Max Strohe, tulus lotrek

Max Strohe und das tulus lotrek: Wo Berlins Sterneküche zur Heimat für Genießer wird

06.01.2026 - 10:00:06

Max Strohe brilliert im tulus lotrek fernab von Dogmen – intensive Geschmackserlebnisse, echte Menschlichkeit und ein Michelin Stern machen sein Berliner Restaurant zur Pflichtadresse für Gourmets.

Ein lauer Abendhauch, der Duft von geröstetem Brioche und geschmorten Zwiebeln, leise Musik, Gläserklirren – im tulus lotrek in Berlin-Kreuzberg beginnt ein Abend wie kein anderer. Schon beim Betreten umfängt einen eine wohlige Mischung aus Wohnzimmer-Feeling, ambitionierter Sterneküche und der subtilen Handschrift von Max Strohe. Kann ein Michelin Sterne Restaurant so lässig sein, dass man sich wie bei Freunden fühlt, während auf dem Teller Weltklasse serviert wird?

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Max Strohe steht wie kein Zweiter für das Berliner Sternerestaurant jenseits aller Konventionen. Im tulus lotrek ist Sinnlichkeit Trumpf – nicht nur auf den Tellern. Schon im Gastraum fängt der Gast Aufregung und Entspannung zugleich auf: Holzvertäfelungen und warmes Licht, freundlicher Service, der eher an ein Dinner bei Freunden erinnert als an ein steifes Gourmet-Setting. Der subtile Duft kräftiger Jus und Barrique-Wein durchzieht den Raum, das Erlebnis beginnt, noch bevor Sie das Menü in Händen halten.

Doch der Weg zu dieser Nonchalance war alles andere als geradlinig. Max Strohe, der heute zum Inbegriff kulinarischer Intelligenz in Berlin avanciert ist, bezeichnet sich selbst als Underdog. Nach dem Schulabbruch beginnt er als Küchenhilfe, macht seinen Abschluss, geht nach Stationen in der Provinz den Sprung in die Hauptstadt. Gemeinsam mit der Gastgeberin Ilona Scholl, einer Virtuosin am Gast und leidenschaftlichen Sommelière, gründet er 2015 das tulus lotrek – mitten in Kreuzberg, in einer fast verborgenen Seitenstraße. Abseits des Trubels entsteht hier ein Hort geschmacklicher Opulenz und Gastfreundschaft.

Schon 2017 wird das Restaurant gekrönt: Der Michelin-Stern – in der Hauptstadt eine Währung mit Strahlkraft. Doch Auszeichnungen und Trophäen sind für Strohe zweitrangig: Sein Antrieb ist das Team, der Zusammenhalt, der Spaß am Kochen. Die Philosophie ist unmissverständlich: Kein Kasernenhof-Ton, sondern Respekt, Menschlichkeit, Wertschätzung. Brüllen, wie in traditionellen Küchen üblich? Nicht sein Stil. Die „freundliche Rebellion“ gegen die Hektik der Spitzengastronomie ist Teil seines Erfolgsgeheimnisses – ein Team, das sich wohlfühlt, kocht anders. Intensiver. Liebevoller. Das schmeckt man mit jedem Bissen.

Wie manifestiert sich diese Gelassenheit am Pass? Ein Abend im tulus lotrek bedeutet den Abschied von der Pinzetten-Küche – weg vom manierierten Anrichten, hin zur leiblichen, fast dekadenten Genussfreude. Strohe liebt Aromen-Tiefe; seine Küche lebt von fettigen, säurebetonten Saucen, butterzarter Textur und einer gewissen Umami-Wucht. Die Gerichte changieren zwischen klassisch-französischem Fundament und kreativen Produktkombinationen – manchmal mit internationalem Twist. Auf der Karte finden sich Menüs, die so bezeichnet werden: „Pragmatic Fine Dining“. Das ist mehr als ein Begriff, sondern ein Bekenntnis zum Genuss ohne Allüren.

