Marvell: 55 Prozent in sieben Tagen nach Huang-Lob
05.06.2026 - 06:37:05 | boerse-global.de
Marvell Technology steht im Zentrum eines beispiellosen Börsenrauschs. Die Aktie schoss in nur sieben Tagen um über 55 Prozent nach oben. Auslöser ist ein prominenter Fürsprecher. Nvidia-Chef Jensen Huang adelt den Chipentwickler öffentlich.
Die Milliarden-Wette von Nvidia
Auf der Computex-Messe in Taipeh fand Jensen Huang klare Worte. Er bezeichnete Marvell als potenzielles nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen für KI-Infrastruktur. Diese verbale Auszeichnung kommt nicht aus dem Nichts. Kein Wunder. Bereits im März 2026 investierte Nvidia zwei Milliarden US-Dollar in Marvell.
Das Kapital floss über Wandelschuldverschreibungen. Analysten werten diesen Schritt als direkten Ritterschlag für künftige KI-Cluster.
Angriff auf den Daten-Flaschenhals
Passend zur Kursrallye präsentierte Marvell einen neuen optischen Prozessor. Der Chip beschleunigt die Kommunikation in KI-Rechenzentren massiv. Er tritt direkt gegen etablierte Mellanox-Architekturen an.
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Die Entwicklung stammt größtenteils aus israelischen Forschungszentren. Dort stockte Marvell das Personal zuletzt auf rund 500 Mitarbeiter auf. Die neue Hardware soll Engpässe bei großen KI-Modellen beseitigen.
Das Milliarden-Ziel im Visier
Die fundamentale Entwicklung stützt den Optimismus. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 28 Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Vierteljahr peilt das Management rund 2,7 Milliarden US-Dollar an.
Investoren fokussieren sich besonders auf kundenspezifische KI-Chips. Dieser Bereich soll bis zum Geschäftsjahr 2029 über zehn Milliarden US-Dollar einbringen. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 1,5 Milliarden US-Dollar.
Heißgelaufener Kurs
Am Markt spiegelt sich diese Fantasie in extremen Kennzahlen wider. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Papier um 257 Prozent. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 272,55 Euro.
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Technische Indikatoren mahnen zur Vorsicht. Ein RSI-Wert von fast 89 signalisiert eine massiv überkaufte Situation. Der Kurs notiert weit über dem 50-Tage-Durchschnitt von 139 Euro.
Eine annualisierte Volatilität von 108 Prozent unterstreicht die aktuelle Dynamik. Marktteilnehmer achten nun auf die technologische Aufholjagd. Marvell muss die Lücke zu Marktführer Broadcom bei High-End-Switches schließen. Nur dann lässt sich die hohe Bewertung rechtfertigen.
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