LPKF Laser: Hauptversammlung am 4. Juni
08.05.2026 - 02:35:03 | boerse-global.de301 Prozent seit Jahresbeginn — und ein operativer Verlust im ersten Quartal. Bei LPKF Laser & Electronics klaffen Börsenbewertung und Geschäftszahlen weit auseinander. Zwei Termine im Juni sollen zeigen, ob die Technologiefantasie Hand und Fuß hat.
Hauptversammlung und Anlegerforum im Fokus
Am 4. Juni trifft sich LPKF zur Hauptversammlung im Hannoveraner Hotel Wienecke XI. Auf der Tagesordnung stehen Jahresabschluss, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Satzungsänderung. Den Bilanzgewinn von rund 7,6 Millionen Euro will das Unternehmen vollständig auf neue Rechnung vortragen — eine Dividende ist nicht geplant.
Außerdem steht ein Personalwechsel im Aufsichtsrat an. Dr. Dirk Michael Rothweiler scheidet nach Ablauf seiner Amtszeit aus. Als Nachfolger vorgeschlagen ist Dr. Arne Schneider, derzeit Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE. Seine Amtszeit soll bis 2029 laufen.
Zwei Wochen später, am 18. Juni, will CEO Klaus Fiedler auf einem Anlegerforum Details zur Langfriststrategie vorstellen. Investoren dürften vor allem konkrete Aussagen zum Fortschritt der LIDE-Technologie einfordern.
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Zahlen und Kurs passen nicht zusammen
Die operative Lage ist schwierig. Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Nettoverlust von 14,3 Millionen Euro bei einem Umsatz von 115 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz um rund 32 Prozent auf 17,1 Millionen Euro ein. Der Auftragsbestand liegt bei 27 Millionen Euro.
Der Kurs kümmert das bislang wenig. Die Aktie notiert aktuell bei 24,10 Euro — ein neues 52-Wochen-Hoch. Im Dezember 2025 lag der Kurs noch bei 5,35 Euro. Ein kleiner Lichtblick: Der Auftragseingang stieg auf 24,1 Millionen Euro, das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte 1,4. Das signalisiert zumindest keine weitere Verschlechterung der Auftragslage.
LIDE: Potenzial mit langem Anlauf
Der Kern der Kursphantasie ist die LIDE-Technologie — ein Verfahren zur Glasbearbeitung für Advanced Semiconductor Packaging. Die meisten relevanten Akteure im Halbleitermarkt nutzen LIDE bereits in Entwicklung und Qualifizierung. Erste Produktionsaufträge erwartet LPKF noch im zweiten Quartal 2026.
Der eigentliche Hochlauf startet allerdings frühestens 2027. Die Hochvolumenphase sieht das Management erst ab 2029. Bis dahin liefert die Technologie kaum nennenswerte Umsätze. Kein Wunder, dass Anleger genau hinschauen, was das Management im Juni konkret vorweisen kann.
Für das Gesamtjahr 2026 plant LPKF mit Erlösen zwischen 105 und 120 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen minus 3,0 und minus 4,5 Prozent liegen. Potenzielle Volumenaufträge aus dem Halbleiter-Packaging sind darin noch nicht eingerechnet.
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Parallel arbeitet LPKF an der Kostenbasis. Im Rahmen des Transformationsprogramms „North Star" verlagerte das Unternehmen die Produktion seiner Kunststoffschweißsysteme von Fürth nach Suhl — mit dem Ziel, die Kosten spürbar zu senken.
Auf der Hauptversammlung am 4. Juni können Aktionäre das Management zu konkreten Zeitplänen beim LIDE-Hochlauf befragen. Belastbare Antworten dürften darüber entscheiden, ob der Kurs sein aktuelles Niveau halten kann — oder ob der Abstand zwischen Erwartung und Realität irgendwann zu groß wird.
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