Lufthansa Aktie: Treibstoff-Alarm!
18.04.2026 - 07:26:30 | boerse-global.deAm Frankfurter Flughafen bleiben am Freitag hunderte Maschinen am Boden. Während die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit den Flugbetrieb lahmlegt, braut sich für Europas größte Airline bereits das nächste Problem zusammen. Ein globaler Kraftstoffschock bedroht die Kerosinversorgung an den europäischen Drehkreuzen.
Engpass trifft auf Streikkosten
Der Luftverkehrsverband BDL und die Internationale Energieagentur (IEA) schlagen Alarm. Wegen der geopolitischen Krise im Nahen Osten drohen in den kommenden sechs Wochen erste Engpässe bei der Kerosinversorgung. Ausfälle in der Region lassen sich durch US-Importe nur teilweise abfedern. Für den MDax-Konzern bedeutet das massiv steigende Beschaffungskosten für ungesicherte Treibstoffmengen. Schlimmstenfalls drohen sogar Einschränkungen in der Flugplanung aus reinem Kraftstoffmangel.
Kahlschlag am Drehkreuz
Parallel dazu eskaliert der laufende Arbeitskampf. Allein am Frankfurter Flughafen fielen am Freitag rund 650 Flugbewegungen aus. Das entspricht fast der Hälfte des geplanten Tagesprogramms. Betroffen sind das Kerngeschäft und Teile der Tochter Eurowings. Das Management reagiert auf den enormen Kostendruck mit harten Schnitten. Die treibstoffintensive Airbus-Flotte des Typs A340-600 wird beschleunigt stillgelegt, um die Effizienz zu steigern.
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Analysten ziehen die Reißleine
An der Börse hinterlässt diese Mischung aus Streiks und Kerosin-Sorgen deutliche Spuren. Die US-Bank JPMorgan kappte das Kursziel von 8,00 auf 7,50 Euro. Die Analysten zweifeln an der Margenentwicklung für das laufende Geschäftsjahr. Geplante Kapazitätsausweitungen stehen wegen der volatilen Treibstoffpreise auf der Kippe.
Die Papiere notierten am Freitagmittag bei knapp 7,64 Euro. Das Management versucht derzeit, mit strikten Einstellungsstopps und der Flottenbereinigung aktiv gegenzusteuern. Am 6. Mai präsentiert der Vorstand die Q1-Ergebnisse. Dieser Termin liefert die konkreten Zahlen, wie tief Streikkosten und Treibstoffpreise das operative Ergebnis bereits belastet haben.
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