Low-Code-Plattformen, Stau

Low-Code-Plattformen lösen den digitalen Stau in Unternehmen

26.01.2026 - 03:05:12

Low-Code-Plattformen werden zum strategischen Muss, um den IT-Fachkräftemangel zu bekämpfen und die digitale Transformation zu beschleunigen. Sie ermöglichen Fachabteilungen, eigene Apps zu entwickeln.

Low-Code-Plattformen werden zum strategischen Muss für Unternehmen. Sie bekämpfen den IT-Fachkräftemangel und beschleunigen die digitale Transformation massiv. Analysten erwarten, dass bis 2026 bereits drei Viertel aller neuen Unternehmensanwendungen mit dieser Technologie entstehen.

Der Grund: Die visuellen Baukastensysteme ermöglichen es auch Mitarbeitern ohne Programmierkenntnisse, eigene Business-Apps zu entwickeln. Angesichts von fast 150.000 unbesetzten Stellen in der deutschen Softwareentwicklung ist das eine pragmatische Lösung.

Citizen Developer: Die neue Armee der App-Entwickler

Ein zentraler Treiber sind die Citizen Developer – Mitarbeiter aus Fachabteilungen, die ihre Prozesse am besten kennen. Sie nutzen Low-Code, um ihre spezifischen Probleme selbst zu lösen. Diese „Bürgerentwickler“ schließen die Lücke zwischen Fachabteilung und IT.

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Die Prognose ist klar: Die Zahl der Citizen Developer wird die der professionellen Entwickler bald um das Vierfache übersteigen. Bis 2026 sollen 80 Prozent der Low-Code-Nutzer außerhalb der IT-Abteilungen sitzen. Der Effekt ist enorm: Entwicklungszeiten können sich um bis zu 90 Prozent verkürzen.

KI macht Low-Code noch schneller

Künstliche Intelligenz treibt die Evolution der Plattformen jetzt rasant voran. KI-gestützte Funktionen automatisieren weite Teile des Prozesses – von der Oberflächengestaltung bis zur Code-Generierung. Diese Symbiose beschleunigt die Zyklen im Vergleich zu herkömmlichem Low-Code um zusätzliche 40 bis 60 Prozent.

Experten gehen noch weiter: Bis 2029 könnte KI-gestützte Entwicklung bis zu 80 Prozent der Erstellung von Geschäftsanwendungen übernehmen. Die Effizienzgewinne für die Wirtschaft werden bis 2030 auf über 50 Milliarden US-Dollar geschätzt. KI ermöglicht so intelligente Anwendungen, die sich selbst optimieren.

Die Schatten-IT-Falle: Warum Governance entscheidend ist

Mit der dezentralen Entwicklung wachsen aber auch die Risiken. Die unkontrollierte Entstehung einer Schatten-IT kann Sicherheitslücken und Compliance-Probleme verursachen. Wer darf welche Apps bauen? Welche Daten sind erlaubt?

Unternehmen reagieren mit klaren Governance-Frameworks. Moderne Plattformen bieten Werkzeuge zur Überwachung und Steuerung. Eine durchdachte Strategie ist der Schlüssel, um die Vorteile der schnellen Entwicklung zu nutzen, ohne die Kontrolle zu verlieren.

Vom Umsetzer zum Enabler: Die IT-Abteilung im Wandel

Dieser Wandel verändert die IT-Abteilung fundamental. Ihre neue Rolle: Sie wird zum Enabler und Berater. Statt jedes Projekt selbst umzusetzen, stellt sie sichere Plattformen bereit und unterstützt die Fachbereiche.

Die Agilität der Unternehmen steigt enorm. Sie reagieren schneller auf Marktveränderungen und senken die Entwicklungskosten um bis zu 70 Prozent. Branchen wie Finanzen, Gesundheit und Logistik sind Vorreiter. Kein Wunder, dass 81 Prozent der Unternehmen Low-Code bereits als strategisch wichtig einstufen.

Hyperautomatisierung: Das nächste große Ding

Was kommt als Nächstes? Experten sehen den Trend zur Hyperautomatisierung. Hier verschmilzt Low-Code mit KI, maschinellem Lernen und robotergestützter Prozessautomatisierung (RPA), um komplette End-to-End-Prozesse abzubilden.

Parallel dazu entstehen immer mehr branchenspezifische Plattformen. Der globale Markt wird Prognosen zufolge von 49 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf über 376 Milliarden bis 2034 explodieren. Für Unternehmen wird die Integration von Low-Code keine Option mehr sein, sondern eine Überlebensfrage.

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