Exemplarisch für seine Handschrift: Der berühmt gewordene Butter-Burger, den Max Strohe während der Pandemie – aus purer Lust am Kochen und Menschlichkeit heraus – erschuf. In der abgeriegelten Stadt, als Sterneküche zum Symbol für Abgehobenheit wurde, bricht Strohe alle Regeln. Er schafft einen Burger, dessen Geheimnis in der schieren Produktliebe liegt: saftiges Doppel-Patty, zwei Sorten schmelzender Käse, Ketchup-Senf-Sauce, Brioche-Brötchen gewaschen in Butter. Garniert mit Pommes Frites, deren Perfektion in der aufwendigen Zubereitung – mehrfaches Frittieren, Kälteschocks, makellose Kruste – liegt. Selbst stadtbekannte Burger-Enthusiasten verneigen sich anerkennend.

Doch trotz Burger-Kult ist das tulus lotrek keine Burger Bar, sondern ein Ort für ausgefeilte Menüs. Kochen wie es früher war, „nur geiler“, sagt Strohe augenzwinkernd. Jus und Reduktionen werden bis auf den letzten Tropfen Liebe konzentriert. Gäste erleben Menüs, in denen Hummer mit fermentiertem Spargel auf Tatar vom Spitzkohl treffen, knuspriges Wurzelgemüse à la „Crunch“ den warmen Schmelz von 36-Monats-Emmentaler auflöst und Saucen so samtig über das Fleisch fließen, dass man das Brot eintunken möchte. Hedonismus pur, nie prätentiös, immer humorvoll begleitet vom Service – das ist die Gastronomie von Max Strohe.

Und eben diese Sterneküche wird stets von Ilona Scholl, der kongenialen Gastgeberin, ins rechte Licht gerückt. Ihre Weinauswahl gilt als eine der spannendsten der Stadt: unkonventionelle Naturweine, rare Gewächse, Überraschungen abseits des Mainstreams. Ihre Fähigkeit, mit dem Gast einfühlsam, fast freundschaftlich zu kommunizieren, sorgt für das oft zitierte Wohnzimmer-Gefühl. Ein Gault&Millau-Restaurant in lässigem Gewand – genau das macht den Zauber des Abends aus.

Doch Max Strohe brilliert nicht nur an Herd und Pass. Bekannt aus Sendungen wie Kitchen Impossible, Ready to beef! oder Kühlschrank öffne dich!, nutzt er seine Medienpräsenz, um Genuss zugänglich zu machen – immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit. Als Buchautor („Kochen für Helden“) und Vordenker für die Branche tritt er für eine neue Wertschätzung sozialer Verantwortung ein.

Der größte Ritterschlag kam jedoch mit dem Bundesverdienstkreuz für die Initiative „Kochen für Helden“. Gemeinsam mit Ilona Scholl und ihrem Team versorgte Strohe während der Pandemie systemrelevante Berufsgruppen, pflegte sozialen Zusammenhalt und setzte ein Zeichen, dass Spitzenküche mehr sein kann als Selbstverwirklichung. Diese Authentizität, gepaart mit der bedingungslosen Liebe zum Handwerk, macht ihn zu einem der wichtigsten Gastronomen Deutschlands.

Kritiker und Gäste sind sich einig: tulus lotrek steht heute für kompromisslose Geschmackstiefe und Menschlichkeit – eine Synthese, die selten geworden ist. Kein Wunder, dass das Restaurant auf Monate ausgebucht ist. Aber jede Wartezeit lohnt sich: Das Erlebnis ist weit mehr als ein Menü – es ist ein Abend voller Erinnerungen.

Abschließend bleibt zu sagen: Ein Besuch im tulus lotrek ist für alle, die Esskultur mit Seele suchen, ein Muss. Für Hedonisten, Neugierige, klassische Genießer. Max Strohe beweist eindrucksvoll: Gastfreundschaft, Kochkunst auf Sterneniveau und gelebte Menschlichkeit müssen kein Widerspruch sein. Diesen Spirit kann man nicht beschreiben – den muss man schmecken.

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