MediaMarkt, Betrüger

MediaMarkt: Betrüger nutzen Jahresbeginn für aggressive Phishing-Welle

04.01.2026 - 12:04:12

Kriminelle nutzen gefälschte Gewinnbenachrichtigungen und Datenabgleich-Mails, um sensible Nutzerdaten abzugreifen. Die Kampagne ist professionell gestaltet und nutzt psychologische Tricks.

Verbraucherschützer warnen vor einer massiven Phishing-Kampagne im Namen von MediaMarkt. Kriminelle fluten derzeit Postfächer mit gefälschten Gewinnbenachrichtigungen und angeblichen Datenabgleich-Aufforderungen. Ihr Ziel: sensible Nutzerdaten abgreifen oder Kunden in teure Abofallen locken.

Die perfiden Masche: Gewinne und Kontosperrungen

Die Betrüger setzen auf zwei psychologisch geschickte Szenarien. Die erste Masche lockt mit hochwertigen Technik-Preisen. E-Mails mit Betreffzeilen wie “Ihr Gewinn wartet” suggerieren einen Gewinn bei einer Verlosung. Als Köder dienen teure Produkte wie die neuesten iPhones oder Gutscheinkarten im Wert von 500 Euro.

Die zweite Variante spielt mit der Angst der Kunden. Unter Vorwänden wie “Sicherheitsaktualisierung erforderlich” fordern sogenannte “Datenabgleich”-Mails zur sofortigen Bestätigung persönlicher Daten auf. Beide Varianten imitieren das Corporate Design von MediaMarkt täuschend echt – vom Logo bis zur typisch roten Farbgebung.

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Vom kleinen Betrag zum großen Schaden

Der Klick auf den Link in der Gewinnspiel-Mail führt meist auf eine gefälschte MediaMarkt-Seite. Dort sollen Opfer eine geringe “Versandgebühr” von etwa 1,95 Euro zahlen. Das Fatale: Mit der Eingabe der Kreditkartendaten schließen sie oft unbemerkt ein teures Abo ab. Die monatlichen Kosten können schnell 90 Euro erreichen.

Bei den Phishing-Mails ist der Schaden noch direkter. Die eingegebenen Login-Daten, Adressen und Zahlungsinformationen landen in den Händen der Kriminellen. Diese nutzen sie für Identitätsdiebstahl oder handeln sie im Darknet.

So entlarven Sie die Fake-Mails

Trotz professioneller Aufmachung verraten sich die Betrugsversuche durch klare Merkmale:

  • Der Absender: Echte MediaMarkt-Mails kommen von @mediamarkt.de oder @mediamarkt.at. Phishing-Mails nutzen kryptische Adressen wie service@mail-verify-support.net.
  • Die Anrede: Seriöse Kommunikation ist oft personalisiert. Betrugsmails beginnen mit “Lieber Kunde” oder ganz ohne Anrede.
  • Unnatürlicher Druck: Formulierungen wie “Nur noch 24 Stunden gültig” sind klassische Alarmzeichen. Seriöse Unternehmen setzen Kunden nicht derart unter Zeitdruck.
  • Der Link-Check: Fahren Sie mit der Maus über den Link (ohne zu klicken!). Zeigt die angezeigte Zieladresse nicht auf die offizielle MediaMarkt-Domain, ist es Betrug.

Was tun, wenn Sie in die Falle getappt sind?

Experten raten zu schnellem Handeln. Löschen Sie verdächtige Mails stets unkommentiert. Haben Sie bereits reagiert, müssen Sie:

  1. Ihre Bank und Kreditkarteninstitute sofort informieren, um Zahlungen zu stoppen.
  2. Das Passwort für Ihr MediaMarkt-Konto und alle anderen Dienste, bei denen Sie es nutzen, umgehend ändern.
  3. Bei finanziellen Schäden Anzeige bei der Polizei erstatten.

Eine Antwort an den Absender bestätigt den Betrügern nur, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist – und führt zu noch mehr Spam.

Warum der Jahresbeginn so gefährlich ist

Die aktuelle Welle folgt einem saisonalen Muster. Nach dem Weihnachtsgeschäft sind Verbraucher an Bestellbestätigungen und Retouren gewöhnt. Die Hemmschwelle, auf eine E-Mail eines großen Händlers zu klicken, ist jetzt besonders niedrig.

MediaMarkt ist dabei kein Einzelfall. Ähnliche Kampagnen treffen regelmäßig Kunden von Amazon, DHL oder Netflix. Die Qualität der Fälschungen steigt jedoch stetig. Experten vermuten den Einsatz von KI-Tools, die fehlerfreie und überzeugende Texte generieren – frühere Erkennungsmerkmale wie Grammatikfehler fallen damit weg.

Die offizielle Linie von MediaMarkt bleibt klar: Gewinnspiele finden nur auf der offiziellen Webseite statt, und sensible Daten werden niemals per E-Mail-Link abgefragt.

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