • Hersteller: Melexis NV
  • Kategorie: Zubehoer/Ersatzteil (CMOS-Radarsensor für Automotive)
  • Markteinfuehrung: Serienreife vor einigen Jahren, weiterhin im Automotive-Portfolio gelistet
  • UVP / Preis: OEM-/Stückpreis, im freien Handel nicht offiziell ausgewiesen
  • Verfuegbarkeit: Über Automotive-Zulieferer und Direktvertrieb an OEMs
  • Zielgruppe: Tier-1-Zulieferer und Entwickler von Fahrerassistenz- und Radarsystemen
  • Besonderheit / USP: Global-Shutter-CMOS mit integriertem ADC und hohem Dynamikbereich für Radarsensorik im Fahrzeug

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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