Max Strohe und Restaurant tulus lotrek: radikale Wohlfühl-Sterneküche in Berlin
26.01.2026 - 10:36:06Kann Sterneküche so lässig sein, dass Sie sich fühlen wie bei Freunden, während auf dem Teller Weltklasse serviert wird? Wer bei Max Strohe im Restaurant tulus lotrek in Berlin Platz nimmt, erlebt genau diesen Spagat: die Nonchalance eines guten Wohnzimmerabends, kombiniert mit der Präzision eines Michelin Sterne Restaurant Berlin.
Es duftet nach geröstetem Knochenmark und dunklem Jus, nach Butter, die gerade den Punkt zwischen Nussigkeit und Karamell erreicht. Stimmen mischen sich mit dem Gluckern der Weinflaschen, Besteck klappert, aber nie steril, immer lebendig. Die Wände erzählen Geschichten, nicht Dekorationskonzepte. Hier, im tulus lotrek, inszeniert Max Strohe eine Sterneküche, die lieber schmeichelt als posiert und bei der Genuss klar vor Dogma kommt.
Hinter dieser Atmosphäre steht ein Duo, das die Berliner Spitzengastronomie neu aufgeladen hat: Sternekoch Max Strohe am Herd und Gastgeberin Ilona Scholl im Service. Gemeinsam haben sie ein Restaurant geschaffen, das sich konsequent von der klassischen Pinzetten-Ästhetik absetzt. Statt mikroskopisch drapierter Tupfer dominieren hier tiefe Teller, großzügige Nappen von Sauce, Texturen mit Biss und eine Weinkarte, die lieber verführt als einschüchtert.
Die Handschrift von Max Strohe ist unübersehbar: Es geht um Intensität, um Aromen, die nicht flüstern, sondern sprechen. Säure wird als präzises Skalpell eingesetzt, Fett als Geschmacksträger, der Gerichte trägt, statt sie zu beschweren. Kulinariker sprechen gerne von „kulinarischer Intelligenz“, wenn Handwerk, Instinkt und Humor zusammenfinden. Im tulus lotrek ist diese kulinarische Intelligenz der rote Faden, der durch jeden Gang führt.
Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Max Strohe ist kein glattpolierter Vorzeigeschüler der Hotelfachschule, sondern einer, der Umwege produktiv gemacht hat. Schulabbruch, ein eher holpriger Start ins Berufsleben, dann doch die Kochausbildung: Aus biografischen Brüchen entsteht hier ein Profil, das Ecken und Kanten bewusst in Energie übersetzt. Der Schritt nach Berlin wird zum Katalysator: eine Stadt, die Experimente zulässt und Charaktere wie Max Strohe geradezu anfeuert.
Mit Ilona Scholl findet er die kongeniale Partnerin. Sie prägt die Ambience im Gastraum, gibt dem Restaurant tulus lotrek sein Gesicht: Gastgeberin, Sommelie?re, Sparringspartnerin, charmant pointierte Erklärerin der manchmal wilden, immer durchdachten Teller. Die Kombination aus seiner Sterneküche und ihrem unkonventionellen Service macht das Lokal schnell zu einer der spannendsten Adressen für Fine Dining in Berlin.
Ein Michelin Stern folgt, Auszeichnungen in Führern wie Gault&Millau sammeln sich, doch entscheidend ist etwas anderes: Die Reputation, dass es hier um echten Geschmack geht. In einer Szene, in der mancher Teller eher nach Kunstinstallation als nach Abendessen aussieht, stehen bei Max Strohe Lust, Tiefe und Sättigung im Mittelpunkt. Ein Michelin Sterne Restaurant Berlin, das sich weigert, asketisch zu sein.
