Mainz baut 348 neue Studentenwohnungen auf Lerchenberg
16.02.2026 - 06:30:12 | boerse-global.deDie Stadt Mainz schafft 348 neue, bezahlbare Wohneinheiten für Studierende und Auszubildende. Oberbürgermeister Nino Haase übergab kürzlich den Förderbescheid für das Großprojekt auf dem Lerchenberg. Es ist eine der größten Einzelmaßnahmen der letzten Jahre gegen die akute Wohnungsnot.
Für tausende junge Menschen in Mainz kommt diese Ankündigung wie ein Befreiungsschlag. Die Situation ist seit Jahren dramatisch: Ende 2025 standen mehr als 1.100 Studierende allein auf der Warteliste des Studierendenwerks. Auf dem privaten Markt treibt die Knappheit die Preise in die Höhe.
Ein Tropfen auf den heißen Stein?
Kleine Wohnungen unter 40 Quadratmetern kosten in Mainz derzeit bis zu 21 Euro pro Quadratmeter. Ein WG-Zimmer schlägt oft mit 400 bis 600 Euro zu Buche – die BAföG-Wohnpauschale von 360 Euro reicht da bei weitem nicht. Studierende berichten von Dutzenden erfolglosen Anfragen für eine einzige Bleibe.
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Das neue Projekt auf dem Lerchenberg soll hier gezielt gegensteuern. Die 348 Plätze sind speziell auf die Bedürfnisse von Studierenden und Auszubildenden zugeschnitten. Können sie den Druck auf dem Markt wirklich spürbar reduzieren?
Mainz als „Schwarmstadt“ unter Druck
Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hat ein strukturelles Problem: Als beliebter Hochschul- und Medienstandort zieht sie kontinuierlich junge Menschen an. Der Neubau kann mit dieser Nachfrage aber nicht mithalten. Eine Analyse von 2023 zeigte: In Mainz kommen statistisch nur sechs Wohnmöglichkeiten auf 100 Studierende. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 11,5.
Die Folge ist ein harter Verdrängungswettbewerb. Einkommensschwache Gruppen wie Studierende haben dabei das Nachsehen. Für viele wird der Nebenjob zur puren Notwendigkeit, um sich das Studium überhaupt noch leisten zu können.
Weitere Projekte in der Pipeline
Das Lerchenberg-Vorhaben steht nicht allein da. Die kommunale Wohnbau Mainz entwickelt neue Quartiere wie in der Großen Langgasse, deren erste Einheiten Anfang des Jahres bezugsfertig wurden. Auch wenn diese nicht exklusiv für Studierende sind, entlasten sie den Gesamtmarkt.
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt den Bau von Studierendenwohnheimen mit eigenen Programmen. Die Investitions- und Strukturbank (ISB) vergibt zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse. Diese Förderung soll die Lücke zwischen hohen Baukosten und sozialverträglichen Mieten schließen.
Wann kommt die Entspannung?
Experten sehen in subventioniertem, zweckgebundenem Wohnraum den effektivsten Hebel gegen die Krise. Das Lerchenberg-Projekt ist ein starkes Signal – doch bis zur Fertigstellung werden noch Jahre vergehen. Die langen Wartelisten werden also vorerst bleiben.
Für eine nachhaltige Lösung braucht es weiterhin die konsequente Zusammenarbeit von Stadt, Land und Studierendenwerk. Die 348 neuen Einheiten sind ein wichtiger Anfang. Ob sie Mainz langfristig als attraktiven Ort für junge Menschen sichern können, wird sich zeigen.
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