Malwarebytes, Betrugserkennung

Malwarebytes integriert Betrugserkennung direkt in ChatGPT

25.02.2026 - 08:09:58 | boerse-global.de

OpenAI integriert den Cybersicherheitsspezialisten Malwarebytes in ChatGPT, um Nutzern eine direkte KI-gestützte Prüfung verdächtiger Links und Nachrichten zu ermöglichen.

ChatGPT-Nutzer können ab sofort verdächtige Nachrichten und Links direkt im Chat von der KI auf Betrug prüfen lassen. Die Integration des Cybersicherheits-Spezialisten Malwarebytes markiert einen Wendepunkt im Kampf gegen immer raffiniertere Online-Betrügereien.

Die Funktion, die seit dieser Woche verfügbar ist, nutzt die jahrzehntelange Bedrohungsdatenbank von Malwarebytes. Nutzer fragen einfach: „Malwarebytes, ist das ein Betrug?“ und fügen den verdächtigen Text, Link oder eine Telefonnummer hinzu. Das System liefert dann eine sofortige, KI-gestützte Risikoanalyse. Damit reagiert die Branche auf eine alarmierende Entwicklung: Kriminelle nutzen zunehmend selbst KI, um täuschend echte Phishing-Mails und Betrugsversuche zu generieren, die für Laien kaum zu erkennen sind.

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KI gegen KI: Die neue Front im Cybersicherheits-Krieg

Die Integration, die für alle ChatGPT-Tarife inklusive der kostenlosen Version verfügbar ist, analysiert Inhalte auf mehreren Ebenen. Sie sucht nach typischen Phishing-Signalen, red flags beim Social Engineering und prüft Links auf bekannte Schadsoftware-Quellen. Selbst die Registrierungsdaten von Domains werden analysiert, um frisch erstellte Fake-Webseiten zu enttarnen.

Hintergrund ist ein globales Problem gigantischen Ausmaßes: Schätzungen zufolge verloren Verbraucher im vergangenen Jahr weltweit etwa 442 Milliarden Euro durch Online-Betrug. Die Partnerschaft zwischen Malwarebytes und OpenAI zielt darauf ab, diesen Trend zu durchbrechen, indem sie Expertenwissen demokratisiert. Der niedrigschwellige Zugang in einer bereits genutzten Plattform soll Nutzer dazu bringen, im Zweifelsfall kurz inne zu halten – bevor sie auf einen Link klicken oder sensible Daten preisgeben.

Einfache Bedienung, sofortiges Ergebnis

Die Nutzung ist bewusst simpel gehalten. Nutzer aktivieren die Integration in den ChatGPT-Einstellungen, ohne ein separates Malwarebytes-Konto anlegen zu müssen. Anschließend kann sie in jedem Chat aufgerufen werden. Das System gleicht die eingegebenen Inhalte mit der laufend aktualisierten Bedrohungsdatenbank ab, die weltweit Millionen Geräte schützt.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:
* Betrugs- und Phishing-Erkennung: Analysiert den Text von Nachrichten auf gängige Betrugsmuster.
* Link- und Domain-Prüfung: Bewertet URLs anhand bekannter schadhafter Seiten.
* Domain-Legitimitäts-Check: Prüft Registrierungsdaten, um frisch angelegte Fake-Webseiten zu identifizieren.
* Telefonnummern-Kontext: Warnt, wenn eine Nummer aus einer unerwarteten Region stammt – ein typisches Merkmal internationaler Betrugsoperationen.

Die Integration funktioniert zweiseitig: Nutzer können verdächtige Inhalte direkt über die ChatGPT-Oberfläche an Malwarebytes melden. Diese Meldungen fließen in die Bedrohungsdatenbank ein und verbessern so den Schutz für alle.

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Teil einer größeren KI-Strategie

Die ChatGPT-Integration ist nur ein Baustein einer umfassenderen Strategie von Malwarebytes. Bereits im Juni 2025 hatte das Unternehmen Scam Guard eingeführt, einen KI-Chat-Assistenten in seinen mobilen Security-Apps. Diese Funktion wurde am 17. Februar 2026 auch auf die Desktop-Versionen für Windows und Mac ausgeweitet.

Die Botschaft der Firmenführung ist klar: Wenn Kriminelle KI für ihre Angriffe nutzen, muss die Cybersicherheitsbranche mit eigenen KI-gestützten Abwehrmaßnahmen kontern. Indem Sicherheitsexpertise direkt in populäre Plattformen gebracht wird, soll Cybersicherheit weniger verwirrend und für die breite Öffentlichkeit zugänglicher werden. Ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen in KI als Schutzwerkzeug zu stärken – und nicht nur als Werkzeug für raffiniertere Angriffe.

Die Zukunft der persönlichen Sicherheit

Die Integration spezialisierter Sicherheitstools wie Malwarebytes in Allzweck-KI-Plattformen wie ChatGPT signalisiert einen grundlegenden Wandel. KI wird zunehmend Teil des digitalen Alltags – und damit wächst der Bedarf an sofortiger, kontextbezogener Sicherheitsberatung. Diese Zusammenarbeit könnte einen Präzedenzfall für künftige Partnerschaften zwischen KI-Entwicklern und Sicherheitsfirmen schaffen.

Der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern wird künftig entscheidend auf dem Feld der künstlichen Intelligenz ausgetragen. Initiativen wie „Malwarebytes in ChatGPT“ zeigen einen proaktiven Weg auf: Sie befähigen Nutzer, sich mit derselben fortschrittlichen Technologie zu schützen, die auch für die Erstellung von Bedrohungen genutzt wird.

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