Mediennutzer, Doomscrolling

Mediennutzer wenden sich 2025 von Doomscrolling ab

28.12.2025 - 20:00:13

Nutzer suchen zum Jahresende verstärkt konstruktive Inhalte. Neue Daten zeigen: Lösungsorientierter Journalismus schützt die Psyche und gewinnt Vertrauen zurück. Experten sehen einen Wendepunkt im digitalen Nachrichtenkonsum.

Doomscrolling hat 2025 einen kritischen Punkt erreicht. Studien belegen die schweren Folgen des zwanghaften Konsums negativer Schlagzeilen. Forscher der Flinders University identifizierten es als Auslöser für existenzielle Angst und ein stellvertretendes Trauma.

Eine Analyse des University College London zeigt eine gefährliche Wechselwirkung: Menschen mit mentalen Problemen suchen häufiger negative Inhalte – was ihre Symptome weiter verschlimmert. Diese “negativen Feedbackschleifen” trieben die Rate des digitalen Burnouts in die Höhe, besonders in der Generation Z.

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Lösungsorientierter Journalismus schafft Vertrauen

Als Gegenbewegung etablierte sich 2025 der “Solutions Journalism”. Dieser Ansatz zeigt nicht nur Probleme auf, sondern analysiert systematisch funktionierende Lösungsansätze. Die Wirkung ist messbar: Das Solutions Journalism Network belegt, dass solche Geschichten das Medienvertrauen signifikant steigern können – von 55 auf bis zu 83 Prozent.

Für Konsumenten bedeutet das einen fundamentalen Perspektivwechsel. Statt nur mit der Frage “Was ist kaputt?” konfrontiert zu werden, erhalten sie Antworten auf “Was wird dagegen getan?”. Dieser Ansatz reduziert das Gefühl der Hilflosigkeit und stärkt die Selbstwirksamkeit.

“Analog Wellness” und das Recht auf Abschalten

Parallel ändert sich das Nutzungsverhalten. Der Trend zur “Analog Wellness” wird zur Mainstream-Kompetenz für mentale Hygiene. Konkret zeigt sich das in drei Punkten:

  • Technische Abstinenz: “Dumbphones” und rigide Bildschirmzeit-Begrenzungen liegen im Trend.
  • Selektive Vermeidung: Fast 40 Prozent der Nutzer meiden Nachrichten aktiv, um sich zu schützen.
  • Kurz-Briefings: Statt endloser Feeds sind kuratierte Daily-Newsletter oder Podcasts gefragt.

Die Medienbranche am Scheideweg

Diese Entwicklung stellt Verlage vor enorme Herausforderungen. Ihr altes Geschäftsmodell – maximale Verweildauer durch negative Emotionen – stößt an Grenzen. Der Traffic-Rückgang von sozialen Netzwerken hin zu direkten Nachrichtenquellen zwingt zum Umdenken.

Branchenbeobachter sehen das Ende der Clickbait-Ära. Erfolgreich sind jetzt Medien, die Community-Bindung durch Verständnis statt durch Erschrecken aufbauen. Gleichzeitig wächst der politische Druck auf Tech-Konzerne, besonders in der EU. Diskussionen über ein “Recht auf Abschalten” und strengere Algorithmen-Regeln gewinnen an Brisanz.

Was 2026 zu erwarten ist

Experten prognostizieren für das kommende Jahr eine Professionalisierung der digitalen Wellness. KI-Tools könnten dann nicht mehr nur zum Binden, sondern zum gesünderen Konsum genutzt werden – etwa durch emotionale Trigger-Filter oder “Slow News”-Modi.

Der konstruktive Nachrichtenkonsum wird von einer individuellen Taktik zur gesellschaftlichen Erwartung. Programme zur “Medienresilienz” in Schulen und Betrieben dürften zunehmen. 2025 war das Jahr der Erkenntnis. 2026 wird zur Nagelprobe für die gesunde Umsetzung.

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