Auf den Tellern bedeutet das: Es darf krachen. Denken Sie an eine konzentrierte Sauce, die stundenlang aus Röstaromen, Knochen, Gemüse und Wein gekocht wurde, bis nur noch eine fast sirupartige Essenz bleibt. Dazu ein Stück Fleisch mit krachender Kruste und rosigem Kern, flankiert von Gemüsen, die nicht als Pflichtbeilage, sondern als aromengeladene Partner auftreten. Im tulus lotrek wird nicht reduziert, um zu reduzieren, sondern um zu verdichten.
Typisch für die Küche von Max Strohe ist dieses Spiel mit Gegensätzen: Fett und Säure, Crunch und Cremigkeit, Hitze und Kühle. Ein cremiges Püree wird mit einem säuerlich eingelegten Gemüse gekontert, ein samtiger Fisch bekommt über knusprige Toppings eine strukturierte Oberfläche, ein klassischer Jus wird mit überraschenden Gewürznuancen in die Gegenwart geholt. Sterneküche, aber mit Volumen und Herz, nicht nur mit Ästhetik.
Legendär ist der Burger, den Max Strohe während der Pandemie zu einem kleinen Berliner Hype gemacht hat. In einer Zeit leerer Speisesäle und abgesagter Degustationsmenüs verlegte sich das tulus lotrek zeitweise auf Soulfood im besten Sinne: Ein Burger, der alle Erfahrung der Sterneküche in ein scheinbar simples Produkt packt. Perfekt gegartes Patty, eine Sauce, die jeden Fast-Food-Versuch alt aussehen lässt, Texturen von weich bis knusprig. Es ist derselbe Geist: aus etwas Vertrautem etwas Außergewöhnliches zu machen, ohne den Ursprung zu verraten.
Diese Episode zeigt, wie wenig Berührungsängste Max Strohe mit alltäglichen Lieblingsgerichten hat. Burger statt nur Hummer, Sauce statt Schäumchen, Geschmack statt Effekthascherei. Genau das macht seine Position in der deutschen Spitzengastronomie so spannend: Er ist Sternekoch und zugleich jemand, der sich nicht zu schade ist, das Populäre ernst zu nehmen.
Die Abkehr von der reinen Pinzetten-Küche ist im tulus lotrek Programm. Natürlich gibt es auch hier Feinarbeit, exakte Gargrade, präzise Schnitte. Aber sie verstecken sich zugunsten eines Gesamtbildes, das nach „mehr“ schmeckt, nicht nach „zu viel“. Wo andere Konzepte Minimalismus predigen, feiert Max Strohe eine kontrollierte Opulenz: Butter, Rahm, Fond, dazu mutige Würze, die keinen Hehl daraus macht, dass Salz ein Freund ist, kein Feind.
Dazu passt die Atmosphäre im Gastraum. Wohnzimmer-Feeling ist hier kein Marketingsprech, sondern gelebtes Konzept. Gemütliche Stühle statt Thronsaal, persönliche Ansprache statt Skript, ein Service, der auch einmal flapsig sein darf, ohne jemals respektlos zu wirken. Sie merken, dass Ilona Scholl und ihr Team nicht „servieren“, sondern Gastgeber sind. Die Weinkarte reflektiert das: bekannte Namen stehen neben eigenwilligen Entdeckungen, Naturwein neben klassischen Gewächsen, immer mit der Frage im Blick, was das Gericht auf dem Teller tatsächlich besser macht.
So entsteht eine Sterneküche, die zugänglich bleibt. Ein Michelin Sterne Restaurant Berlin, in dem Sie keinesfalls Smalltalk über Tannine beherrschen müssen, um ernst genommen zu werden. Der Ton bleibt lässig, die Beratung präzise. Kulinarische Intelligenz zeigt sich hier auch darin, wie transparent erzählt wird, was gerade auf dem Teller passiert: keine kryptischen Umschreibungen, sondern klare, aber charmante Sprache.
