McGill-Studie, Fahrplan

McGill-Studie liefert Fahrplan für inklusiven Sport

21.02.2026 - 07:23:12 | boerse-global.de

Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit plädiert für einen Paradigmenwechsel in der Sportförderung: Stärkenorientierung statt Defizitfokus erhöht die Wirksamkeit von Programmen.

Eine neue Studie der McGill University zeigt, wie Sportprogramme für autistische Kinder wirklich funktionieren. Die wegweisende Forschungsübersicht identifiziert 95 konkrete Erfolgsfaktoren und plädiert für einen radikalen Perspektivwechsel: Weg von der Defizitorientierung, hin zu den Stärken und Vorlieben der Jugendlichen.

Der Schlüssel: Stärken fördern, nicht Schwächen bekämpfen

Die Analyse fasst die Faktoren in sechs übergeordnete Kategorien zusammen. Drei Strategien erwiesen sich als besonders wirksam: klare Routinen, die Einbeziehung der Familie und sensorisch angenehme Umgebungen. „Wir rahmen körperliche Aktivität nicht als Herausforderung, sondern als Chance“, erklärt Co-Autor Mathieu Michaud. Programme sollen ansetzen, was die Kinder gerne tun und gut können.

Wissenschaft belegt breiten Nutzen

Die Vorteile von Sport für autistische Menschen sind vielfältig und gut belegt. Regelmäßige Bewegung verbessert nicht nur Motorik und Kraft. Studien zeigen positive Effekte auf kognitive Funktionen wie Impulskontrolle. Körperliche Aktivität reguliert das oft dysregulierte Nervensystem und stärkt das Selbstwertgefühl. Sie fördert soziale Teilhabe und kann Ängste abbauen.

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Neben Bewegung können auch gezielte Alltagsübungen Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und emotionale Regulation fördern – besonders hilfreich für Trainer und Familien, die sportliche Angebote ergänzen möchten. Ein kostenloser PDF‑Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 7 Praxis‑Geheimnisse, 11 einfache Übungen und einen kurzen Selbsttest, die sich gut in inklusive Sportstunden integrieren lassen. Gratis‑Report: Gehirntraining leicht gemacht herunterladen

Von strukturiertem Tennis bis sensorischem Parkour

Die praktische Umsetzung ist vielfältig. Eine kürzliche Vorstudie untersuchte die positiven Effekte eines angepassten Tennisprogramms für Erwachsene mit Asperger-Syndrom. Die klaren Regeln und Strukturen bieten Sicherheit. Vereine wie „Leben mit Autismus e.V.“ setzen auf wechselnde Übungen mit Geräten und speziellen Parkourstationen. Diese fördern gezielt Motorik, Gleichgewicht und Bewegungswahrnehmung.

Studie stützt gesellschaftlichen Inklusionstrend

Die Ergebnisse kommen zur rechten Zeit. Es ist bekannt, dass autistische Jugendliche deutlich seltener Sport treiben. Oft fehlt es an angepassten Angebote und Fachwissen. Initiativen wie „Together in Sports“ von Special Olympics Deutschland arbeiten bereits an inklusiven Strukturen in Vereinen. Die McGill-Studie liefert nun die wissenschaftliche Basis, um solche Projekte noch wirksamer zu gestalten.

Ein Leitfaden für Trainer und Familien

Die Forschung dient als praktischer Fahrplan. Sie unterstreicht die Notwendigkeit individualisierter, stärkenorientierter Angebote. Die konsequente Anwendung der 95 Faktoren könnte künftig deutlich mehr jungen Menschen im Autismus-Spektrum den Zugang zu Sport eröffnen – und damit einen wichtigen Beitrag für eine inklusivere Gesellschaft leisten.

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