Mastercard Inc., US57636Q1040

Mastercard Inc.-Aktie (US57636Q1040): Truist senkt Kursziel nach Rallye, Wachstumsstory bleibt im Fokus

15.05.2026 - 12:38:27 | ad-hoc-news.de

Die US-Bank Truist hat ihr Kursziel für die Mastercard-Aktie nach der jüngsten Kursrallye gesenkt, das positive Rating aber bestätigt. Was bedeutet das für die aktuelle Bewertung des Zahlungsriesen und wie ordnen sich die jüngsten Quartalszahlen und die unveränderte Wachstumsprognose ein?

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Die Mastercard Inc.-Aktie steht nach einer frischen Analystenreaktion erneut im Fokus institutioneller und privater Anleger. Die US-Bank Truist hat am 14.05.2026 ihr Kursziel für die Aktie von 590 auf 561 US-Dollar reduziert, das Rating buy jedoch bestätigt, wie Aktiencheck berichtet, während die Aktie auf der NYSE bei 492,05 US-Dollar notierte und damit rund 1,5 Prozent verlor, laut Ad-hoc-news Stand 14.05.2026.

Stand: 15.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Mastercard Inc.
  • Sektor/Branche: Zahlungsdienstleister, Finanztechnologie
  • Sitz/Land: Purchase, New York, USA
  • Kernmärkte: Globaler Kartenzahlungsverkehr mit Fokus auf Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik
  • Wichtige Umsatztreiber: Transaktionsgebühren, Interbankenentgelte, Serviceleistungen im Zahlungsverkehr, datengetriebene Mehrwertdienste
  • Heimatbörse/Handelsplatz: NYSE (Ticker MA)
  • Handelswährung: US-Dollar (USD)

Mastercard Inc.: Kerngeschäftsmodell

Mastercard Inc. gehört zu den weltweit führenden Zahlungsdienstleistern und betreibt ein globales Netzwerk, das Zahlungen zwischen Banken, Händlern und Karteninhabern ermöglicht. Das Unternehmen stellt keine Kredite direkt an Endkunden bereit, sondern agiert als Technologieplattform, die Transaktionen abwickelt und autorisiert. Dieses sogenannte Vier-Parteien-Modell mit Herausgeberbanken, Händlerbanken, Händlern und Karteninhabern bildet das Rückgrat des Geschäfts, wie die Unternehmensdarstellung erläutert, laut Mastercard Stand 10.05.2026.

Die Erlöse von Mastercard stammen überwiegend aus Gebühren auf Basis des Transaktionsvolumens sowie aus festen Entgelten, die an das Netzwerk angeschlossene Finanzinstitute für die Teilnahme entrichten. Hinzu kommen wachsende Einnahmen aus Zusatzdiensten wie Betrugsprävention, Datenanalytik und Loyality-Programmen, die für Banken und Händler Mehrwert generieren. Durch die Bündelung dieser Dienstleistungen versucht Mastercard, sich als umfassender Partner im digitalen Zahlungsökosystem zu positionieren.

Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells ist die Skalierbarkeit der Infrastruktur. Da die Kosten für den Betrieb des globalen Netzwerks im Verhältnis zum steigenden Transaktionsvolumen nur begrenzt zunehmen, kann eine Ausweitung des Zahlungsvolumens die Margen stützen. Die zunehmende Verlagerung von Bar- auf Kartenzahlungen sowie das Wachstum im E-Commerce gelten als langfristige Treiber, auf die Mastercard seine Strategie ausrichtet, wie aus Investorenpräsentationen zu früheren Quartalen hervorgeht, laut Mastercard Investor Relations Stand 30.04.2026.

Mastercard erzielt einen Großteil seiner Umsätze in Form von sogenannten Gross-Dollar-Volume-Fees, die an das über das Netzwerk laufende Zahlungsvolumen gekoppelt sind. Daneben fallen Gebühren pro Transaktion sowie servicebezogene Erlöse an, etwa für Beratung oder technische Integration. Diese Diversifizierung soll das Unternehmen unabhängiger von einzelnen Kundengruppen machen und gleichzeitig neue Wachstumskanäle erschließen. Zudem ist das Geschäftsmodell kapitalarm, da die Hauptinvestitionen in Technologie, Netzwerkinfrastruktur und Sicherheitssysteme fließen.

