McKesson Aktie: 24 Prozent unter Jahreshoch
21.05.2026 - 09:18:43 | boerse-global.deMcKesson hat nach dem jüngsten Rücksetzer wieder die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen. Die Aktie liegt rund 24 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch und notiert mit 650,00 Euro auch unter der 50-Tage-Linie. Am Markt wächst die Ansicht, dass hier ein selten günstiger Einstieg in einen defensiven Gesundheitswert vorliegen könnte.
Umsatz verfehlt, Gewinn bleibt robust
Auslöser für den Kursdruck war der Quartalsbericht. McKesson meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 96,3 Milliarden Dollar und verfehlte damit die erwarteten rund 101,4 Milliarden Dollar. Für viele Anleger klang das zunächst nach einer Enttäuschung. Für das Geschäftsmodell ist der Befund aber weniger kritisch, als der Umsatzabstand vermuten lässt.
Der Kern liegt in der Struktur des Konzerns. McKesson verdient an einem festen Gebührenmodell im Vertrieb. Sinkende Herstellerpreise bei Markenmedikamenten drücken deshalb nicht automatisch auf die Marge. Hinzu kam eine Normalisierung der Verteilmengen bei GLP-1-Präparaten. Konzernchefinnen und -chefs verweisen darauf, dass diese Schwankungen unter dem Strich kaum schmerzen.
Das zeigt sich auch in den Margen. Die nordamerikanische Pharmasparte steigerte ihr bereinigtes operatives Ergebnis um 9 Basispunkte. Der Markt hatte vor allem auf den Umsatzausfall geschaut. Der Ertragseffekt war deutlich kleiner.
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Ausblick bleibt ordentlich
Für das Geschäftsjahr 2026 meldete McKesson einen Gesamtumsatz von 403,43 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 4,76 Milliarden Dollar. Für 2027 stellt der Konzern einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 43,80 und 44,60 Dollar in Aussicht. Das signalisiert weiter solides Wachstum, obwohl die Aktie zuletzt schwächer lief.
Hinzu kommt die Marktstellung. McKesson gehört mit Cencora und Cardinal Health zu einem Trio, das zusammen rund 90 Prozent des US-Pharma-Großhandels kontrolliert. Genau das stützt die These vieler Beobachter, dass der Titel gemessen am erwarteten KGV von etwa 16,65 nicht teuer wirkt. Die Kombination aus Marktanteil, Preissetzungskraft und stabilen Cashflows spricht für ein robustes Profil.
Rückkäufe und Umbau als Stütze
Das Management setzt parallel auf Kapitalrückgaben. McKesson hat die Ermächtigung für Aktienrückkäufe um 5 Milliarden Dollar erweitert und ein beschleunigtes Rückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Dollar gestartet. Das stützt die Aktie zusätzlich. Kein Wunder, dass der Markt diese Maßnahmen genau einpreist.
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Auch der geplante Umbau des Konzerns schreitet voran. Die Abspaltung der Medical-Surgical-Solutions-Sparte in eine eigenständige Gesellschaft soll das Kerngeschäft stärker auf margenstärkere Felder wie Spezialpharma und Biosimilars ausrichten. Damit will McKesson die Plattform für weiteres Wachstum enger schneiden.
Am nächsten großen Termin richten sich die Blicke auf August 2026, wenn McKesson die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die bereinigte Gewinnentwicklung hält und ob das GLP-1-Geschäft weiter oberhalb von 20 Prozent wächst. Mit einer Dividendenrendite von 0,41 Prozent und einem operativen Cashflow von 3,42 Milliarden Dollar bleibt die Aktie vor allem für Anleger interessant, die auf stabiles Wachstum in einem teuren Markt setzen.
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