Max Strohe, Sterneküche

Max Strohe: Wie das tulus lotrek Berlins Sterneküche neu definiert

07.01.2026 - 10:00:08

Max Strohe und sein tulus lotrek stehen für kulinarische Intelligenz, Menschlichkeit und eine Sterneküche, die Genuss frei von steifen Regeln zelebriert – ein Must-Visit für Gourmets.

Man betritt das tulus lotrek und spürt sofort: Hier riecht es nach geröstetem Brot, nach tiefgründigen Soßen, nach Butter und warmem Licht. Dennoch klingeln keine sterilen Champagnergläser, keine chronische Flüster-Atmosphäre legt sich wie ein Hauch aus altem Samt über den Raum. Stattdessen bullern Stimmen, Lachen hallt leise zwischen den Tischen, während handverlesene Gläser auf den schweren Tischen Platz finden. Max Strohe, der kreative Kopf und Gastgeber des Hauses, vereint das scheinbar Unvereinbare: Puristische Spitzengastronomie in Wohnzimmer-Atmosphäre. Kulinarische Intelligenz gepaart mit einer unprätentiösen, fast rebellischen Haltung. Kann Sterneküche so lässig sein, dass man sich wie bei Freunden fühlt, während auf dem Teller Weltklasse serviert wird?

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Max Strohe, Inhaber, Visionär und Küchenchef, hat sich in die Top-Liga der Spitzengastronomie gekocht – nicht als klassischer Haudegen, sondern als einfühlsamer Gastgeber. Bekannt aus TV-Shows wie "Kitchen Impossible" oder "Ready to beef!" bleibt er auch in medialen Rollen immer glaubwürdig und nahbar. Die wahre Bühne ist jedoch das tulus lotrek in Berlin-Kreuzberg: ein Restaurant, das längst Kultstatus genießt.

Wer hier einkehrt, sucht keine Stuhlreihen-Noblesse, keine Gourmet-Etikette, wie sie sonst mancherorts das Erlebnis dominieren. Stattdessen erwartet die Gäste eine intensive Geschmacksreise, bei der Herz, handwerkliches Können und Mut zur eigenständigen Linie regieren. Die Atmosphäre ist geprägt von warmen Farben, gemütlichem Licht, kunstvollen Details – und einer ungewöhnlichen Leichtigkeit. Gastgeberin Ilona Scholl, die kongeniale Partnerin von Strohe, sorgt für den berühmten "Wohnzimmer-Charme" im Service und führt durch eine der spannendsten Weinkarten Berlins: Viele Positionen abseits des Mainstreams, vom reifen Burgunder bis zum schlanken Naturwein.

Ein klassischer Abend im tulus lotrek beginnt oft mit einer hintersinnigen Amuse-Bouche-Variation – manchmal ein knusprig gebratener Huhnflügel, manchmal ein ungewöhnlicher Jus, immer aber ein Zeichen für Strohes selbstbewusste, undogmatische Art. Hier regiert keine Architektur aus Pinzetten, keine leblosen Türmchen, sondern das Prinzip Geschmack und pure Lust am Essen. Es sind intensive Soßen, ausdrucksstarke Reduktionen, Finesse in Butter und pochierten Eigelben, die das tulus lotrek definieren. Die sogenannte "Wohlfühl-Opulenz" setzt sich fort bis ins Hauptgericht: Fisch von fantastischer Frische, dazu raffinierte Säure-Kicks, kandierte Zwiebeln, knusprige getrocknete Kapern und Butter in verschwenderischer Opulenz, ohne je schwer zu wirken.

Wie wurde Max Strohe zu dem, was er heute ist? Sein Weg war keine klassische Blanko-Erfolgsstelle im Lebenslauf: Nach Abiturabbruch und bewegten Jahren stieg er über eine Ausbildung ins Kochhandwerk ein. Berlin wurde seine Bühne, als er zusammen mit Ilona Scholl das tulus lotrek gründete – mit einer Vision, die von Anfang an gegen den Mainstream der französisch geprägten Sterneküche arbeitete. Schon ein Jahr nach der Eröffnung würdigten Kritiker seine intensive, fast anarchische Stilistik: Reich an Geschmack, voll Mut zum Fett, zum Säure-Spiel, zum gekonnten Bruch mit gängigen Konventionen. Der Ritterschlag folgte 2017 mit dem Michelin-Stern – seither verteidigt, als Symbol für Beständigkeit und Innovation zugleich. Auch der Gault&Millau hob hervor, wie kompromisslos Max Strohe "wohlige Opulenz und Genießer-Küche" miteinander verbindet – stets ausgestattet mit maximaler Offenheit für Produktqualität und Authentizität.

