Master Drilling, ZAE000191573

Master Drilling Group Ltd-Aktie (ZAE000191573): Wie der südafrikanische Bohrspezialist mit seinem Auftragspolster durch den Rohstoffzyklus steuert

15.05.2026 - 19:41:04 | ad-hoc-news.de

Der Spezialbohrer Master Drilling Group Ltd meldete zuletzt robuste Ergebnisse mit vollem Auftragsbuch, während Minenkunden weiter in Effizienz investieren. Was hinter dem Geschäftsmodell steckt und worauf Anleger bei der Aktie achten sollten.

Master Drilling, ZAE000191573
Master Drilling, ZAE000191573

Master Drilling Group Ltd ist ein südafrikanischer Spezialist für Bohrdienstleistungen im Bergbau und richtet sich mit seinem Angebot vor allem an internationale Rohstoffkonzerne. Das Unternehmen kombiniert mechanisierte Bohrtechnologien mit langfristigen Serviceverträgen und will so durch volatile Rohstoffzyklen hindurch stabile Cashflows erzielen. Für Anleger ist besonders interessant, wie sich Auftragsbestand, Margen und geografische Diversifikation entwickeln.

Nach jüngsten Unternehmensangaben konnte Master Drilling für das Geschäftsjahr 2023 einen höheren Umsatz und eine verbesserte Profitabilität erzielen, gestützt durch eine solide Nachfrage in Lateinamerika und Afrika. Der vollständige Geschäftsbericht wurde im März 2024 veröffentlicht, wie aus den Unterlagen auf der Investor-Relations-Seite hervorgeht, die auf der Unternehmenswebsite verfügbar sind, laut Master Drilling Stand 27.03.2024. Diese Zahlen zeigen, dass die Gruppe in einem Umfeld schwankender Rohstoffpreise operative Stabilität anstrebt.

Stand: 15.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Master Drilling Group
  • Sektor/Branche: Bergbau-Dienstleistungen, Bohrtechnik
  • Sitz/Land: Fochville, Südafrika
  • Kernmärkte: Afrika, Lateinamerika, Europa, Asien
  • Wichtige Umsatztreiber: mechanisierte Bohrprojekte im Untertagebau, Raiseboring, Explorationsbohrungen, langfristige Serviceverträge mit Minengesellschaften
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Johannesburg Stock Exchange (Ticker: MDI)
  • Handelswährung: Südafrikanischer Rand

Master Drilling Group Ltd: Kerngeschäftsmodell

Das Kerngeschäft von Master Drilling Group Ltd besteht in spezialisierten Bohrdienstleistungen für den globalen Bergbau, hauptsächlich im Untertagebereich. Das Unternehmen entwickelt, betreibt und wartet mechanisierte Bohrsysteme, mit denen vertikale und geneigte Schächte sowie Entlüftungs- und Versorgungsbohrungen hergestellt werden. Kunden sind vor allem große und mittelgroße Minenbetreiber, die Kupfer, Gold, Platin, Eisenerz oder andere Industriemetalle fördern.

Master Drilling fokussiert sich auf sogenannte Raiseboring- und Downreaming-Verfahren, bei denen mit großen Bohrköpfen vertikale oder leicht geneigte Schächte von unten nach oben oder umgekehrt erstellt werden. Diese Verfahren gelten vielerorts als effizienter und sicherer als konventionelle Spreng- und Schachtbauverfahren, da sie den Einsatz von Sprengstoff reduzieren und die Arbeit im Gestein stärker mechanisieren. Dadurch lassen sich laut Unternehmensangaben Bauzeiten verkürzen und Personalkosten besser steuern.

Ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells ist die Kombination aus eigener Technologieentwicklung und langjährigen Einsatzteams. Master Drilling investiert regelmäßig in den Ausbau seines Fuhrparks an Bohranlagen und die Weiterentwicklung der Steuerungs- und Überwachungssysteme. Parallel dazu beschäftigt die Gruppe spezialisierte Ingenieure und Techniker, die die Anlagen über die gesamte Projektlaufzeit hinweg betreuen. Diese Kombination soll die technische Verfügbarkeit der Maschinen erhöhen und Ausfallzeiten begrenzen.

