MagicLab, Chinesischer

MagicLab: Chinesischer Roboter-Pionier stürmt die CES

07.01.2026 - 22:33:12

Das Startup MagicLab präsentiert auf der CES 2026 humanoide und vierbeinige Roboter für Industrie und Service. Das Unternehmen meldet bereits erste Millionenbestellungen und setzt auf Schwarm-Intelligenz.

Chinas KI-Roboter-Startup MagicLab feiert auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas sein internationales Debüt. Mit einer ganzen Familie von humanoiden und vierbeinigen Robotern greift das junge Unternehmen den globalen Automatisierungsmarkt an.

Der Auftritt unterstreicht einen branchenweiten Trend: Humanoide Roboter verlassen die Forschungslabore und werden zu serienreifen Produkten. MagicLab präsentiert mit dem MagicBot Gen1 und MagicBot Z1 zwei humanoide Plattformen sowie die vierbeinige MagicDog-Serie. Im Fokus steht die Fähigkeit zur Schwarm-Kollaboration in komplexen Umgebungen.

MagicBot Gen1: Der Kollege für die Fabrikhalle

Das Herzstück der Ausstellung ist der MagicBot Gen1, ein großer Allzweck-Roboter für die Industrie. Mit 42 Freiheitsgraden und geschickten Händen soll er präzise Handgriffe übernehmen. Sein entscheidender Vorteil: die Fähigkeit zur Teamarbeit.

Auf der Messe demonstrierte MagicLab, wie mehrere Gen1-Einheiten gemeinsam Aufgaben koordinieren. Diese Schwarm-Intelligenz gilt als Schlüssel für den Einsatz in der Großproduktion. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Roboter bereits in einer Hausgerätefabrik im Einsatz ist und dort Material transportiert sowie montiert.

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Gesteuert wird dies durch die hauseigene „Atomic Myriad“-Software. Sie ermöglicht es den Robotern, lange Aufgabenketten zu verstehen und abzuarbeiten. Damit adressiert MagicLab eine der größten Hürden: dass mehrere Roboter nahtlos ohne menschliches Eingreifen zusammenarbeiten.

MagicBot Z1: Wendig, dynamisch, vielseitig

Für Agilität ist der kleinere MagicBot Z1 zuständig. Der 1,40 Meter große, zweibeinige Roboter wurde für Forschung, Bildung und Servicedienste entwickelt. Mit 50 biomimetischen Gelenken und einem Bewegungsspielraum von 320 Grad ist er erstaunlich beweglich.

Vorgeführt wurden spektakuläre Manöver wie das schnelle Aufstehen aus der Liegeposition. Dank multimodaler Sensorik und autonomer Navigation soll der Z1 auch in unstrukturierten Umgebungen zurechtkommen – ob in öffentlichen Gebäuden oder auf unwegsamem Gelände.

MagicDog: Vom Haustier bis zum Inspektor

Neben den humanoiden Modellen zielt MagicLab mit der MagicDog-Serie auf den Consumer- und Inspektionsmarkt. Die Standardversion soll mit „Kopf-Schwanz-Koordination“ ein lebensechter Heimgefährte werden. Die Performance-Variante MagicDog W kombiniert Räder und Beine, erreicht über 10 km/h und kann Treppen steigen.

Globaler Vorstoß mit Massenproduktion

Der aggressive Messeauftritt signalisiert den Aufstieg der chinesischen Robotikbranche. Das erst im Januar 2024 gegründete MagicLab hat sich rasch von der Entwicklung zur Serienfertigung vorgearbeitet. Das Unternehmen gab bekannt, seit Verkaufsstart im Mai 2025 bereits Absichtserklärungen im Wert von rund 65 Millionen Euro und feste Bestellungen über 17 Millionen Euro erhalten zu haben.

Die Strategie „Thousand-Scenario Co-Creation“ umfasst Partnerschaften mit über 100 Organisationen weltweit, um Anwendungen vom Automobilbau bis zur Pflege zu testen. Experten sehen einen Vorteil in der vollständigen Eigenentwicklung aller Schlüsselkomponenten – von Gelenken über Hände bis zur Steuerungssoftware. Das soll Kosten senken und die Integration erleichtern.

Die Frage für 2026 ist nicht mehr, ob humanoide Roboter in den Arbeitsalltag einziehen, sondern wie schnell sich die Industrie auf diese Kollegen aus Stahl und Silizium einstellen kann. Mit seiner CES-Premiere hat sich MagicLab in die erste Liga der Player katapultiert, die diese Transformation vorantreiben.

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