Ryanair, IE00BYTBXV33

Mehr Beinfreiheit gegen Aufpreis, warum Ryanairs „Extra Legroom“-Sitze so polarisieren

18.06.2026 - 21:13:40 | ad-hoc-news.de

Ryanairs „Extra Legroom“-Sitze sollen den klassischen Low-Cost-Flug komfortabler machen – gegen teils saftigen Aufpreis. Was steckt hinter dem Angebot, wie fühlt es sich an Bord an und für wen lohnt sich der Aufpreis wirklich? Einordnung für Viel- und Gelegenheitsflieger.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Vor der Veroeffentlichung am 18.06.2026, 21:09 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Ryanair „Extra Legroom“-Sitze sind das Versprechen, dass sich der typische Billigflug nicht wie eine zweistündige Knieübung anfühlt. Wer vorne in die Kabine einsteigt, sieht sie sofort: Reihen mit ein paar Zentimetern mehr Luft zwischen Knie und Vordersitz, klar abgetrennt vom Rest der dicht bestuhlten 737-Flotte.

Vertiefen & einordnen

Hintergruende zur Ryanair-Aktie

Wie wichtig kostenpflichtige Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierungen, Priority-Boarding und „Extra Legroom“-Optionen fuer das Geschaeftsmodell von Ryanair sind, zeigen ein Blick in die Finanzberichte und aktuelle Analystenkommentare.

Was Ryanairs Extra-Sitze bieten

„Extra Legroom“-Sitze verteilt Ryanair vor allem an Notausgängen und in den vorderen Reihen, erkennbar an den Sitzreihen 1 und 2 sowie 16 und 17 in vielen 737-800 und 737 Max 8-200. Der Sitzabstand steigt dort von rund 30 auf etwa 34 Zoll, also gut 86 Zentimeter, was fuer groessere Passagiere deutlich spuerbar ist.

Die Airline bewirbt diese Plätze als separate Produktkategorie innerhalb der kostenpflichtigen Sitzplatzreservierung und koppelt sie oft mit Priority-Boarding-Angeboten, die ein frueheres Einsteigen und damit ruhigeres Verstauen des Handgepaecks ermoeglichen.

Preis und Buchung im Detail

Gebucht werden „Extra Legroom“-Sitze ausschliesslich online, entweder beim Ticketkauf oder nachtraeglich im Bereich „Buchung verwalten“, mit dynamischer Preisgestaltung je nach Strecke und Nachfrage. Typisch sind Aufpreise zwischen etwa 10 und 30 Euro pro Strecke, bei sehr stark nachgefragten Fluegen vor allem auf Touristendestinationen kann es auch teurer werden.

Ryanair weist zudem darauf hin, dass an den Notausgangsreihen strengere Befoerderungsbedingungen gelten, etwa Mindestalter, ausreichende Mobilitaet und Englischkenntnisse, da Passagiere im Ernstfall das Bordpersonal unterstuetzen muessen.

So fuehlen sich die Sitze an Bord an

Im Alltag bedeutet ein „Extra Legroom“-Sitz vor allem eines: Das Knie beruehrt nicht mehr den Vordersitz, selbst wenn die Tasche unter dem Sitz verstaut ist und die Bordcrew vorbeischiebt. Wer gross gewachsen ist, spuert den Unterschied sofort beim Hinsetzen, weil noch ein Handbreit Luft bleibt.

Akustisch und vom Service her bleiben es klassische Ryanair-Fluege: Bordverkauf, Rubbellose, Food- und Beverage-Trolley, alles wie gewohnt, nur eben mit etwas mehr Bewegungsfreiheit beim Heraus- und Hereindrehen in den Gang.

Vorteile fuer bestimmte Zielgruppen

Besonders profitieren Vielflieger, Geschaeftsreisende und grosse Menschen, die jeden Zentimeter Beinfreiheit schaetzen und gleichzeitig Kosten im Blick behalten wollen. Wer regelmaessig pendelt, nimmt den Aufpreis oft als festen Bestandteil des Ticketpreises wahr und bucht diese Sitze gewohnheitsmaessig dazu.

Auch Familien mit aelteren Kindern greifen zu, wenn sie nahe an der Flugzeugtuer sitzen oder schneller aussteigen moechten, etwa bei knappen Umstiegszeiten oder wenn am Zielort ein enger Bahntakt wartet.

Wo die Grenzen des Komforts liegen

Trotz des Plus an Beinfreiheit bleiben die Sitze selbst schmal, denn Ryanair veraendert das Sitzlayout nur in der Tiefe, nicht in der Breite, um die hohe Sitzplatzanzahl zu halten. Wer breite Schultern hat oder neben einem ebenfalls grossen Sitznachbarn sitzt, merkt das sehr direkt an Armlehnen und Oberkoerper.

Hinzu kommt, dass an den Notausgangsreihen Haendgepaeck oft im Overhead-Bin verstaut werden muss und nicht vor den Fuessen liegen darf, sodass unter dem Sitz zusaetzlich Platz entsteht, aber auch Wege zur Tasche laenger werden.

Einordnung im Ryanair-Angebot

Ryanair positioniert „Extra Legroom“-Sitze klar als Upselling-Baustein neben Priority Boarding, Aufgabegepaeck und flexiblen Tarifen, womit die Airline ihren unternehmenseigenen Fokus auf zusaetzliche Erloese pro Passagier konsequent fortsetzt. In den Finanzberichten tauchen diese Erloese gebuendelt als „Ancillary Revenues“ auf.

Wer nur gelegentlich fliegt und sehr preisbewusst bucht, wird den Aufpreis eher fuer Langstrecken-im-Shorthaul-Gewand sehen, etwa wenn drei oder vier Stunden im Flieger anstehen, waehrend Kurzstreckenpendler ihn als Alltagstool fuer konzentriertes Arbeiten oder entspanntes Lesen nutzen.

Relevanz fuer Ryanair und die Aktie

Ryanair zeigt mit solchen Zusatzangeboten, wie eng Produktgestaltung an Bord und Ertragsprofil zusammenhaengen, denn jede bezahlte Zusatzleistung erhoeht die Einnahmen pro Sitzplatz, ohne dass ein neues Flugzeug angeschafft werden muss. Fuers Management ist das ein Hebel, um auch bei turbulenten Ticketpreisen wirtschaftlich stabil zu bleiben.

Die Aktie von Ryanair Holdings PLC (IE00BYTBXV33) notiert aktuell an der Euronext Dublin bei 25,77 Euro je Anteilsschein.

Wesentliche Fakten zu Ryanairs „Extra Legroom“-Sitzen

  • Produkt: „Extra Legroom“-Sitze
  • Hersteller: Ryanair Holdings PLC
  • Kategorie: Software/Service/Abo
  • Markteinfuehrung: stufenweise seit den 2010er-Jahren auf Europa-Strecken
  • UVP / Preis: dynamischer Aufpreis, typischerweise etwa 10 bis 30 Euro je Strecke
  • Verfuegbarkeit: auf ausgewaehlten Ryanair-Fluegen in Europa, vor allem an Notausgaengen und vorderen Reihen
  • Zielgruppe: grosse Passagiere, Vielflieger, Geschaeftsreisende und preisbewusste Komfortsuchende
  • Besonderheit / USP: deutlich erhoehter Sitzabstand gegen Aufpreis im Low-Cost-Segment

Mehr Eindruecke zu Ryanairs Extra-Sitzen

Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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