Lockheed Aktie: 35,3 Milliarden für THAAD
29.06.2026 - 20:24:43 | boerse-global.de
Lockheed Martin hat gleich zwei Großaufträge an Land gezogen. Das Pentagon investiert massiv in die Produktion von Abfangraketen und präzisionsgelenkter Artillerie. Der Rüstungskonzern festigt damit seine Schlüsselrolle in der US-Militärstrategie.
THAAD-Vertrag mit Rekordvolumen
Der größte Brocken ist ein THAAD-Auftrag über 35,3 Milliarden Dollar. Die Abfangsysteme vom Typ Terminal High Altitude Area Defense sollen die Luftabwehr auf große Höhen bringen. Der Vertrag läuft von März 2026 bis Juni 2032.
Das Pentagon hat für das laufende Haushaltsjahr bereits 842,87 Millionen Dollar freigegeben. Gefertigt wird an mehreren Standorten – unter anderem in Arkansas, Texas und Kalifornien.
Präzisionsschub für die Artillerie
Parallel dazu kommt ein 3-Milliarden-Dollar-Auftrag für GMLRS-Raketen hinzu. Das Kürzel steht für Guided Multiple Launch Rocket System. Die Raketen gibt es in zwei Versionen: Standard und mit verlängerter Reichweite.
Lockheed Martin investiert einen Teil der Mittel in die Automatisierung der Fertigung. Auch die Zulieferkette soll widerstandsfähiger werden. Der Grund: Die US-Armee treibt ihre Modernisierung bei Präzisionswaffen voran.
Kurs im Sinkflug trotz Auftragsflut
Die Aktie notiert bei 443 Euro – ein Minus von 0,02 Prozent. Auf Monatssicht fiel der Kurs um 2,4 Prozent. Das liegt auch am großen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 616 Euro vom März 2026. Der Aktie fehlt derzeit der Schwung.
Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 117 Milliarden Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt 24,5. Die vierteljährliche Dividende von 3,45 Dollar je Aktie ergibt eine Rendite von rund 2,7 Prozent.
Ein Vermögensverwalter zeigte sich zurückhaltend: Janney Montgomery Scott reduzierte seinen Anteil im ersten Quartal um 2,2 Prozent. Das dürfte jedoch kaum Auswirkungen auf den Gesamtkonzern haben.
Lockheed Martin baut mit den neuen Aufträgen seine Produktionskapazitäten für die kommenden Jahre massiv aus. Die THAAD-Produktion läuft bis 2032. Für Anleger stellt sich die Frage, ob die operative Stärke auch den Aktienkurs wieder antreibt. Ein klarer Kurstreiber ist bislang nicht in Sicht.
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