Lufthansa Aktie: TAP-Offensive gestartet
03.04.2026 - 01:43:05 | boerse-global.deDie Deutsche Lufthansa treibt ihre Expansion in Südeuropa unbeirrt voran. Mit einem unverbindlichen Angebot für die portugiesische TAP signalisiert der Konzern ernsthaftes Interesse an einem strategisch wichtigen Drehkreuz. Parallel dazu zwingen geopolitische Spannungen das Management zu harten Einschnitten bei der eigenen Flotte.
Minderheitsbeteiligung als Blaupause
Strategiechef Tamur Goudarzi Pour zeigt sich offen für das Privatisierungsmodell der portugiesischen Regierung. Dieses sieht den Verkauf von bis zu 44,9 Prozent der Anteile vor. Eine anfängliche Minderheitsbeteiligung schreckt die Frankfurter nicht ab. Der Einstieg bei ITA Airways, bei dem die Lufthansa zunächst 41 Prozent der Anteile erwarb, dient hierbei als strategischer Präzedenzfall.
Anstatt den Verkehr nach Frankfurt umzuleiten, will die Lufthansa die Drehkreuze Lissabon und Porto gezielt für Verbindungen nach Nord- und Südamerika sowie Afrika nutzen. Geplante Investitionen in das Kundenerlebnis, wie die flottenweite Einführung von Starlink-WLAN, sollen die Marktposition der TAP festigen. Die Ausgangslage im Bieterprozess scheint günstig, da Air France-KLM zwar Interesse bekundet hat, der Konkurrent IAG laut Berichten aber auf ein Angebot verzichten könnte.
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Kontrastprogramm im operativen Geschäft
Während die Expansion in Portugal konkrete Formen annimmt, belastet das operative Tagesgeschäft. Steigende Kerosinpreise und die anhaltende Schließung der Straße von Hormus infolge des Nahostkonflikts setzen die Margen unter Druck. Als Gegenmaßnahme prüft das Management die temporäre Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen. Dies entspräche rund fünf Prozent der Gesamtflotte.
Gleichzeitig verschieben sich die globalen Passagierströme erheblich. Da viele Reisende Drehkreuze im Nahen Osten meiden, baut die Lufthansa ihr eigenes Angebot im Sommer 2026 um 1.600 Flüge aus. Der Fokus liegt dabei auf Direktverbindungen über Europa, insbesondere auf Strecken nach Indien.
Trotz dieser komplexen operativen Gemengelage betonte der Konzern, dass die aktuellen geopolitischen Krisen den Wert des TAP-Angebots nicht reduzieren werden. Am Aktienmarkt überwiegt heute allerdings die Skepsis gegenüber den kurzfristigen Kostenbelastungen. Der Titel verlor 3,19 Prozent und notiert aktuell bei 7,41 Euro. Damit vergrößert sich der Abstand zur 50-Tage-Linie auf über zwölf Prozent, was die anhaltende technische Schwäche des Papiers im aktuellen Marktumfeld unterstreicht.
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