Im Gegensatz zu klassischen Banken trägt Mastercard keine Kreditrisiken aus nicht bedienten Kartenforderungen von Endkunden, da diese Forderungen üblicherweise bei den kartenausgebenden Banken liegen. Damit unterscheidet sich das Geschäftsmodell deutlich von Instituten, die Kartenkredite bilanzieren. Für Anleger bedeutet dies, dass Ertragsentwicklung und Risiken stärker vom Zahlungsvolumen, dem Wettbewerb in der Branche und der regulatorischen Umgebung beeinflusst werden als von Kreditausfällen im Endkundengeschäft.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Mastercard Inc.

Zu den wichtigsten Umsatztreibern von Mastercard zählen Debit- und Kreditkartentransaktionen im stationären Handel und im E-Commerce. Insbesondere das grenzüberschreitende Geschäft, also Zahlungen über Landesgrenzen hinweg, trägt überproportional zu Erlösen und Margen bei, da hierfür höhere Gebühren anfallen. Nach früheren Berichten des Unternehmens war dieses Segment in der Vergangenheit ein Wachstumsmotor, insbesondere nach der Erholung des internationalen Reiseverkehrs, wie aus dem Geschäftsbericht 2023 hervorgeht, der am 29.01.2024 veröffentlicht wurde, laut Mastercard Investor Relations Stand 15.03.2024.

Ein weiterer Treiber sind sogenannte Value-Added Services, zu denen Betrugserkennung, Tokenisierungslösungen, Cybersecurity-Angebote und Beratungsleistungen gehören. Diese Dienste basieren stark auf der Auswertung großer Datenmengen aus dem Zahlungsverkehr und werden von Banken und Händlern zunehmend nachgefragt, um Risiken zu senken und Kundenerfahrungen zu verbessern. Mastercard baut diesen Bereich durch organisches Wachstum und gezielte Zukäufe aus, um sich technologisch zu differenzieren.

In den vergangenen Jahren hat Mastercard verstärkt auf digitale Geldbörsen, kontaktloses Bezahlen und Lösungen für Embedded Finance gesetzt. Die Integration seiner Technologien in Apps, Online-Plattformen und Händlerlösungen soll dazu beitragen, dass das Netzwerk auch bei neuen Zahlungsformen eine zentrale Rolle spielt. Kooperationen mit Fintech-Unternehmen und Big-Tech-Konzernen sind Teil dieser Strategie, um in neuen Ökosystemen präsent zu sein und zusätzliche Transaktionsvolumina zu erschließen.

Auch das Firmenkundengeschäft gewinnt an Bedeutung. Geschäftskarten, Lösungen für Reisekostenmanagement, virtuelle Karten für Online-Einkäufe von Unternehmen und Plattformen zur Ausgabensteuerung bieten wiederkehrende Einnahmen. Durch die Digitalisierung von Beschaffungs- und Abrechnungsprozessen versuchen Unternehmen, Effizienzgewinne zu erzielen, wovon Mastercard über seine Geschäftspartner profitiert. Besonders internationale Konzerne, die weltweit Zahlungen abwickeln müssen, stellen Zielkunden für diese Lösungen dar.

Für den deutschen Markt ist relevant, dass Mastercard mit seinen Kartensystemen bei vielen Banken und Sparkassen vertreten ist, die deutsche Verbraucher und Unternehmen bedienen. Über Kooperationen mit großen Handelsketten und E-Commerce-Unternehmen fließt ein erheblicher Teil des in Deutschland bargeldlos abgewickelten Konsums über Mastercard-Netzwerke. Damit ist das Unternehmen direkt von Entwicklungen im Konsumklima, im Tourismus und im Online-Handel im deutschsprachigen Raum betroffen.

