Magensäure-Blocker, Vitamin-B12-Mangel

Magensäure-Blocker können Vitamin-B12-Mangel und Gedächtnisprobleme verursachen

30.01.2026 - 16:54:12

Dauerhafte Nutzung von Protonenpumpenhemmern kann zu Vitamin-B12-Mangel führen, was neurologische Schäden und kognitive Einbußen begünstigt. Experten raten zu regelmäßigen Blutkontrollen.

Langfristige Nutzer von Magensäure-Blockern riskieren einen gefährlichen Vitamin-B12-Mangel. Das zeigt die aktuelle Studienlage. Die Folge können ernste neurologische Schäden sein – bis hin zu Gedächtnisstörungen.

Medikamente wie Omeprazol oder Pantoprazol, sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI), gehören zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln. Sie drosseln die Säureproduktion im Magen und lindern so Sodbrennen oder Reflux. Doch der dauerhafte Einsatz hat eine unterschätzte Nebenwirkung: Er kann die Aufnahme von lebenswichtigem Vitamin B12 blockieren.

So entsteht der heimtückische Mangel

Vitamin B12 aus der Nahrung ist an Proteine gebunden. Erst die Magensäure löst es heraus und macht es für den Körper verfügbar. Genau hier setzen die PPI an – mit einem fatalen Nebeneffekt für Daueranwender.

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  • Die gedrosselte Säureproduktion kann das Vitamin nicht mehr effizient freisetzen.
  • Über Monate und Jahre leeren sich die körpereigenen Speicher.
  • Das Risiko für einen Mangel steigt mit Dauer und Dosis der Einnahme.

Die Folgen für Gehirn und Nerven

Ein B12-Mangel schleicht sich oft lange unbemerkt an. Erste Warnzeichen wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche werden leicht übersehen. Im fortgeschrittenen Stadium wird es gefährlich für das Nervensystem.

Das Vitamin ist ein zentraler Baustein für die Myelinscheiden, die Schutzschicht der Nervenfasern. Fehlt es, kommt es zu Schäden. Die möglichen Folgen reichen von Gedächtnislücken und Verwirrtheit bis zu Gangunsicherheit und depressiven Verstimmungen.

Erhöhen PPI direkt das Demenzrisiko?

Hier scheiden sich in der Wissenschaft die Geister. Die Studienlage ist widersprüchlich. Einige große Beobachtungsstudien sehen einen Zusammenhang zwischen langfristiger PPI-Einnahme und einem erhöhten Demenzrisiko.

Andere Untersuchungen konnten diesen direkten Link nicht bestätigen. Unbestritten ist jedoch: Ein Vitamin-B12-Mangel selbst ist ein klarer Risikofaktor für kognitive Einbußen, die einer Demenz ähneln können. Der indirekte Weg über den Nährstoffmangel stellt also eine reale Gefahr dar.

Was bedeutet das für Patienten?

PPI sind für viele Menschen unverzichtbar. Ein eigenmächtiges Absetzen kann gefährlich sein. Die Lösung liegt in einer bewussten Begleittherapie.

Mediziner empfehlen bei notwendiger Langzeiteinnahme:
* Regelmäßige Kontrolle des Vitamin-B12-Spiegels im Blut.
* Kritische Überprüfung der Notwendigkeit und Dosis.
* Bei einem Mangel: einfachen Ausgleich durch Ergänzungsmittel oder Spritzen.

Die Botschaft ist klar: Aus dem „harmlosen Magenschutz“ muss ein bewusster Umgang mit einem hochwirksamen Medikament werden. Die Überwachung des Nährstoffhaushalts wird zum Schlüssel, um nicht nur den Magen, sondern auch das Gehirn zu schützen.

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