Darüber hinaus setzt Master Drilling auf projektbasierte Verträge, die entweder als reine Dienstleistungsvereinbarungen oder in Form von hybrid strukturierten Lösungen mit leistungsabhängigen Komponenten ausgestaltet sind. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Teil der Vergütung an die tatsächlich gebohrten Meter oder die erreichten Projektmeilensteine gekoppelt wird. Damit verschiebt das Unternehmen einen Teil des technischen Risikos auf sich selbst, profitiert im Gegenzug aber bei reibungslosem Projektverlauf von höheren Margen.

Ein weiterer Baustein des Modells ist die internationale Aufstellung. Master Drilling betreibt Projekte in verschiedenen Regionen, darunter Südafrika, andere afrikanische Länder, Süd- und Mittelamerika sowie ausgewählte Standorte in Europa und Asien. Dadurch will die Gruppe länderspezifische Risiken wie regulatorische Änderungen, Stromversorgungsprobleme oder Streiks abfedern. Gleichzeitig ist das Unternehmen aber von der globalen Dynamik im Rohstoffsektor abhängig, denn Investitionsentscheidungen der Minenkonzerne hängen stark von Metallpreisen und langfristigen Nachfrageerwartungen ab.

Die Organisation von Master Drilling ist im Wesentlichen nach Regionen und Leistungssegmenten gegliedert. Regionale Einheiten verantworten Vertrieb, Projektabwicklung und lokale Beziehungen zu Kunden und Behörden. Zentral gesteuerte Funktionen wie Forschung und Entwicklung, Flottenmanagement, Finanzen und Risikoüberwachung ergänzen die Struktur. Dieses Setup soll es ermöglichen, Projekte in entlegenen Minenregionen zu betreuen, ohne auf Effizienzvorteile zentraler Beschaffung und technischer Standards verzichten zu müssen.

Ein wesentliches Charakteristikum des Geschäftsmodells ist der hohe Kapitalbedarf zu Beginn, insbesondere für die Anschaffung, den Umbau und die Wartung der Spezialbohranlagen. Demgegenüber stehen laufende Einnahmen aus langfristigen Verträgen und ein oft über mehrere Jahre reichender Auftragsbestand. Für Investoren bedeutet dies, dass Kennzahlen wie der freie Cashflow, die Investitionsquote und das Verhältnis von Auftragsbuch zu Jahresumsatz wichtige Indikatoren für die Beurteilung der finanziellen Stabilität darstellen.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Master Drilling Group Ltd

Die wichtigsten Umsatztreiber von Master Drilling Group Ltd sind die Anzahl und Größe der Bohrprojekte, die Auslastung der Maschinenflotte und die erzielbaren Tagessätze bzw. Meterpreise. Ein großer Teil des Geschäfts entfällt auf Raiseboring-Projekte, bei denen vertikale Schächte für Personen, Material, Belüftung oder Fördersysteme hergestellt werden. Je mehr Schächte eine Mine benötigt und je anspruchsvoller die geologischen Bedingungen sind, desto höher können die Projektvolumina ausfallen.

Parallel dazu bieten Downreaming- und Horizontalbohrungen zusätzliche Umsatzquellen, etwa für Infrastrukturprojekte im Untertagebau oder für Spezialanwendungen im Bereich der Versorgungsleitungen. In einigen Fällen werden bestehende Schächte erweitert oder modernisiert, was zu wiederkehrenden Aufträgen bei bestehenden Kunden führen kann. Die technische Fähigkeit, komplexe Bohrprogramme in schwierigem Gestein abzuwickeln, ist hier ein Differenzierungsmerkmal, das über die Vergabe von Projekten mitentscheidet.

