Lufthansa Aktie: Streik zum Jubiläum
16.04.2026 - 00:03:16 | boerse-global.deAusgerechnet am Tag des 100-jährigen Jubiläums läuft es für die Kranich-Airline alles andere als rund. Während Kanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder im neuen Besucherzentrum „Hangar One" feiern, legen draußen rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter die Arbeit nieder. An den Drehkreuzen Frankfurt und München fallen wieder hunderte Starts und Landungen aus.
Die Aktie reagiert entsprechend und verliert zeitweise rund 1,3 Prozent auf 7,90 Euro. Damit setzt sich der Abwärtsdruck der vergangenen Tage fort.
Bereits fünfte Streikwelle
Der aktuelle Kabinenausstand der Gewerkschaft Ufo, der noch bis Donnerstag andauert, ist bereits die fünfte Streikwelle des fliegenden Personals — insgesamt sieben Streiktage in kurzer Folge. Noch am Montag und Dienstag hatten die Piloten der Vereinigung Cockpit die Kerngesellschaft lahmgelegt. Allein am Dienstag wurden mehr als 900 Starts und Landungen in Frankfurt und München abgesagt.
Wer glaubte, damit sei Ruhe eingekehrt, irrt. Die Pilotengewerkschaft kündigte bereits den nächsten Ausstand für Donnerstag und Freitag an — diesmal sollen neben der Kerngesellschaft auch die Cargo AG, die Regionaltochter CityLine sowie der Ferienflieger Eurowings betroffen sein. Gleichzeitig legte VC ein Angebot zur Schlichtung vor. Lufthansa signalisierte Offenheit dafür, knüpfte eine Einigung aber an die Bedingung, alle laufenden Tarifkonflikte in einem Verfahren zu bündeln.
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Analysten zeigen sich wenig optimistisch. Die Einschätzung aus dem Hause Alphavalue trifft es auf den Punkt: „Endlose Streiks" schadeten nicht nur dem operativen Betrieb, sondern auch der Reputation der Marke. Die angespannte Personallage sei ein strukturelles Problem — zusätzlich belastet durch hohe Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs.
Sparprogramm wird verschärft
Parallel zur Streikfront zieht der Konzern intern die Zügel an. Vorstandsmitglied Dieter Vranckx forderte die Belegschaft per Rundmail zu erhöhter Kostendisziplin auf: keine Dienstreisen, keine teuren Übernachtungen, keine neuen Beraterverträge. Offene Stellen dürfen vorerst nur noch mit ausdrücklicher Vorstandsgenehmigung besetzt werden. Externe Kräfte für nicht-operative Funktionen sollen gar nicht mehr eingestellt werden.
Ein Teil dieser Maßnahmen war zwar bereits im laufenden Sparprogramm verankert, die Verschärfung signalisiert jedoch, wie ernst die Lage intern bewertet wird. Hohe Treibstoffkosten und die Streikfolgen fressen an den Margen — Unternehmenschef Carsten Spohr betont zwar, die Strategie bleibe unverändert, doch die Zahlen werden den Kurs mittelfristig bestimmen.
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Konkurrenten wie IAG und Air France-KLM notieren derweil bis zu 0,7 Prozent im Plus — ein stiller Kommentar auf die Lage beim deutschen Branchenführer.
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