Aktueller Analysten-Trigger: Truist reduziert Kursziel, bestätigt Rating

Der jüngste Nachrichtenanlass für die Mastercard Inc.-Aktie stammt von der US-Investmentbank Truist, die ihre Einschätzung am 14.05.2026 aktualisiert hat. Das Kursziel wurde von zuvor 590 US-Dollar auf 561 US-Dollar gesenkt, während das Rating buy unverändert blieb, wie Aktiencheck unter Verweis auf die neue Studie berichtet, laut Ad-hoc-news Stand 14.05.2026. Damit signalisiert die Bank trotz vorsichtigerer Bewertung weiterhin Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Truist begründete die Anpassung laut Berichten damit, dass die Aktie nach einer starken Kursentwicklung der vergangenen Monate ambitioniert bewertet sei und das Chance-Risiko-Verhältnis ausgeglichener wirke. Gleichzeitig sehe die Bank die langfristige Wachstumsstory des Zahlungsdienstleisters weiterhin intakt. Die Bestätigung des positiven Ratings deutet darauf hin, dass die Analysten die fundamentale Positionierung von Mastercard im globalen Zahlungsverkehr weiterhin positiv einschätzen, auch wenn das kurzfristige Kurspotenzial aus ihrer Sicht etwas geringer ausfällt.

Aus markttechnischer Sicht ist hervorzuheben, dass die Aktie am 14.05.2026 an der NYSE bei 492,05 US-Dollar schloss und rund 1,5 Prozent verlor, wie Kursdaten auf Ad-hoc-news wiedergegeben werden, laut Ad-hoc-news Stand 14.05.2026. Damit liegt der Kurs unter dem neuen Truist-Ziel von 561 US-Dollar, was nach Einschätzung der Bank noch ein gewisses Bewertungsdelta nach oben offen lässt. Wie andere Marktteilnehmer diese Einschätzung einordnen, spiegelt sich im weiteren Handelsverlauf in den kommenden Wochen wider.

Für deutsche Anleger ist die Analysteneinschätzung auch vor dem Hintergrund relevant, dass Mastercard häufig über Xetra, Tradegate oder andere europäische Handelsplätze in Euro gehandelt wird, obwohl die Primärnotiz in New York und in US-Dollar erfolgt. Änderungen von Kurszielen und Ratings großer US-Häuser können daher nicht nur den Dollar-Kurs beeinflussen, sondern auch die Stimmung in Europa, wo viele Fonds ihre Entscheidungen an US-Research orientieren.

Jüngste Quartalszahlen: Q1 2026 mit übertroffenem Gewinn und bestätigter Prognose

Ein weiterer wichtiger Nachrichtenstrang für die Mastercard Inc.-Aktie betrifft die jüngsten Quartalszahlen. Das Unternehmen hat für das erste Quartal 2026 Zahlen vorgelegt, bei denen der bereinigte Gewinn je Aktie über den Konsensschätzungen lag und die Umsatzentwicklung solide ausfiel, wie eine englischsprachige Übersicht zu den Q1-2026-Ergebnissen berichtet, die Ende April 2026 veröffentlicht wurde, laut Ad-hoc-news Stand 02.05.2026. In diesem Zuge hat Mastercard seine Gesamtjahres-Wachstumsprognose bestätigt.

Den Angaben zufolge konnte Mastercard im ersten Quartal 2026 erneut von einem steigenden Zahlungsvolumen profitieren, insbesondere im internationalen Geschäft. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag über den Marktprognosen, was auf eine Kombination aus höherem Transaktionsvolumen, stabilen Margen und effizientem Kostenmanagement zurückgeführt wird. Zwar werden in der Zusammenfassung keine exakten Zahlen genannt, dennoch verdeutlicht sie, dass das Unternehmen seine Rolle als profitabler Wachstumswert untermauern konnte.