Geografisch zählen Lateinamerika und Afrika zu den bedeutenden Umsatzregionen, da dort wichtige Kupfer-, Gold- und Platinvorkommen liegen. In Ländern wie Chile, Peru oder Mexiko hat die Gruppe in den vergangenen Jahren ihre Präsenz ausgebaut, um von Investitionen in neue Minen und Erweiterungsprojekte zu profitieren, wie aus Unternehmensangaben im Geschäftsbericht 2023 hervorgeht, der im März 2024 veröffentlicht wurde, laut Master Drilling Stand 27.03.2024. Gleichzeitig bleibt Südafrika mit seinem Schwerpunkt auf Platinmetallen und Gold ein wichtiger Markt.

Zu den strukturellen Treibern gehören langfristige Trends wie die Elektrifizierung des Verkehrs, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Digitalisierung. Diese Entwicklungen erhöhen den Bedarf an Kupfer, Nickel, Lithium, Platinmetallen und anderen Rohstoffen. Für Master Drilling kann dies bedeuten, dass Minenkonzerne ihre Investitionsbudgets für Untertageerweiterungen und neue Schächte anheben, was wiederum die Nachfrage nach Bohrdienstleistungen stützt. In Phasen niedriger Metallpreise können Projekte zwar verschoben werden, doch bereits genehmigte Minenerweiterungen werden häufig mit zeitlicher Verzögerung dennoch umgesetzt.

Auf der Produktseite arbeitet Master Drilling daran, den Anteil mechanisierter und teils fernsteuerbarer Lösungen zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem modernisierte Bohranlagen mit verbesserten Steuerständen, Sensorik und Datenübertragung, mit deren Hilfe die Effizienz der Bohrprozesse gemessen und optimiert werden kann. Je stärker das Unternehmen Kunden messbare Produktivitätsgewinne und geringere Sicherheitsrisiken aufzeigen kann, desto eher lassen sich höherwertige Dienstleistungsverträge verhandeln.

Ein weiterer Umsatztreiber ist das Service- und Wartungsgeschäft. Die Bohranlagen müssen regelmäßig gewartet, Komponenten ausgetauscht und Software aktualisiert werden, um die Einsatzbereitschaft hochzuhalten. Diese Leistungen sind häufig integraler Bestandteil der Projektverträge und generieren relativ planbare Erlöse. In manchen Fällen bietet Master Drilling Kunden auch Schulungen oder Beratungsleistungen an, um die Zusammenarbeit im laufenden Betrieb zu optimieren.

Zusätzlich können Partnerschaften mit Minenbetreibern und gegebenenfalls mit anderen Dienstleistern neue Geschäftschancen eröffnen. Wenn Master Drilling etwa gemeinsam mit einem Ingenieurbüro ein komplettes Schachtprojekt plant und umsetzt, kann die Gruppe zusätzliche Wertschöpfungsschritte abdecken. Solche integrierten Lösungen erhöhen zwar die Komplexität, schaffen aber Differenzierung gegenüber Wettbewerbern, die nur Teilbereiche der Wertkette abdecken.

Offizielle Quelle

Für Informationen aus erster Hand zu Master Drilling Group Ltd lohnt sich der Besuch der offiziellen Unternehmenswebsite.

Zur offiziellen Website

Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die Bohr- und Bergbaudienstleistungsbranche ist eng mit der Entwicklung der weltweiten Rohstoffmärkte verknüpft. In Phasen steigender Metallpreise erhöhen Minengesellschaften ihre Investitionsbudgets und vergeben häufiger Aufträge für neue Schächte, Explorationsbohrungen und Erweiterungsprojekte. In Abschwungphasen werden hingegen Projekte gestreckt oder auf Eis gelegt. Master Drilling bewegt sich somit in einer Zyklusbranche, versucht aber über eine breite Diversifikation nach Rohstoffen und Regionen die Volatilität abzumildern.

Im Wettbewerb stehen internationale Anbieter von Bohr- und Schachtbauleistungen, darunter sowohl spezialisierte Bohrunternehmen als auch große Bergbaudienstleister mit breiterem Portfolio. Master Drilling positioniert sich insbesondere über technologische Fähigkeiten im Raiseboring, die Größe und Flexibilität des Maschinenparks sowie die Erfahrung in komplexen Untertageprojekten. Langjährige Beziehungen zu großen Minenbetreibern gelten als zusätzlicher Vorteil, da zufriedene Kunden häufig Folgeaufträge vergeben.

