McCormick Aktie: 15,7-Milliarden-Deal mit Unilever
06.06.2026 - 14:49:03 | boerse-global.de
Gewürzkonzern McCormick arbeitet an einem milliardenschweren Deal – und nimmt dafür offenbar Kurs auf das Lebensmittelgeschäft von Unilever. Parallel dazu legt das Unternehmen neue Nachhaltigkeitszahlen vor. Für Anleger wird der Juni zum entscheidenden Monat.
Integration mit Unilever: 15,7 Milliarden Dollar in der Schwebe
Beide Seiten sollen sich in fortgeschrittenen Gesprächen befinden. Es geht um eine Fusion der Unilever-Sparte mit bekannten Marken wie Hellmann's, Bovril und Marmite mit McCormick. Das berichten mehrere Marktteilnehmer.
Die geplante Struktur: ein sogenannter Reverse Morris Trust. Dieses Konstrukt ermöglicht eine Steuerbefreiung für die Transaktion. Unter den diskutierten Bedingungen könnte das Paket 15,7 Milliarden Dollar in bar umfassen.
Die Besitzverhältnisse nach einem Vollzug wären klar: Unilever-Aktionäre hielten rund 65 Prozent des fusionierten Unternehmens. McCormick-Aktionäre kämen auf die restlichen 35 Prozent.
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Nachhaltigkeitsbericht 2025: Fünf Gewürze zu 100 Prozent nachhaltig
Unabhängig von der Fusionsarbeit veröffentlichte McCormick diese Woche seinen Purpose-led Performance Report. Das Dokument zeigt Fortschritte bei Umwelt- und Sozialkennzahlen.
Fünf Kernzutaten – schwarzer Pfeffer, Zimt, Oregano, roter Pfeffer und Vanille – stammen inzwischen komplett aus nachhaltigem Anbau. Die Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) sind um 40 Prozent gesunken. Zudem unterstützen McCormick-Programme mehr als 57.000 Bauern.
Die Maßnahmen zielen auf langfristige Widerstandsfähigkeit der Lieferkette. Ein Thema, das in Zeiten volatiler Rohstoffmärkte an Bedeutung gewinnt.
Analysten halten Kurs – trotz Kursrutsch
Jefferies Financial Group hat das Kursziel für McCormick zuletzt auf 62 Dollar gesenkt. Die Einstufung bleibt jedoch "Kaufen". Die nächste Nagelprobe: der Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026, erwartet für Ende Juni.
Die Aktie schloss am Freitag bei 40,94 Euro, ein Plus von 1,97 Prozent seit Donnerstag. Auf Wochensicht liegt das Papier nahezu unverändert – plus 0,10 Prozent.
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Der Blick auf die längere Frist zeigt ein anderes Bild. Seit Jahresbeginn verlor McCormick 28,75 Prozent. Das liegt auch am kräftigen Rücksetzer vom 52-Wochen-Hoch bei 60,98 Euro, das Mitte Februar erreicht wurde. Vom aktuellen Niveau aus sind es 6,5 Prozent bis zum Jahrestief von 38,44 Euro aus dem Mai.
Der Quartalsbericht Ende Juni wird zeigen, ob die operative Erholung schon greift. Und ob die Gespräche mit Unilever mehr als nur Spekulation sind – oder der erhoffte Wendepunkt für die Aktie.
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