Die Bestätigung der Jahresprognose ist ein weiterer Baustein im Vertrauensbild der Investoren. Mastercard hatte zuvor Wachstumsziele für Umsatz und Ergebnis im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich kommuniziert, die von einer anhaltenden Verlagerung zu elektronischen Zahlungen und einer soliden Konsumdynamik ausgehen, wie aus Managementaussagen im Rahmen früherer Konferenzschaltungen hervorging, laut Mastercard Investor Relations Stand 30.04.2026. Die Q1-Zahlen zeigen, dass das Unternehmen auf Kurs liegt, diese Vorgaben zu erreichen.

Für Anleger ist insbesondere das Zusammenspiel der Q1-Ergebnisse mit der Truist-Einschätzung interessant. Während die Fundamentaldaten laut der jüngsten Zahlenvorlage robust erscheinen, führt die vorangegangene Kursrallye dazu, dass einzelne Analysten ihre Kursziele anpassen. Dies illustriert, wie stark Bewertungsniveaus bei Wachstumswerten schwanken können, selbst wenn die operative Entwicklung intakt bleibt. Die Kombination aus übertroffenen Quartalszahlen und leicht reduzierten Kurszielen signalisiert, dass die Erwartungshaltung des Marktes bereits hoch war.

Zudem zeigen Konsensschätzungen, dass Analysten auf Sicht mehrerer Jahre mit weiter steigenden Gewinnen und Umsätzen rechnen. So erwarten laut einem Überblick von finanzen.net im Durchschnitt 30 Analysten für ein kommendes Quartal einen Gewinn je Aktie von 4,24 US-Dollar, während 36 Analysten für ein jüngst abgeschlossenes Fiskaljahr einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 32,76 Milliarden US-Dollar prognostizieren, wie eine Auswertung zu Mastercards Bilanztermin berichtet, die im Januar 2026 publiziert wurde, laut finanzen.net Stand 20.01.2026.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit als strategische Bausteine

Über die kurzfristige Zahlenlage hinaus investiert Mastercard in strategische Themen wie Digitalisierung, Datendienste und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen betont in verschiedenen Veröffentlichungen, dass der Übergang zu einer digitalisierten Wirtschaft neue Anforderungen an Zahlungsinfrastrukturen stellt. Dazu gehören unter anderem sichere Online-Checkout-Lösungen, Tokenisierung zur Absicherung sensibler Kartendaten und flexible Schnittstellen für Fintech-Partner, wie aus einem Beitrag zur Rolle von Technologie bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen hervorgeht, der im Mai 2026 erschienen ist, laut Finanznachrichten.de Stand 05.05.2026.

Im Bereich Nachhaltigkeit arbeitet Mastercard daran, Banken, Unternehmen und Verbraucher mit Daten und Tools zu unterstützen, um den CO2-Fußabdruck von Konsumentscheidungen besser nachvollziehen zu können. Dazu zählen Programme, bei denen Transaktionen mit Informationen zu Emissionen verknüpft werden, sowie Anreize für nachhaltige Ausgaben. Diese Initiativen verfolgen das Ziel, neue Geschäftsfelder zu erschließen und gleichzeitig auf die steigende Bedeutung von ESG-Kriterien bei Investoren zu reagieren.

Darüber hinaus engagiert sich Mastercard in der finanziellen Inklusion, etwa durch Produkte, die Menschen ohne traditionellen Bankzugang an das elektronische Zahlungssystem anbinden sollen. In Schwellenländern und strukturschwachen Regionen ist der Bedarf an sicheren und günstigen Zahlungsoptionen hoch. Durch Partnerschaften mit lokalen Banken, Mobilfunkanbietern und Regierungen versucht das Unternehmen, neue Nutzergruppen zu gewinnen, was langfristig das Transaktionsvolumen erhöhen könnte.