Ein struktureller Trend in der Branche ist die zunehmende Mechanisierung und Automatisierung der Abläufe. Minengesellschaften streben nach höheren Sicherheitsstandards und wollen zugleich ihre Kostenbasis verbessern. Mechanisierte Bohrverfahren, die den Personaleinsatz im unmittelbaren Gefahrenbereich reduzieren, entsprechen diesen Zielen. Master Drilling investiert daher in digitale Monitoring-Systeme, Telemetrie und teilweise fernbediente Anlagen, um Bohrprozesse effizienter und sicherer zu machen. Diese Entwicklung kann die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber erhöhen, da erhebliche Investitionen in Technologie und Know-how nötig sind.

Gleichzeitig rücken Nachhaltigkeitsanforderungen stärker in den Fokus. Kunden, Investoren und Aufsichtsbehörden achten zunehmend auf Emissionen, Energieverbrauch und Schutz von Umwelt und Anwohnern. Für ein Bohrunternehmen bedeutet dies, dass technische Lösungen gefragt sind, die etwa den Energiebedarf senken, Wasserverbrauch begrenzen oder Staub- und Lärmemissionen reduzieren. Master Drilling adressiert dieses Themenfeld nach eigenen Angaben durch Effizienzsteigerungen und technische Anpassungen, die im Rahmen der Unternehmensberichterstattung dargestellt werden.

Ein weiterer Faktor ist der zunehmende Bedarf an kritischen Rohstoffen für die Energiewende. Kupfer, Nickel, Kobalt und einige Platinmetalle werden in Elektrofahrzeugen, Stromnetzen und erneuerbaren Anlagen benötigt. Wenn neue Vorkommen erschlossen oder bestehende Minen ausgebaut werden, steigt der Bedarf an Untertageinfrastruktur. Master Drilling kann von dieser Entwicklung profitieren, sofern das Unternehmen in den jeweiligen Regionen präsent ist und die technischen Anforderungen der Projekte erfüllt. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und Ingenieure bleibt jedoch intensiv.

Die geopolitische Lage spielt ebenfalls eine Rolle. Minenprojekte in politisch sensiblen Regionen sind mit zusätzlichen Risiken verbunden, etwa durch Lizenzunsicherheit, Streiks oder infrastrukturelle Engpässe. Master Drilling versucht, diese Risiken durch Diversifikation und sorgfältige Projektprüfung zu managen. Für Anleger sind Kennzahlen zur regionalen Risikoverteilung und Hinweise zu Projektverzögerungen im Rahmen der Quartals- und Jahresberichte wichtige Informationsquellen.

Warum Master Drilling Group Ltd für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Anleger ist Master Drilling Group Ltd vor allem als international tätiger Dienstleister im Rohstoffsektor interessant. Obwohl das Unternehmen an der Börse in Johannesburg notiert, können die Aktien in der Regel auch über deutsche Handelsplätze und internationale Broker erworben werden, teilweise in Form von Zweitlistings oder im Freiverkehr. Damit steht Privatanlegern hierzulande ein spezialisierter Zugang zu Untertageinfrastrukturprojekten im Rohstoffbereich offen.

Der Rohstoffsektor spielt für die deutsche Industrie eine wichtige Rolle, da viele heimische Unternehmen von stabilen Lieferketten und ausreichender Versorgung mit Metallen abhängig sind. Master Drilling ist zwar kein Rohstoffproduzent, trägt aber indirekt zur Verfügbarkeit von Metallen bei, indem das Unternehmen Minenbetreibern hilft, Schächte auszubauen und Förderkapazitäten zu erhöhen. Investoren, die den gesamten Rohstoff- und Infrastrukturkomplex betrachten, können solche Dienstleister als Ergänzung zu klassischen Minenaktien einordnen.

Deutsche Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass Engagements in Schwellenländern und rohstoffnahen Dienstleistungssegmenten zusätzlichen Risiken unterliegen. Dazu zählen Währungsschwankungen, politische Unsicherheit und projektbezogene Verzögerungen. Gleichzeitig können sich Chancen ergeben, wenn Master Drilling von langfristigen Trends wie der Elektrifizierung, dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Bedarf an kritischen Metallen profitiert. In diesem Spannungsfeld zwischen Risiko und Wachstumspotenzial bewegt sich die Investmentstory des Unternehmens.

