Lufthansa Aktie: Piloten legen die Arbeit nieder
11.03.2026 - 04:37:31 | boerse-global.deEin Streik trifft Lufthansa zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Donnerstag und Freitag dieser Woche könnten für viele Reisende zum echten Geduldsspiel werden – und für Investoren zum Anlass, die Aktie kritisch zu beäugen.
48 Stunden Stillstand
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat mehr als 5.000 Beschäftigte zu einem zweitägigen Ausstand aufgerufen. Betroffen sind Starts aus Deutschland bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Frachtsparte Cargo sowie erstmals auch bei der Regionalgesellschaft Cityline. Bereits beim letzten Pilotenstreik Anfang Februar fielen über 800 Flüge aus – rund 100.000 Passagiere waren betroffen. Diese Woche droht ein ähnliches Bild.
Der Kern des Konflikts liegt bei den Betriebsrenten. Bis 2017 erhielten Piloten eine klassische Pensionszusage mit garantierten Auszahlungen. Auf Druck des Arbeitgebers wurde dieses Modell durch eine kapitalmarktbasierte Lösung ersetzt, die nach Ansicht der Gewerkschaft das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehlt. Sieben Verhandlungsrunden blieben ohne ein belastbares Angebot von Lufthansa-Seite.
Nahost-Route bleibt ausgespart
Bemerkenswert: Flüge nach Ägypten, Israel, in die Golfstaaten und weitere Krisenregionen sind ausdrücklich vom Streik ausgenommen. Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten – und rund 2.000 noch im Ausland festsitzenden deutschen Urlaubern – verzichtet die Gewerkschaft bewusst auf eine vollständige Eskalation.
Cityline vor dem Aus
Besonders pikant ist die Lage bei Lufthansa Cityline. Die Regionalgesellschaft mit rund 500 Piloten und 30 Jets soll dem Konzernmanagement zufolge im kommenden Jahr ihren Flugbetrieb einstellen. Die Strecken sollen schrittweise auf die neue Tochter Lufthansa City Airlines übergehen. Die Gewerkschaft betont zwar, dass die bevorstehende Schließung nichts mit den laufenden Tarifverhandlungen zu tun habe – doch die Motivation, jetzt noch Druck zu machen, liegt für die betroffenen Piloten auf der Hand.
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Konzernchef Carsten Spohr hatte nach dem Februar-Streik kostenneutrale Reformen des Rentensystems ins Spiel gebracht und dabei gleichzeitig auf die Karrierechancen als eigentlich wichtigeres Thema für die Beschäftigten verwiesen. Die Gewerkschaft ließ diesen Vorstoß bisher unbeantwortet – und zog stattdessen die Streikkarte erneut.
Ob Lufthansa bis zum Wochenende doch noch ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt, bleibt offen. Klar ist: Solange beide Seiten auf Distanz bleiben, dürfte der Konflikt nicht der letzte seiner Art sein.
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