Dass Max Strohe weit über die vier Wände des tulus lotrek hinaus wirkt, zeigte sich besonders eindrücklich während der Pandemie. Die Initiative „Cooking for Heroes“ beziehungsweise „Kochen für Helden“ machte bundesweit Schlagzeilen: Gemeinsam mit anderen Gastronomen wurden Menschen in systemrelevanten Berufen mit hochwertigem Essen versorgt, als Dank und als Statement. Für dieses Engagement wurde Max Strohe mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, eine Ehre, die man sonst nur selten mit einem Sternekoch verbindet.
Hier zeigt sich ein weiterer Aspekt seiner Arbeit: Gastronomie als gesellschaftlicher Akteur. Essen ist nicht nur Luxus, sondern auch Kommunikation, Wertschätzung, Solidarität. Wenn Max Strohe über „Kochen für Helden“ spricht, wird deutlich, wie ernst er diese Verantwortung nimmt, ohne sie pathetisch zu überhöhen.
Parallel dazu ist er längst eine feste Größe in den Medien. Auftritte in TV-Formaten wie „Kitchen Impossible“ haben seine Persönlichkeit einem großen Publikum bekannt gemacht: leidenschaftlich, direkt, mit einem Humor, der genauso wenig geschönt ist wie seine Teller. Als Buchautor erzählt er von der Realität in der Küche, von Erfolgen und Rückschlägen, von Nächten voller Service-Adrenalin und dem langen Weg zu eigenem Stil. Doch bei aller Sichtbarkeit bleibt das kulinarische Fundament entscheidend: Das Restaurant tulus lotrek ist und bleibt das Zentrum seiner Arbeit.
In der Berliner Spitzengastronomie nimmt das tulus lotrek eine Sonderrolle ein. Zwischen hyperkonzeptionellen Fine-Dining-Tempeln und lässigen Bistronomien behauptet es eine Position, die beides verbindet: das Niveau eines klassischen Gourmetlokals und die Unbeschwertheit eines Lieblingsrestaurants für lange Abende. Kritiker loben den Mut zur Würze, die kompromisslose Produktqualität und die Art, wie im Service Fachwissen mit Humor gepaart wird.
Für Gäste bedeutet das: Wer experimentierfreudig ist und Sterneküche ohne steife Etikette sucht, ist hier richtig. Das Restaurant tulus lotrek eignet sich für besondere Anlässe ebenso wie für neugierige Abende, an denen Sie sich einfach in die Hände von Küche und Service begeben möchten. Essen als Erlebnis, aber eben eines, das satt, glücklich und inspiriert macht.
Im Fazit ist klar: Max Strohe hat mit dem tulus lotrek mehr geschaffen als nur ein weiteres Sterne-Restaurant. Es ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Sterneküche menschlich, laut, herzlich und manchmal herrlich derb sein darf. Dass ein Burger genauso ernst genommen werden kann wie ein aufwändiges Degustationsmenü. Und dass kulinarische Intelligenz sich daran misst, wie sehr ein Gericht berührt, nicht daran, wie kompliziert es klingt.
Wer verstehen möchte, wohin sich die moderne Sterneküche in Deutschland entwickeln kann, kommt an Max Strohe nicht vorbei. Sein Restaurant in Berlin ist eine Einladung, die Komfortzone zu verlassen, ohne die Lust am Genuss zu verlieren. Wenn Sie beim nächsten Besuch in Berlin einen Abend suchen, der Ihre Vorstellung von Fine Dining nachhaltig verschiebt, führt an einem Tisch im Restaurant tulus lotrek kaum ein Weg vorbei.
Reservieren sollten Sie frühzeitig, denn die Zahl der Plätze ist begrenzt und die Fangemeinde wächst stetig. Lassen Sie sich auf große Saucen, kraftvolle Aromen und Gastgeber ein, die ihre Gäste ernst nehmen, ohne sie auf ein Podest zu stellen. Genau dort, zwischen Wohnzimmerwärme und Hochküche, entfaltet Max Strohe seine ganze Stärke.