Hinzu kommt, dass die Aktie von Master Drilling im Vergleich zu großen, international breit bekannten Minenkonzernen relativ wenig im Fokus der deutschsprachigen Finanzpresse steht. Für risikobewusste Anleger, die bereit sind, sich intensiver mit Geschäftsberichten, Präsentationen und Branchenanalysen auseinanderzusetzen, kann dies sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung sein. Verfügbarkeit und Tiefe der Informationen müssen daher bei jeder Anlageentscheidung sorgfältig geprüft werden.

Welcher Anlegertyp könnte Master Drilling Group Ltd in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Master Drilling Group Ltd könnte für Anleger interessant sein, die gezielt nach Engagements im Rohstoffdienstleistungssektor suchen und bereit sind, zyklische Schwankungen zu akzeptieren. Der Fokus auf Untertageinfrastruktur, Raiseboring und mechanisierte Bohrverfahren spricht Investoren an, die auf spezialisierte Nischenanbieter setzen. Solche Anleger verfolgen häufig einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont und beobachten Rohstoffpreise, Investitionszyklen großer Minenbetreiber sowie regionale politischen Entwicklungen.

Weniger geeignet ist die Aktie typischerweise für sehr sicherheitsorientierte Anleger, die stark auf stabile Dividendenströme und geringe Kursschwankungen angewiesen sind. Zwar kann Master Drilling je nach Geschäftsgang Ausschüttungen vornehmen, doch die Erträge unterliegen dem Investitionsverhalten der Minenbranche. Projektverschiebungen, Währungsbewegungen und geopolitische Spannungen können die Finanzkennzahlen kurzfristig belasten und zu spürbaren Kursbewegungen führen.

Anleger, die Master Drilling in Betracht ziehen, sollten zudem die Liquidität der Aktie im jeweiligen Handelssegment prüfen, insbesondere wenn sie über deutsche Börsen oder außerbörsliche Plattformen investieren. In weniger liquiden Werten können Geld-Brief-Spannen größer sein, was Transaktionskosten erhöht. Wer diese Aspekte in Kauf nimmt und bereit ist, sich tiefgehender mit der Branche auseinanderzusetzen, kann die Aktie als Baustein in einem breiter diversifizierten Rohstoff- und Infrastrukturschwerpunkt im Portfolio berücksichtigen.

Risiken und offene Fragen

Zu den wesentlichen Risiken für Master Drilling Group Ltd zählen zyklische Schwankungen im Rohstoffsektor. Wenn Metallpreise über längere Zeiträume niedrig bleiben, reduzieren Minenbetreiber ihre Investitionsvolumina. Das kann dazu führen, dass Projekte verschoben oder abgespeckt werden, was die Auslastung der Bohrflotte und damit Umsatz und Marge beeinträchtigt. Die Unternehmensberichte weisen regelmäßig darauf hin, dass Investitionszyklen der Kunden ein zentraler Einflussfaktor sind.

Hinzu kommen politische und regulatorische Risiken in den Ländern, in denen Master Drilling aktiv ist. Änderungen in der Bergbaugesetzgebung, Steuererhöhungen, Stromversorgungsprobleme oder Arbeitskonflikte können dazu führen, dass Projekte ins Stocken geraten oder vorübergehend gestoppt werden. Das Unternehmen versucht, diese Risiken durch Diversifikation, vertragliche Absicherung und enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern zu steuern. Dennoch können einzelne Ereignisse temporäre Belastungen darstellen.

Ein weiterer Risikobereich betrifft die technologische Entwicklung. Sollte es Wettbewerbern gelingen, deutlich effizientere oder kostengünstigere Bohrtechnologien zu etablieren, könnte der Preisdruck steigen. Master Drilling investiert aus diesem Grund fortlaufend in Forschung und Entwicklung, um die eigene Technologie zu modernisieren. Die Frage, ob die Höhe der Investitionen und deren Fokussierung ausreichen, um die technologische Position langfristig zu sichern, bleibt für Investoren ein Prüfpunkt.

