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Lynas Rare Earths Aktie: JS Link sichert Absatz

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 19:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lynas Rare Earths erzielt Rekordumsatz, kämpft aber mit Produktionsrückgang bei NdPr. Neue Partnerschaft in Südkorea soll Absatz sichern.

Lynas Rare Earths: Rekordumsatz trotz Produktionsproblemen
Nahaufnahme von glänzenden Seltenerdmineralien und Industrieerzen vor einem unscharfen industriellen Hintergrund Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Lynas Rare Earths schließt eine turbulente Woche mit gemischten Signalen ab. Während der Umsatz auf ein Rekordniveau kletterte, belasteten operative Probleme die Produktion wichtiger Metalle. Anleger reagierten nervös auf die Diskrepanz zwischen finanziellen Bestleistungen und technischen Hürden. Das Unternehmen forciert nun eine strategische Neuausrichtung.

Rekordzahlen treffen auf Anlagenstopp

Im Quartal bis Ende Juni erzielte Lynas mit 288,9 Millionen Australischen Dollar den höchsten Umsatz seit mehreren Jahren. Ein satter Zuwachs von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die starke Nachfrage nach Magnetmetallen außerhalb Chinas trieb die Preise.

Im Durchschnitt erlöste der Konzern 98,2 Dollar je Kilogramm seiner Produkte. Parallel dazu kämpfte die Belegschaft mit technischen Schwierigkeiten an den Standorten. Die Produktion von Neodym-Praseodym (NdPr) sank im Berichtszeitraum auf 1.857 Tonnen.

Damit verfehlte Lynas die Erwartungen der Analysten um 15 Prozent. Probleme bei der Wasseraufbereitung in Mount Weld und schwankende Erzqualitäten bremsten die Abläufe aus. Das Management arbeitet bereits an einer Stabilisierung der Prozesse.

Neue Märkte im Visier

Interim-CEO Pol Le Roux forciert derweil den Einstieg in das Segment der Schweren Seltenen Erden. Erste Bestellungen für Samariumoxid erwartet die Führungsebene noch im laufenden Quartal. Bis Anfang 2028 soll die Produktion von Gadolinium folgen.

Die Kosten für die neue Anlage in Malaysia steigen jedoch auf 294 Millionen Australische Dollar. Lynas begründet dies mit höheren technischen Anforderungen und teureren Ausrüstungen aus westlicher Produktion. Ein neuer Pakt mit dem südkoreanischen Hersteller JS Link sichert dazu den Absatz.

JS Link investiert 50 Millionen Australische Dollar in eine neue Fabrik für Permanentmagnete. Im Gegenzug fungiert Lynas bis mindestens 2038 als Exklusivlieferant. Dieser Schritt vertieft die Wertschöpfungskette und schafft eine feste Abnehmerbasis für künftige Produkte.

Finanzpolster für den Umbau

Trotz der jüngsten Kursverluste von knapp 23 Prozent innerhalb eines Monats bleibt die Bilanz stabil. Lynas verfügt über liquide Mittel in Höhe von 1,2 Milliarden Australischen Dollar. Dieses Kapital deckt die laufenden Investitionen in die Standorte Kalgoorlie und Mount Weld ab.

Bei einem Kurs von 8,80 Euro zeigt der Relative-Stärke-Index (RSI) mit 32,7 Punkten eine überverkaufte Situation an. Das Management muss nun beweisen, dass die Prozessoptimierungen in Mount Weld zeitnah greifen. Eine stabile Produktion der Kernprodukte ist die Voraussetzung, um den milliardenschweren Ausbau der Kapazitäten zu rechtfertigen.

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