Manuel, Zeitregeln

Manuel Neuer fordert radikale Zeitregeln gegen Zeitspiel

14.02.2026 - 15:58:47

Manuel Neuer will dem Zeitspiel im Fuall den Kampf ansagen. Der Kapitän des FC Bayern München fordert strikte Zeitlimits für Standardsituationen wie Eckbälle und Abstöße. Sein Ziel: mehr reine Spielzeit und ein besseres Zuschauererlebnis.

Im Gespräch mit France Football legte der 39-jährige Torwart einen konkreten Plan vor. Ähnlich der geltenden Acht-Sekunden-Regel für Torhüter soll es ein Limit ? Neuer nennt etwa zehn Sekunden ? für die Ausführung von Ecken und Abstößen geben. Die vorgeschlagene Sanktion ist drastisch: Hält sich eine Mannschaft nicht daran, erhält der Gegner einen Eckball.

?Die Zuschauer bezahlen für effektive Spielzeit, nicht für taktisches Geplänkel?, begründet Neuer seinen Vorstoß. Lange Verzögerungen würden den Spielfluss massiv stören. Sein Vorschlag zielt direkt auf eine der beliebtesten Zeit-Schind-Taktiken ab: das langsame Gehen zur Eckfahne.

Auf dem Weg zur 60-Minuten-Nettospielzeit?

Neuers Idee fügt sich in eine breitere Debatte ein. Das International Football Association Board (IFAB), die Regelhüter des Fußballs, prüft bereits Maßnahmen für mehr Nettospielzeit. Diskutiert werden etwa Limits von 30 Sekunden für Einwürfe und Abstöße.

Die von Neuer geforderte direkte Sanktion durch Ballbesitzwechsel geht jedoch weiter. Sie würde Mannschaften, die in Führung liegen, ein wirksames Werkzeug zum Spielverwalten nehmen. Könnte dies der Schlüssel sein, um die oft geforderte Marke von 60 Minuten effektiver Spielzeit zu erreichen?

Praxistipp: Bälle auf Hütchen am Spielfeldrand

Neben der Regeländerung hat Neuer auch einen pragmatischen Vorschlag, um Verzögerungen sofort zu reduzieren. Er kritisiert Situationen, in denen Balljungen fehlen und das Spiel stockt.

Seine Lösung: Bälle auf Hütchen direkt neben Toren und Eckfahnen platzieren. So könnten Torhüter und Spieler sofort weitermachen, ohne auf einen zugeworfenen Ball zu warten. Ein simples ?Multi-Ball-System?, das Unterbrechungen minimieren würde.

Ein Torwart-Legende wird zum Vordenker

Manuel Neuer, der im März 40 wird, denkt zunehmend über die Zukunft des Sports nach. Unabhängig von seiner eigenen Karriereperspektive beim FC Bayern positioniert er sich als Vordenker, dem die Attraktivität des Fußballs am Herzen liegt.

Sein radikaler Vorstoß zeigt: Selbst die größten Stars des Sports sind frustriert über die ständigen Unterbrechungen. Ob die IFAB seinen konkreten Vorschlag aufgreift, ist offen. Doch der Druck, das Spiel flüssiger und dynamischer zu machen, wächst.

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