Finanzielle Risiken ergeben sich vor allem aus der kapitalintensiven Natur des Geschäfts. Die Anschaffung und Instandhaltung der Bohranlagen erfordert hohe Investitionen. Wichtig ist daher, wie sich Verschuldungsgrad, Zinsaufwand und Cashflow-Generierung entwickeln. In den im März 2024 veröffentlichten Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 legt das Management dar, wie sich Bilanz und Liquidität darstellen und welche Prioritäten bei Investitionen und Schuldenmanagement gesetzt werden, laut Master Drilling Stand 27.03.2024. Anleger sollten solche Angaben regelmäßig verfolgen.

Offene Fragen betreffen häufig die Entwicklung des Auftragsbestands, die Pipeline potenzieller Projekte und die mittelfristige Strategie in neuen Regionen oder Segmenten. Ob Master Drilling verstärkt in zusätzliche Dienstleistungen, etwa Ingenieur- oder Beratungsleistungen, expandiert oder sich auf die Kernkompetenz Bohrtechnik konzentriert, kann Auswirkungen auf Risikoprofil und Wachstumschancen haben. Auch die Fähigkeit, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten, ist angesichts des Fachkräftemangels in technischen Berufsbildern ein Thema mit Langfristcharakter.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für Anleger, die Master Drilling Group Ltd beobachten, sind vor allem die Veröffentlichungstermine von Jahres- und Halbjahresergebnissen sowie Zwischenberichten von Bedeutung. Der Geschäftsbericht 2023 wurde im März 2024 vorgelegt, wodurch sich ein ungefähres Muster für künftige Berichtszeiträume ergibt, wie aus den Finanzkalenderinformationen auf der Investor-Relations-Seite hervorgeht, laut Master Drilling Stand 27.03.2024. Künftige Publikationen zu Jahres- und Halbjahreszahlen dürften daher ebenfalls im ersten bzw. dritten Quartal eines Kalenderjahres liegen.

Über die regulären Berichte hinaus können größere Projektvergaben, der Eintritt in neue Länder oder Regionen sowie wesentliche Investitionsentscheidungen als Kurstreiber wirken. Meldet das Unternehmen den Abschluss langfristiger Verträge mit großen Minengesellschaften, kann dies Auftragsbestand und Visibilität der künftigen Einnahmen verbessern. Umgekehrt können Hinweise auf Projektverzögerungen, operative Probleme oder deutliche Kostensteigerungen für Druck auf die Aktie sorgen. Entsprechend lohnt sich für interessierte Anleger ein Blick in die Meldungen und Präsentationen rund um Capital-Markets-Updates und Konferenzauftritte, die in der Regel über den Investor-Relations-Bereich veröffentlicht werden.

Weiterlesen

Weitere News und Entwicklungen zur Aktie können über die verlinkten Übersichtsseiten erkundet werden.

Mehr News zu dieser AktieInvestor Relations

Fazit

Master Drilling Group Ltd ist ein spezialisierter Bohrdienstleister im globalen Bergbau, dessen Geschäftsmodell auf mechanisierten Untertageverfahren, langfristigen Verträgen und internationaler Diversifikation beruht. Die im März 2024 veröffentlichten Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 zeigen, dass das Unternehmen trotz eines anspruchsvollen Umfelds in wichtigen Regionen wie Afrika und Lateinamerika aktiv geblieben ist und seine technologische Position unterstreicht. Für deutsche Anleger bietet die Aktie einen fokussierten Zugang zum Infrastruktursegment des Rohstoffsektors, ist jedoch mit zyklischen, politischen und technologischen Risiken verbunden. Wie sich Auftragsbestand, Investitionstätigkeit und Margen in den kommenden Jahren entwickeln, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, in welche Richtung sich die Investmentstory von Master Drilling bewegt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

So schätzen die Börsenprofis Master Drilling Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Master Drilling Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ZAE000191573 | MASTER DRILLING | boerse | 69344377 | bgmi