McDonald's warnt vor Big Mac als Passwort
02.02.2026 - 21:13:12Die Fast-Food-Kette startet eine ungewöhnliche Aufklärungskampagne zum „Ändere-dein-Passwort-Tag“ und nennt erschreckende Zahlen.
McDonald’s warnt seine Kunden öffentlich vor extrem unsicheren Passwörtern wie „bigmac“. Die Initiative des Konzerns unterstreicht, wie gefährlich schwache Passwörter im digitalen Alltag sind. Anlass ist der internationale „Ändere-dein-Passwort-Tag“. Die Kampagne aus den Niederlanden zeigt einen Trend: Immer mehr Großunternehmen übernehmen aktiv Verantwortung für die digitale Aufklärung ihrer Kunden – und das, bevor es zu einem Sicherheitsvorfall kommt.
„Big Mac“ über 110.000 Mal geknackt
Im Zentrum der Warnung stehen konkrete Daten der internationalen Plattform „Have I Been Pwned“, die Informationen aus Datenleaks sammelt. Die Analyse ist alarmierend: Das Passwort „bigmac“ tauchte in geleakten Datenbanken über 110.900 Mal auf. Weitere Menüpunkte folgen auf den nächsten Plätzen: „frenchfries“ (34.400 Mal), „happymeal“ (17.200 Mal) und „mcnuggets“ (2.200 Mal).
Cybersicherheitsexperten betonen seit langem ein Problem: Nutzer wählen oft Passwörter, die auf persönlichen oder vertrauten Begriffen basieren. Das macht sie einprägsam – aber für Hacker auch extrem leicht erratbar. Angreifer nutzen automatische „Wörterbuch-Angriffe“, die genau solche gängigen Begriffe durchprobieren. Die von McDonald’s präsentierten Daten belegen diese massive Schwachstelle eindrücklich.
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Vorgeschichte: Ein Weckruf durch einen Vorfall
Die aktuelle Kampagne folgt einer Phase erhöhter Sicherheitssensibilität bei McDonald’s und seinen Partnern. Bereits Mitte 2025 geriet das Unternehmen in die Kritik, nachdem bei einem Drittanbieter ein gravierender Sicherheitsfehler entdeckt wurde.
Forscher fanden heraus, dass ein KI-gestütztes Bewerberportal des Anbieters Paradox.ai durch das berüchtigt schwache Passwort „123456“ geschützt war. Diese Nachlässigkeit hätte die sensiblen Daten von bis zu 64 Millionen Jobbewerbern gefährden können – inklusive Namen, Telefonnummern und Adressen. Der Vorfall unterstrich schmerzhaft, wie kritisch die Sicherheit in der Lieferkette ist. Paradox AI behebt den Fehler damals zwar schnell, doch der Fall war ein Weckruf für das Risikomanagement mit externen Partnern.
Geteilte Verantwortung für digitale Sicherheit
Die Initiative von McDonald’s spiegelt einen größeren Branchentrend wider: Sicherheit wird zunehmend als gemeinsame Aufgabe von Unternehmen und Verbrauchern verstanden. Da die Zahl der Datenleaks weltweit steigt, bleiben schwache oder mehrfach genutzte Passwörter eine der größten Einfallstore für Cyberangriffe.
Indem McDonald’s diese Kampagne startet, will der Konzern nicht nur seine eigenen Kunden schützen. Er trägt auch zu einer breiteren Debatte über digitale Kompetenz bei. Branchenbeobachter sehen in solchen öffentlichen Aufrufen eine entscheidende Verteidigungsschicht. Technische Maßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung sind wichtig, doch ohne aufgeklärte Nutzer bleiben einfache Fehler ein großes Risiko.
Die Zukunft: Wohin entwickelt sich der Passwort-Schutz?
Die Diskussion um Kontosicherheit wird sich künftig über das Erstellen starker Passwörter hinausbewegen. Die Tech-Branche arbeitet bereits an passwortlosen Lösungen wie Biometrie, Sicherheitsschlüsseln oder Passkeys. Diese Technologien sind nicht nur sicherer, sondern auch benutzerfreundlicher, da sie das Risiko schwacher oder gestohlener Passwörter komplett eliminieren.
Bis diese Lösungen flächendeckend verbreitet sind, bleiben Aufklärungskampagnen wie die von McDonald’s jedoch essenziell. Verbraucher sollten regelmäßig die Sicherheit aller ihrer Online-Konten überprüfen – nicht nur bei Lieferdiensten. Die Kernbotschaft der Warnung ist klar: Ein Passwort ist nur dann wirksam, wenn es stark, einzigartig und geheim ist. Und das gilt selbst dann, wenn es den Namen eines Lieblingsprodukts trägt.
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