McKesson Aktie: 11,69 Dollar EPS schlägt Schätzung
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 09:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Pharmagroßhändler McKesson hat die Ausschüttung seiner kommenden Quartalsdividende formal beschlossen. Während das Unternehmen damit seine zehnjährige Serie von Dividendensteigerungen fortsetzt, rücken verstärkt die jüngsten Portfolioumschichtungen großer institutioneller Investoren in den Fokus. Neue Berichte zeigen, dass namhafte Fondsmanager ihre Positionen bei dem im Gesundheitssektor zentral verankerten Konzern zuletzt massiv ausgebaut haben.
Quartalsabschluss und Ausblick auf 2027
In dem zum 31. März 2026 beendeten vierten Geschäftsquartal erzielte McKesson einen Gewinn je Aktie (EPS) von 11,69 US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Konsensschätzung der Analysten, die im Vorfeld bei 11,56 US-Dollar gelegen hatte. Der Umsatz in diesem Zeitraum belief sich auf 96,30 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 blickt die Unternehmensführung optimistisch in die Zukunft. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde in einer Spanne von 43,80 bis 44,60 US-Dollar konkretisiert. Das Wachstum soll dabei insbesondere durch die zunehmende Bedeutung von Spezialpharmazeutika sowie durch die Integration jüngster Zukäufe wie Core Ventures und PRISM Vision getrieben werden. Zudem investiert der Konzern verstärkt in die Automatisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um die Effizienz in der Logistikkette weiter zu steigern.
Große Fondsmanager stocken Positionen auf
Das institutionelle Interesse an der McKesson-Aktie ist nach wie vor hoch; etwa 85 Prozent der Anteile befinden sich in den Händen professioneller Anleger. Besonders deutlich trat zuletzt die norwegische Zentralbank Norges Bank in Erscheinung, die eine neue Position im Wert von etwa 1,65 Milliarden US-Dollar aufbaute. Auch Renaissance Technologies verstärkte sein Engagement erheblich und stockte den Bestand im ersten Quartal 2026 um rund 91 Prozent auf nunmehr 117.246 Aktien auf.
Parallel zu diesen Zukäufen gab es jedoch auch Bewegungen auf der Verkäuferseite. Insider veräußerten in den vergangenen 90 Tagen insgesamt 28.748 Aktien im Gesamtwert von etwa 22,26 Millionen US-Dollar. Unter anderem verkaufte CEO Brian S. Tyler am 7. Juli ein Paket von 8.463 Anteilscheinen zu einem Kurs von 793,56 US-Dollar. Solche Verkäufe sind in dieser Größenordnung bei US-Großkonzernen nicht ungewöhnlich und stehen oft im Zusammenhang mit automatisierten Handelsplänen des Managements.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Im Marktumfeld wird die Bewertung von McKesson derzeit oft als attraktiv eingestuft. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 20,7 notiert das Papier unter dem Durchschnitt des Gesundheitssektors von 25,9. Die Analysten von JPMorgan bewerten die Aktie mit „Overweight“ und rufen ein Kursziel von 1.015 US-Dollar auf. Noch zuversichtlicher äußerten sich die Experten von UBS, die ihre Einstufung auf „Buy“ belassen und das Ziel bei 1.050 US-Dollar sehen.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 740,60 Euro. Damit weist das Papier einen Abstand von etwa 14,36 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch auf, das am 4. März 2026 bei 864,80 Euro markiert wurde. Die nächste Dividende in Höhe von 0,94 US-Dollar pro Aktie wird am 1. Oktober 2026 ausgezahlt. Anleger, die von dieser Ausschüttung profitieren möchten, müssen das Papier vor dem Ex-Dividenden-Tag am 1. September 2026 im Depot haben. Als Risiken für die weitere Entwicklung gelten regulatorische Eingriffe in die Arzneimittelpreisgestaltung sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck durch vertikale Integrationen innerhalb der Gesundheitsbranche.
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