Für Anleger spielen solche strategischen Initiativen eine doppelte Rolle. Einerseits können sie neue Erlösquellen erschließen und die Abhängigkeit vom klassischen Kartengeschäft reduzieren. Andererseits erhöhen sie die Komplexität des Geschäftsmodells und erfordern kontinuierliche Investitionen in Technologie, Compliance und Partnerschaften. Die Kapitalmarktkommunikation von Mastercard versucht, diese Balance darzustellen und den Investoren zu vermitteln, wie kurzfristige Profitabilität und langfristiges Wachstum ausbalanciert werden.

Wettbewerbsumfeld und Branchentrends im Zahlungsverkehr

Mastercard agiert in einem intensiv umkämpften Markt für Zahlungsdienstleistungen. Klassische Wettbewerber sind insbesondere andere globale Kartennetzwerke wie Visa, regionale Anbieter und einzelne Bankengruppen, die eigene Kartensysteme betreiben. Daneben drängen Fintech-Unternehmen und große Technologiekonzerne mit Wallets, Buy-now-pay-later-Angeboten und alternativen Bezahllösungen in den Markt. Dieser Wettbewerb kann auf Gebührenstrukturen, Margen und die Verhandlungsmacht gegenüber Banken und Händlern wirken.

Gleichzeitig wächst der Gesamtmarkt für elektronische Zahlungen. Laut verschiedenen Branchenstudien, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden, steigt der Anteil bargeldloser Transaktionen am globalen Zahlungsverkehr stetig, besonders in Schwellenländern und im Online-Handel. Dieser strukturelle Trend kommt etablierten Netzwerken wie Mastercard zugute, da auch bei wachsendem Konkurrenzdruck die absolute Menge an Zahlungen zunimmt. Entscheidend ist, ob es dem Unternehmen gelingt, im digitalen Umfeld ausreichend Marktanteile und Relevanz zu sichern.

Branchenspezifische Risiken ergeben sich aus Regulierungsmaßnahmen. In mehreren Regionen wurden Interbankenentgelte und Kartengebühren durch Behörden begrenzt, was potenziell die Margen der Netzwerke belasten kann. Zudem stehen Datenschutzvorgaben und Anforderungen an Cybersecurity im Fokus der Aufseher. Mastercard muss daher kontinuierlich in Sicherheitstechnologie, Compliance und Transparenz investieren, um regulatorischen Vorgaben zu genügen und das Vertrauen von Konsumenten und Partnern zu erhalten.

Für europäische und insbesondere deutsche Anleger ist zudem die Entwicklung von Instant-Payment-Systemen und digitalen Zentralbankwährungen von Bedeutung. Sollten sich alternative Infrastrukturen für Echtzeitzahlungen oder digitale Zentralbankgelder im Massengeschäft etablieren, könnte dies langfristig den Wettbewerb im Zahlungsverkehr verändern. Mastercard versucht, sich an solchen Initiativen zu beteiligen und kompatible Lösungen anzubieten, um auch in einem sich wandelnden Umfeld eine Rolle zu spielen.

Relevanz von Mastercard Inc. für deutsche Anleger

Für Anleger in Deutschland ist die Mastercard Inc.-Aktie aus mehreren Gründen relevant. Zum einen ist das Unternehmen Bestandteil vieler internationalen Indizes und globaler Aktienfonds, sodass deutsche Sparer über Fondsprodukte oft indirekt investiert sind. Zum anderen ist Mastercard im Alltag vieler Verbraucher präsent, etwa über Kredit- und Debitkarten, die von deutschen Banken ausgegeben werden. Die Entwicklung des Unternehmens spiegelt damit auch Veränderungen im Konsum- und Zahlungsverhalten im Inland wider.

Darüber hinaus wird die Aktie an europäischen Handelsplätzen wie Xetra, Tradegate und anderen Plattformen in Euro gehandelt, obwohl die Hauptnotiz an der NYSE in US-Dollar liegt. Dadurch ist die Wertentwicklung aus Sicht deutscher Anleger von Wechselkursbewegungen zwischen Euro und US-Dollar beeinflusst. Eine starke Abwertung des Euro kann die in Euro gemessene Kursperformance verbessern, während eine Aufwertung gegenteilig wirkt. Dieser Währungseffekt ist bei der Betrachtung der historischen Renditen und der Volatilität zu berücksichtigen.

