Make.com-Ausfall offenbart Risiken der No-Code-Abhängigkeit
03.01.2026 - 19:31:12Ein massiver Ausfall der Automatisierungsplattform Make.com legt heute weltweit unzählige Workflows lahm. Zeitgleich demokratisieren südkoreanische Forscher den Zugang zu KI-Entwicklung. Diese gegensätzlichen Ereignisse markieren einen Wendepunkt für die persönliche Produktivität.
Fünf Stunden Stillstand für digitale Einzelkämpfer
Am frühen Morgen des 3. Januar meldeten Nutzer massive Störungen bei Make.com. Der über fünfstündige Ausfall traf Solopreneure und Freiberufler besonders hart – von simplen E-Mail-Sortierungen bis zu umsatzkritischen Prozessen stand plötzlich alles still.
Branchenbeobachter sehen darin ein strukturelles Problem. Viele Anwender bauen komplexe „Set-and-Forget“-Systeme ohne Redundanzen. Fällt eine zentrale Schnittstelle wie Make aus, bleibt für digitale Einzelkämpfer oft nur der leere Bildschirm. Die Abhängigkeit von einer einzigen SaaS-Lösung ohne Fallback entwickelt sich zum kritischen Risiko.
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Die Diskussion dreht sich nun um „architektonische Sicherheit“. Der Trend geht zu hybriden Modellen, bei denen kritische Workflows auf alternativen Plattformen wie n8n gespiegelt werden. Einfach zusammengeklickt reicht nicht mehr – Stabilität wird zum neuen Maßstab.
KI für alle: ETRI senkt die Entwicklungshürde
Parallel zum Make-Chaos sorgt Südkorea für positive Schlagzeilen. Das Forschungsinstitut ETRI veröffentlichte eine neue Suite von No-Code-Tools für maschinelles Lernen. Die Open-Source-Software namens „TANGO“ ermöglicht die visuelle Erstellung neuronaler Netzwerke.
Das Ziel: Fachleute aus Medizin oder Logistik sollen eigene KI-Modelle bauen können – ohne Programmierkenntnisse. Bisher war diese Domäne Data Scientists vorbehalten. Jetzt können Experten maßgeschneiderte Lösungen für ihren Arbeitsalltag entwickeln, etwa zur Defekterkennung in Produktionsdaten.
Die Botschaft ist klar: No-Code dringt in die Tiefen der Technologie vor. Es geht nicht mehr nur um App-Verknüpfungen, sondern um echte Deep-Tech-Anwendungen.
Die Schattenseite der 75-Prozent-Marke
Die Ereignisse treffen einen reifen Markt. Analystenprognosen bewahrheiten sich: Rund 75 Prozent neuer Unternehmensanwendungen entstehen heute mit Low- oder No-Code-Tools. Doch die massive Adoption hat ihren Preis.
Die Grenze zwischen Bastellösungen und unternehmenskritischer Software verschwimmt. Mitarbeiter schaffen eine Schatten-IT, die schwer zu kontrollieren ist. Der heutige Ausfall stellt die Skalierbarkeit dieser individuellen Systeme gnadenlos auf die Probe.
Der Fokus verschiebt sich von der Geschwindigkeit zur Wartbarkeit. Eine schnell geklickte Automatisierung nützt nichts, wenn sie beim ersten Problem zusammenbricht. Governance wird zum Schlüsselbegriff des Jahres 2026.
Vom Bastler zum Architekten: Die neue Lernkurve
Was bedeutet das für den Einzelnen? Die Lernkurve verändert sich grundlegend. Es reicht nicht mehr, Tools zu verbinden – jetzt geht es um stabile Systemarchitektur.
Die Parallele zum Cloud-Computing liegt nahe: Nach der ungestümen Adoption folgt die Phase der Konsolidierung. Nutzer müssen ihre digitalen Werkzeuge als kritische Infrastruktur begreifen, nicht als Spielzeug.
Hinzu kommt die Integration generativer KI. KI-Agenten erhöhen die Produktivität exponentiell, aber auch die Komplexität. Fällt die Plattform aus, wird der Agent „blind“ – mit unkalkulierbaren Folgen für die Arbeitsorganisation.
Der heutige Tag dient als Weckruf: Echte Produktivität funktioniert auch dann, wenn das Internet – oder ein einzelner Anbieter – einmal Schluckauf hat.
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