Lufthansa, Powerbanks

Lufthansa verbietet Powerbanks an Bord

15.01.2026 - 05:24:12

Die Lufthansa Group untersagt das Laden und Nutzen tragbarer Akkus auf allen Flügen. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken bezüglich Lithium-Ionen-Batterien. Passagiere müssen sich auf neue Mitführregeln einstellen.

Die Lufthansa Group schaltet alle tragbaren Akkus auf ihren Flügen ab. Ab sofort sind das Laden und die Nutzung von Powerbanks an Bord der gesamten Flotte untersagt – ein Sicherheitsvorschlag, der Wellen schlägt.

Frankfurt, 15. Januar 2026 – In einer weitreichenden Entscheidung hat der Lufthansa-Konzern die Nutzung von Powerbanks auf allen seinen Flügen verboten. Die neue Regelung gilt ab sofort für alle Airlines der Gruppe, darunter Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Eurowings und Edelweiss. Hintergrund sind wachsende Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus. Passagiere dürfen ihre Smartphones oder Tablets während des Fluges nicht mehr an externe Akkus anschließen. Auch das Aufladen der Powerbanks selbst über die Bordsteckdosen ist tabu. Damit folgt der deutsche Flagcarrier aktualisierten Empfehlungen internationaler Luftfahrtbehörden wie EASA und FAA.

Strengere Regeln für das Mitführen

Das Verbot betrifft nur die aktive Nutzung. Mitnehmen darf man die Geräte weiterhin, allerdings unter verschärften Auflagen. Jeder Passagier ist auf maximal zwei Powerbanks im Handgepäck beschränkt. Sie bleiben im aufgegebenen Gepäck streng verboten. Neu ist die Vorschrift zur Aufbewahrung: Die Akkus müssen während des Fluges griffbereit sein – also am Körper, in der Sitztasche oder im Gepäck unter dem Vordersitz. Sie dürfen nicht in den Überkopf-Fächern verstaut werden. Im Notfall soll die Crew so einen defekten Akku sofort erkennen und handeln können. Dieselben Regeln gelten auch für E-Zigaretten.

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Warum die Lithium-Ionen-Akkus zum Risiko werden

Der Grund für das Verbot liegt in der Chemie der Batterien. Lithium-Ionen-Akkus speichern enorme Energie auf kleinem Raum. Bei Beschädigung, Kurzschluss oder Produktionsfehlern können sie in einen Zustand des thermischen Durchgehens geraten. Dabei erhitzen sie sich unkontrolliert selbst und können Feuer fangen oder sogar explodieren. Die Gefahr ist zwar statistisch gering, in der druckbelasteten Umgebung einer Flugzeugkabine aber besonders folgenschwer. Durch das Verbot von Nutzung und Laden – beides Prozesse, die Wärme erzeugen – will die Airline potenzielle Auslöser minimieren. Erlaubt sind in der Regel Akkus bis zu einer Kapazität von 100 Wattstunden (Wh). Größere Exemplare (100-160 Wh) benötigen eine Genehmigung der Airline.

Ein globaler Trend erreicht Deutschland

Die Lufthansa Group ist einer der letzten großen Luftfahrtkonzerne, der diese strenge Regelung einführt. Sie folgt damit einem weltweiten Trend. Fluggesellschaften in Asien, wie Singapore Airlines, und in Australien haben die Nutzung von Powerbanks bereits eingeschränkt. In Indien hat die Luftfahrtbehörde DGCA kürzlich ein Nutzungsverbot für alle Inlandsflüge bekräftigt. Die Botschaft der Branche ist klar: Die Geräte sind zwar aus dem modernen Reisealltag nicht wegzudenken, ihre Sicherheit muss aber oberste Priorität haben.

Das müssen Passagiere jetzt beachten

Für Reisende bedeutet die neue Politik vor allem: vorausplanen. Alle elektronischen Geräte sollten vor der Abreise vollständig aufgeladen werden. Die USB-Ports und Steckdosen an Bord dürfen weiterhin zum direkten Laden von Smartphones oder Laptops genutzt werden – nur der Zwischenschritt über die Powerbank fällt weg. Passagiere sollten die Kapazität ihrer Akkus prüfen. Eine Ausnahme gilt nur für medizinisch notwendige Geräte, die nach Rücksprache mit der Airline weiterhin mit einer Powerbank betrieben werden dürfen. Die Luftfahrtindustrie passt ihre Sicherheitsprotokolle stetig an die Herausforderungen moderner Elektronik an. Dieses Verbot wird wohl nicht der letzte Schritt sein.

@ boerse-global.de