Die starke Stellung von Mastercard im Bereich digitaler und kontaktloser Zahlungen macht die Aktie für Anleger interessant, die Trends wie E-Commerce, mobile Payments und die Digitalisierung des Finanzsektors im Portfolio abbilden wollen. Gleichzeitig ist das Engagement im Zahlungssektor mit spezifischen Risiken verbunden, etwa regulatorischen Eingriffen, technologischen Umbrüchen und möglicher Disruption durch neue Marktteilnehmer. Für deutsche Anleger wird daher oft diskutiert, wie groß der Anteil solcher Wachstumswerte im Depot sein soll.

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Risiken und offene Fragen rund um die Mastercard Inc.-Aktie

Obwohl Mastercard auf ein robustes Geschäftsmodell und langfristige Wachstumstreiber verweist, bleiben verschiedene Risiken und offene Fragen. Ein wesentliches Thema ist die Bewertung der Aktie nach starken Kursanstiegen. Die Kurszielsenkung durch Truist deutet darauf hin, dass manche Analysten das aktuelle Bewertungsniveau als ambitioniert ansehen, selbst wenn die operativen Kennzahlen überzeugen. Für Investoren stellt sich die Frage, wie viel zukünftiges Wachstum bereits im Kurs eingepreist ist.

Ein weiterer Risikofaktor ist der zunehmende Wettbewerb durch alternative Bezahllösungen und neue Marktteilnehmer. Wenn Verbraucher vermehrt auf Wallets, Sofortüberweisungen oder neue digitale Währungen ausweichen, könnte dies die Verhandlungsmacht klassischer Kartennetzwerke beeinträchtigen. Mastercard versucht, durch Kooperationen und eigene Lösungen gegenzusteuern, doch bleibt unklar, wie sich die Marktanteile langfristig entwickeln werden. Auch mögliche Gebührenregulierungen in Europa, den USA und anderen Regionen stellen einen Unsicherheitsfaktor dar.

Zudem sind geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Abschwünge und Wechselkursschwankungen Risiken für ein global agierendes Unternehmen. Ein Rückgang des internationalen Reiseverkehrs oder des grenzüberschreitenden Handels kann sich negativ auf besonders margenstarke Umsätze auswirken. Für Anleger ist daher relevant, in welchem Maß das Geschäftsmodell gegenüber konjunkturellen Schwankungen resilient bleibt und wie flexibel das Management auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren kann.

Fazit

Die Mastercard Inc.-Aktie steht aktuell an einem interessanten Schnittpunkt aus soliden Fundamentaldaten und einer teilweise diskutierten Bewertung. Mit der Kurszielsenkung von 590 auf 561 US-Dollar bei gleichzeitig bestätigtem buy-Rating liefert die US-Bank Truist ein Signal, dass die langfristige Wachstumsstory intakt gesehen wird, auch wenn die vorherige Kursrallye Spielraum nach oben verringert haben könnte. Die jüngsten Q1-2026-Zahlen mit übertroffenem bereinigtem Gewinn je Aktie und bestätigter Jahresprognose unterstreichen die operative Stärke des globalen Zahlungsdienstleisters.

Für deutsche Anleger bleibt Mastercard ein zentraler Spiegel des Trends zur bargeldlosen und digitalen Zahlung, der auch hierzulande den Alltag von Verbrauchern und Unternehmen prägt. Gleichzeitig ist die Aktie sensibel für regulatorische Entscheidungen, technologische Umbrüche und konjunkturelle Schwankungen, insbesondere im internationalen Reise- und Handelsgeschäft. Wie sich die Balance zwischen Wachstumsfantasie, Bewertung und branchenspezifischen Risiken entwickelt, dürfte maßgeblich bestimmen, wie die Aktie in den kommenden Quartalen an der NYSE und an europäischen Handelsplätzen wahrgenommen wird.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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