Lufthansa, CityLine-Flugzeuge

Lufthansa: 27 CityLine-Flugzeuge werden stillgelegt

30.04.2026 - 11:09:11 | boerse-global.de

Lufthansa reagiert auf explodierende Treibstoffkosten mit dem Aus für 27 CityLine-Jets und weiteren Kapazitätskürzungen im Winterflugplan.

Lufthansa: 27 CityLine-Flugzeuge werden stillgelegt - Foto: über boerse-global.de
Lufthansa: 27 CityLine-Flugzeuge werden stillgelegt - Foto: über boerse-global.de

Der Kerosinpreis hat sich im Zuge des Iran-Kriegs binnen weniger Wochen mehr als verdoppelt. Lufthansa reagiert — und zieht dabei Konsequenzen, die schon länger überfällig waren.

Am 16. April kündigte der Konzern an, alle 27 Flugzeuge der Lufthansa CityLine dauerhaft stillzulegen. Die Canadair-CRJ-Maschinen näherten sich ohnehin dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit — die gestiegenen Kerosinkosten und Belastungen aus Arbeitskämpfen beschleunigen den Abschied. Airbus A340-600 und Boeing 747-400 sollen folgen.

Kapazitäten werden systematisch zurückgebaut

Der nächste Einschnitt kommt mit dem Winterflugplan 2026/27. Laut Konzernmitteilung entspricht die geplante Angebotsreduktion dem Wegfall von fünf weiteren Flugzeugen der Kernmarke — Teil einer Konsolidierung der Kurz- und Mittelstrecke über die sechs Konzern-Drehkreuze.

Strukturell trifft die Krise Netzwerk-Carrier wie Lufthansa härter als Billigflieger. Laut Bernstein Research liegen die Fixkosten bei Netzwerk-Airlines bei rund 35 Prozent — bei Ryanair oder Wizz Air sind es nur 23 bis 25 Prozent. Weniger Fixkosten bedeutet mehr Spielraum, um Kapazitäten schnell anzupassen.

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Absicherung schützt — aber nicht vollständig

Für 2026 hat Lufthansa rund 80 Prozent des Kerosinbedarfs auf Rohölbasis zu Vorkrisenpreisen abgesichert. Die verbleibenden 20 Prozent muss der Konzern zu aktuellen Marktpreisen einkaufen. Für 2027 laufen bereits Preissicherungen — zu einem Rohölpreis von 79,37 US-Dollar pro Barrel, was günstiger ist als der Absicherungskurs für das laufende Jahr.

Für den Sommerflugplan erwartet Lufthansa eine weitgehend stabile Treibstoffversorgung. Flugplanoptimierungen ab Juni sollen Ende April veröffentlicht werden.

Versorgungslage bleibt angespannt

Die Angebotsseite beim Kerosin steht unter Druck aus mehreren Richtungen. Vor dem Iran-Krieg stammten 70 bis 75 Prozent des importierten Flugbenzins aus dem Nahen Osten — die Blockade der Straße von Hormus hat diesen Strom weitgehend unterbrochen. Ab 1. Mai stoppt Russland den Transit von kasachischem Rohöl über die Druschba-Pipeline, was der Raffinerie Schwedt 20 bis 30 Prozent ihres Rohstoffs kostet — relevant auch für die Kerosinproduktion.

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Das unmittelbare Versorgungsrisiko für den Sommer hat Lufthansa durch die hohe Absicherungsquote weitgehend eingepreist. Das eigentliche Problem liegt weiter vorn: Im Mai schaltet der Konzern traditionell die Winterflugpläne zur Buchung frei — und muss Tickets bepreisen, ohne zu wissen, wo der Kerosinpreis in sechs Monaten steht.

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