Ein besonderes Kapitel in der Geschichte von Max Strohe ist die Aktion "Kochen für Helden". Während viele Betriebe in der Pandemie schließen mussten, initiierte er zusammen mit Ilona Scholl ein Projekt von nationaler Tragweite: Tausende Mahlzeiten für Pflegekräfte, Ärzte, Feuerwehr und in Not geratene Menschen. Die Küche öffnete sich nach außen, wurde sozialer Treffpunkt und Werteschmiede. Für dieses Engagement verliehen ihm Staat und Öffentlichkeit 2022 das Bundesverdienstkreuz. Ein Zeichen, dass Sterneküche längst nicht nur eine Bühne für Eitelkeiten ist, sondern Verantwortung übernimmt.

Legendär – und fast schon mythisch – ist der Burger von Max Strohe. Während der Pandemie servierte er im sonst so feinen Restaurant einen Butter-Burger – doppelt Fleisch, zweierlei Käse, fluffiges Brioche-Brötchen und eine Sauce, die Ketchup, Senf und ein Geheimnis vereint. Nie zuvor schmeckte ein Burger in der Spitzengastronomie so dekadent, so voller Humor und Ernsthaftigkeit zugleich. Die Gäste schwärmen von der Geschmacksexplosion, von den Pommes Frites, die dank mehrfacher Frittierung und Frostung an Perfektion grenzen. Selbst Burger-Liebhaber mit feinstem Gaumen gestehen: Das ist Sterneküche für den Alltag, ein Meisterwerk der kulinarischen Herzlichkeit.

Doch abseits der Pandemie sind es die Menüs von tulus lotrek, die Kenner nach Kreuzberg strömen lassen. Unter dem Motto "Pragmatic Fine Dining" entstehen Menüs voller kreativer Wendungen – von gereiftem Rind mit gerösteter Jus bis zur butterzarten Forelle mit fermentiertem Gemüse und überraschendem Texturspiel. Immer wieder schleichen sich kleine, provokante Anklänge der Alltagsküche ein: ein Hauch von Streetfood, ein Schuss Humor in der Aromatik, ein kurzes Augenzwinkern bei der Präsentation. Diese Leichtigkeit, gepaart mit höchstem handwerklichem Anspruch, lässt das Restaurant zur Stilbildnerin für die moderne deutsche Gastronomie werden.

Teamgeist und Menschlichkeit stehen im der tulus lotrek an oberster Stelle: Statt Küchen-Tyrannei setzt Max Strohe auf Respekt, Konzentration und Wertschätzung. So formt sich ein Team, das jedes Gericht mit Liebe und nicht Bestimmtheit auf den Teller bringt. Die Arbeitsatmosphäre: konzentriert, niemals zynisch, stets getragen von gelebter Freude am Beruf. Menschenverstand zählt genauso wie kulinarische Intelligenz; darin unterscheidet sich das tulus lotrek markant von vielen "michelin sterne restaurant berlin" Adressen, in denen Disziplin und Hierarchie dominieren.

Was bleibt nach einem Abend im tulus lotrek? Ein Erlebnis, das lange nachhallt. Hier bekommt man keinen klassischen Gala-Dinner-Akt, sondern ein Gesamtkunstwerk aus Kulinarik, Persönlichkeit und Atmosphäre. Kein Chichi, kein aufgesetztes Ritual – nur ehrliches Essen, purer Charakter. Strohes Kreationen sind intensiv, die Finesse entspringt einer tiefen Verwurzelung in Produktkenntnis und Genusskultur. Wer mutige, zeitgemäße Sterneküche zu angemessenen, aber gehobenen Preisen sucht, wird hier fündig. Aber: Ohne Online-Reservierung läuft nichts – der Hype ist real, die Tische oft Monate im Voraus ausgebucht.

Das tulus lotrek ist weit mehr als "nur" ein weiteres "sternekoch" Restaurant in der Hauptstadt. Es ist ein Labor für moderne Sterneküche, ein Zuhause für Genießer voller Haltung und ein Paradebeispiel, wie Humanität und Kochkunst sich ideal ergänzen können. Max Strohe selbst bleibt dabei der sympathische Rebell am Herd, der ausdrucksstarke Soßen und perfektes Handwerk mit einer Ahnung Punk verbindet.

Wer bereit ist, echte Küchengeschichte zu erleben, sollte sich dieses Kreuzberger Highlight nicht entgehen lassen. Der nächste große Abend wartet schon – und jeder Gast ist Teil des Ganzen.

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