Lufthansa Aktie: Streik trifft, Einigung folgt
10.04.2026 - 20:49:53 | boerse-global.deWährend Tausende Osterurlauber am Freitag mit Flugausfällen kämpften, lieferte Lufthansa zeitgleich eine Tarifnachricht, die zumindest ein wenig Entspannung signalisiert. Ein zwiespältiger Tag für Europas größte Fluggesellschaft.
Kabinenpersonal legt Arbeit nieder
Die Kabinengewerkschaft Ufo hat rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bis 22 Uhr zum Ausstand aufgerufen. Es ist bereits der dritte große Streik in diesem Jahr — nach zwei Runden mit Pilotenstreiks. In Frankfurt wurden 75 Prozent der geplanten Lufthansa-Abflüge gestrichen, Fraport meldete insgesamt 580 gestrichene Starts und Landungen von 1.350 geplanten Flugbewegungen. München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Köln/Bonn — kaum ein Drehkreuz blieb verschont.
Der Hintergrund: Ufo wirft Lufthansa vor, bei den Manteltarifverhandlungen massive Gegenforderungen gestellt zu haben. Konkret steht im Raum, dass die monatlich möglichen Arbeitsstunden der Flugbegleiter deutlich angehoben werden sollen. Zudem besteht ein separater Konflikt um die Regionaltochter Cityline, deren Flugbetrieb im kommenden Jahr eingestellt werden soll — und für die Ufo bislang vergebens einen Sozialtarifvertrag fordert.
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Ein Abschluss — aber nicht der entscheidende
Mitten in diesem Chaos kam die positive Meldung: Lufthansa City Airlines, die neue Tochtergesellschaft, die künftig den Kurzstreckenverkehr an den Hubs München und Frankfurt übernehmen soll, hat sich mit Verdi auf einen ersten Tarifvertrag geeinigt. Rückwirkend zum 1. April 2026 und mit einer Laufzeit von drei Jahren regelt die Vereinbarung Vergütung, Einsatzbedingungen und betriebliche Altersvorsorge. Vorgesehen sind dreistufige Gehaltserhöhungen, eine Sonderzahlung in Höhe eines halben Monatsgehalts im Jahr 2027, zusätzliche Urlaubstage und ein arbeitgeberseitiger Rentenzuschuss von fünf Prozent des individuellen Gehalts.
Der Haken: Diese Einigung betrifft die neue Gesellschaft — nicht das bestreikende Kabinenpersonal der Kernmarke. Der eigentliche Tarifkonflikt schwelt also weiter.
Die Aktie zeigte sich von der Gemengelage nur wenig beeindruckt. An der Xetra notierte das Papier im Tagesverlauf zwischenzeitlich rund 2,3 Prozent fester bei 8,04 Euro, bevor es sich wieder zurückzog. Der Markt scheint den Streik als temporäre Belastung einzupreisen — auch weil parallel die aufkeimende Entspannung im Nahen Osten Reiseaktien generell stützte.
Für Lufthansa bleibt der Tarifkalender dicht. Solange Ufo und das Unternehmen beim Manteltarif keinen gemeinsamen Nenner finden, drohen weitere Ausstandstage — und weiterer Gesprächsbedarf mit Tausenden umgebuchten Passagieren.
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