Lufthansa Aktie: Doppelte Belastung
14.04.2026 - 22:16:15 | boerse-global.deStreik und Geopolitik treffen die Lufthansa-Aktie gleichzeitig. Während die fünfte Streikwelle des fliegenden Personals den Flugbetrieb lähmt, sorgt der Iran-Krieg für Unsicherheit bei der Kerosinversorgung — kein einfaches Umfeld für Anleger.
Der 48-stündige Pilotenstreik der Vereinigung Cockpit hält an. Allein an den Drehkreuzen Frankfurt und München wurden für Dienstag mehr als 900 Starts und Landungen abgesagt. Betroffen sind die Kernmarke Lufthansa, Lufthansa Cargo und die Regionaltochter Cityline. Eurowings nimmt den Betrieb heute wieder auf, nachdem am Montag auch die Ferienflieger-Piloten die Arbeit niedergelegt hatten.
Fronten verhärtet, Jubiläum überschattet
Die Tarifparteien bewegen sich kaum aufeinander zu. Die Pilotengewerkschaft besteht auf Verbesserungen bei Betriebsrenten und Vergütung, das Management lehnt höhere Kosten bei der ohnehin ertragsschwachen Kerngesellschaft kategorisch ab. CEO Carsten Spohr hat klargemacht: Flugzeuge werden nur noch dort eingesetzt, wo sie Rendite bringen. Personalchef Michael Niggemann warnte, jeder Streik verkleinere die betroffene Airline substanziell.
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Noch in dieser Woche folgt der nächste Ausstand. Die Kabinengewerkschaft Ufo ruft das Bordpersonal für Mittwoch und Donnerstag zum zweitägigen Streik auf. Diese fünfte Streikwelle überschattet ausgerechnet den Festakt zum 100. Jubiläum der ersten Lufthansa am Mittwoch — zu dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder erwartet werden. Die Gewerkschaften planen zeitgleich eine Kundgebung vor der Unternehmenszentrale.
Kerosin-Risiko als zweite Front
Parallel dazu wächst der Druck durch den Iran-Krieg. Europäische Flugverbände warnen vor drohender Kerosin-Knappheit, sollte der Transit durch die Straße von Hormus nicht bald wieder stabil fließen. Der Flughafenverband ACI Europe rechnet innerhalb von drei Wochen mit spürbaren Engpässen. Der Branchenverband Airlines for Europe, dem auch Lufthansa angehört, fordert von der EU-Kommission unter anderem eine vorübergehende Aussetzung des Emissionshandelssystems sowie gemeinsame Kraftstoffkäufe auf EU-Ebene.
Vor Kriegsausbruch notierte die Aktie noch bei über 9 Euro. Heute liegt sie bei rund 7,85 Euro — leicht im Plus, gestützt von etwas gesunkenen Ölpreisen. Der Kursverlust von rund 15 Prozent seit Kriegsbeginn zeigt, wie stark beide Belastungsfaktoren bereits eingepreist worden sind.
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