LPKF Laser Aktie: Q2-Verträge entscheidend für Rally
10.05.2026 - 16:26:54 | boerse-global.deEin Plus von über 335 Prozent seit Jahresbeginn — und die Aktie auf einem frischen 52-Wochen-Hoch. Bei LPKF Laser & Electronics klafft derzeit eine auffällige Lücke zwischen Börsenstimmung und fundamentalen Zahlen.
Der Schlusskurs vom Freitag liegt bei 26,20 Euro. Das entspricht einem Wochenplus von rund 45 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 7,76 Euro — der aktuelle Kurs notiert mehr als 230 Prozent darüber.
Was Anleger antreibt: LIDE-Technologie
Der eigentliche Treiber ist die LIDE-Technologie. LPKF setzt damit auf das Strukturieren von Glas für Halbleiter-Packaging. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit mehreren Kunden in konkreten Gesprächen über erste Produktionsaufträge — und erwartet Vertragsabschlüsse noch im zweiten Quartal 2026.
Die Technologie läuft derzeit bei zahlreichen Kunden in Test- und Entwicklungsumgebungen. LPKF erweitert das Angebot schrittweise: Neben der Glasstrukturierung kommen Lösungen für das Singulieren glasbasierter Packages und das laserbasierte Bonden von Multilayer Glass Stacks hinzu.
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Bis 2028 strebt das Management eine nachhaltige zweistellige EBIT-Marge an. Die Hochvolumenphase dürfte allerdings nicht vor 2029 starten.
Operative Zahlen erzählen eine andere Geschichte
Die Quartalszahlen kontrastieren scharf mit der Kursrallye. Im ersten Quartal 2026 erzielte LPKF einen Umsatz von 17,1 Millionen Euro — nach 25,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wesentlicher Grund ist das schwache Solargeschäft. Das EBIT lag bei minus 6,9 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr plant LPKF mit Erlösen zwischen 105 und 120 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge wird zwischen minus 3,0 und minus 4,5 Prozent erwartet. Potenzielle Volumenaufträge aus dem Halbleiter-Packaging sind in dieser Prognose noch nicht enthalten.
Die Montega AG stuft die Aktie mit „Halten" ein und setzt das Kursziel auf 15,00 Euro — weit unter dem aktuellen Kurs. Die Analysten sehen erste Produktionsaufträge als wichtiges Signal für einen Ramp-up ab 2027, erwarten aber nur begrenzte kurzfristige Umsatzeffekte.
Hauptversammlung und Anlegerforum als nächste Wegmarken
Am 4. Juni findet die Hauptversammlung in Hannover statt. Eine Dividende plant das Unternehmen nicht — den Bilanzgewinn von rund 7,6 Millionen Euro trägt es vollständig auf neue Rechnung vor. Außerdem scheidet Aufsichtsrat Dr. Dirk Michael Rothweiler aus. Als Nachfolger vorgeschlagen ist Dr. Arne Schneider, aktuell Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE.
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Zwei Wochen später, am 18. Juni, will CEO Klaus Fiedler auf einem Anlegerforum Details zur Langfriststrategie vorstellen. Dort dürften Investoren vor allem konkrete Aussagen zum LIDE-Hochlauf einfordern.
Das Kernproblem bleibt: Die aktuelle Bewertung setzt voraus, dass LIDE-Produktionsaufträge tatsächlich im laufenden Quartal unterschrieben werden. Fehlen diese Verträge, verliert die Rallye ihr Fundament — und die Hauptversammlung am 4. Juni wird zur ersten echten Bewährungsprobe.
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