Lynas Aktie: Rückenwind
22.02.2026 - 03:40:30 | boerse-global.deSeltene Erden sind plzlich wieder mehr als nur ein Nischenthema. Steigende Preise für wichtige Magnet-Metalle treffen auf strengere Exportregeln aus China ? und genau das verändert die Spielregeln für Produzenten außerhalb des Landes. Für Lynas rückt damit ein Termin in den Fokus: die nächsten Zahlen Ende Februar.
Am 20. Februar wurde berichtet, dass Neodym und Praseodym (NdPr) auf 123 US-Dollar je Kilogramm gestiegen sind. Im Juli 2025 lagen die Preise noch bei 63 US-Dollar. Das ist mehr als nur eine kosmetische Bewegung: NdPr ist ein Schlüsselrohstoff für Permanentmagnete, die etwa in E-Motoren und vielen Industrieanwendungen stecken.
Je höher dieses Preisniveau, desto attraktiver wird das Umfeld für Anbieter ? vorausgesetzt, sie können liefern und die Kosten im Griff behalten. Genau hier kommt Lynas als einer der großen Produzenten außerhalb Chinas ins Spiel.
China dreht an der Export-Schraube
Der Preissprung hängt laut dem Bericht auch mit einer angespannten Angebotslage zusammen. Eine Analyse von William Blair betonte zudem, dass China seine Exportkontrollen auf 12 Materialien ausgeweitet hat ? darunter auch schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium.
Der Hintergrund ist brisant, weil China laut der Research-Notiz große Teile der Wertschöpfung kontrolliert: 70% des globalen Abbaus, 90% der Separationskapazitäten und über 90% der Magnetproduktion. Wenn hier der Zugang enger wird, steigen außerhalb Chinas nicht nur die Preise, sondern auch das strategische Interesse an Alternativen.
Produktion steht ? Zahlen kommen diese Woche
In seinem Quartalsupdate im Januar meldete Lynas die Fertigstellung der Mt-Weld-Erweiterung. Die Produktion an Rare Earth Oxides lag bei 2.382 Tonnen, davon 1.404 Tonnen NdPr. Damit hat das Unternehmen frisches Material, um von einem festeren Preisumfeld zu profitieren.
Spannend wird, ob sich dieser Rückenwind bereits in den anstehenden Ergebnissen widerspiegelt: Die nächsten Finanzzahlen sollen am 26. Februar 2026 veröffentlicht werden. Es ist zugleich einer der letzten Berichte unter CEO Amanda Lacaze, die Mitte Januar ihren Ruhestand angekündigt hatte.
Beim Kurs blieb die Lage zuletzt eher ruhig: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 9,30 Euro, in den vergangenen 7 Tagen ging es um 2,02% nach unten. Entscheidend dürfte nun sein, welche Signale die Zahlen am 26. Februar zur operativen Entwicklung nach der Expansion und zum Nutzen des höheren NdPr-Preisniveaus liefern.
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