LPKF Laser Aktie: Voleon und Connor Clark bauen Leerverkäufe aus
15.05.2026 - 18:25:10 | boerse-global.deDer Höhenflug von LPKF Laser bekommt Risse. Die Aktie bleibt zwar weit über ihren langfristigen Durchschnitten, der jüngste Rücksetzer fällt aber deutlich aus. Ausgerechnet jetzt bauen Shortseller ihre Wetten aus, während das operative Geschäft weiter Verluste schreibt.
Am Freitag notiert die Aktie bei 22,90 Euro und verliert 2,97 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 12,60 Prozent. Nach dem Hoch bei 28,00 Euro vom Montag hat sich die Stimmung spürbar abgekühlt.
Shortseller erhöhen den Druck
Voleon Capital Management hat seine Netto-Leerverkaufsposition von 1,39 auf 1,49 Prozent erhöht. Neu sichtbar ist Connor, Clark & Lunn Investment Management mit 0,51 Prozent. Damit setzen nun zwei institutionelle Adressen auf fallende Kurse.
Das ist kein Randdetail. Ab einer Netto-Leerverkaufsposition von 0,5 Prozent müssen Investoren ihre Position im Bundesanzeiger veröffentlichen. Die Meldungen zeigen damit, wo größere Marktteilnehmer offen gegen die Aktie positioniert sind.
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Der Zeitpunkt ist heikel. LPKF hat in den vergangenen Wochen stark zugelegt, getragen von Erwartungen an die LIDE-Technologie. Diese Erwartungen treffen nun auf ein schwaches laufendes Geschäft.
Operativ bleibt die Lage dünn
Im ersten Quartal brach der Umsatz um rund 32 Prozent auf 17,1 Millionen Euro ein. Das operative Ergebnis lag bei minus 6,9 Millionen Euro. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die anhaltende Investitionszurückhaltung in der Solarindustrie.
Für das Gesamtjahr plant LPKF Erlöse zwischen 105 und 120 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge soll negativ bleiben, mit einer Spanne von minus 3,0 bis minus 4,5 Prozent. Größere LIDE-Aufträge stecken in dieser Prognose noch nicht.
Genau hier liegt der Kernkonflikt. Der Markt bewertet vor allem die Zukunftschance, nicht die aktuelle Ertragskraft. Das kann funktionieren, braucht aber belastbare Aufträge.
LIDE bleibt der Kurstreiber
LPKF führt nach eigenen Angaben konkrete Gespräche mit mehreren Kunden über erste Produktionsaufträge. Vertragsabschlüsse erwartet das Unternehmen noch im zweiten Quartal. Die Technologie läuft derzeit bei vielen Kunden in Test- und Entwicklungsumgebungen.
Der eigentliche Hochlauf soll frühestens 2027 beginnen. Hohe Stückzahlen sieht das Management erst ab 2029. Bis dahin dürfte LIDE kaum große Umsätze liefern.
Montega bleibt deshalb vorsichtig. Die Analysten stufen die Aktie mit „Halten“ ein und nennen ein Kursziel von 15,00 Euro. In einem optimistischen Szenario könnten wenige Kunden im Jahr 2027 rund 35 Millionen Euro Umsatz beitragen.
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Ab 2028 hält Montega mehr als 200 Millionen Euro Konzernumsatz und EBIT-Margen über 15 Prozent für möglich. Der Knackpunkt: Auf dem aktuellen Kursniveau sieht die Bank einen großen Teil dieses Potenzials bereits eingepreist.
Termine setzen den Takt
Am 4. Juni findet die Hauptversammlung in Hannover statt. LPKF will den Bilanzgewinn von rund 7,6 Millionen Euro vollständig vortragen; eine Dividende ist nicht geplant. Auf der Tagesordnung stehen außerdem Jahresabschluss, Entlastung und eine Satzungsänderung.
Am 18. Juni will CEO Klaus Fiedler auf einem Anlegerforum die Langfriststrategie erläutern. Bis dahin zählt vor allem, ob LPKF bei LIDE konkrete Abschlüsse im laufenden Quartal liefern kann. Ohne solche Signale bleibt die Aktie anfällig für weitere Rücksetzer.
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