Loblaw und Google starten KI-Einkaufsrevolution in Kanada
20.02.2026 - 20:55:43 | boerse-global.deLoblaw, Kanadas größter Einzelhändler, integriert seinen Onlineshop direkt in Googles KI-Assistenten Gemini. Kunden können künftig per Sprachbefehl einkaufen – ein strategischer Schachzug im Wettlauf um die Zukunft des Handels.
Der Deal macht Loblaw zum ersten großen kanadischen Händler, der seine Produkte direkt in der KI-Suche von Google und der Gemini-App anbietet. Ab sofort lassen sich Artikel für Gesundheit, Beauty und Mode über natürliche Sprachbefehle finden und kaufen. „Diese Integration ist der nächste logische Schritt“, erklärt Lauren Steinberg, Chief Digital Officer bei Loblaw. Der Konzern reagiert damit auf den Trend zum „agentic commerce“, bei dem KI-Assistenten den gesamten Einkaufsprozess aktiv steuern.
Vom Chat direkt in den Warenkorb
Die Technologie soll die Lücke zwischen Produktentdeckung und Kauf schließen. Nutzer können Gemini etwa nach einer kompletten Frühlings-Beauty-Routine fragen und erhalten sofort shoppbare Vorschläge aus Loblaws Sortiment – ohne die Chat-Oberfläche zu verlassen. Die Pilotphase konzentriert sich bewusst auf Kategorien, bei denen beratungsintensive Entdeckungsprozesse den Kauf entscheidend vereinfachen können.
Im Hintergrund treibt Loblaw seine Transformation zur KI-zentrierten Firma mit Google Clouds Vertex AI voran. Die Plattform kommt bereits in der Lieferkette und in Filialen zum Einsatz. Entscheidend für die nahtlose Integration ist ein neuer, offener Standard: Das Universal Commerce Protocol (UCP) ermöglicht die sichere Kommunikation zwischen Handelssystemen und KI-Agenten. „Loblaw zeigt, wie sich technische Innovation in echten Kundennutzen verwandeln lässt“, sagt Karthik Narain von Google Cloud.
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Doppel-Strategie: Loblaw setzt auf mehrere KI-Giganten
Die Google-Allianz ist Teil einer durchdachten Multi-Plattform-Strategie. Erst vor einer Woche kündigte Loblaw an, seinen Lebensmittel-Lieferservice PC Express in OpenAIs ChatGPT zu integrieren. Dort können Nutzer nun Rezepte brainstormen und die Zutaten direkt zum Abholen oder Liefern bestellen.
Zwei Partnerschaften, ein Ziel: Loblaw erschließt sich gezielt die Stärken verschiedener KI-Plattformen, statt auf Exklusivität zu setzen. Für den Konzernchef Per Bank ist klar: „Der Einsatz von Technologie und KI unterstreicht unseren Auftrag, Kanadiern zu einem besseren Leben zu verhelfen.“
Paradigmenwechsel im Einzelhandel
Loblaws Vorstoß wird den kanadischen Wettbewerb aufrütteln. Der First-Mover-Vorteil ist beträchtlich, denn der Handel verlagert sich von klassischen Online-Shops dorthin, wo Kundenanfragen beginnen: in Suchmaschinen und KI-Chats. Wer diesen Trend verschläft, riskiert, den Anschluss zu verlieren.
Für Verbraucher verspricht die Entwicklung mehr Personalisierung und weniger Reibungsverluste. Langfristig könnte das Modell auch auf Loblaws Kerngeschäft mit Lebensmitteln ausgeweitet werden. Die Grenzen zwischen Konversation, Informationssuche und Handel verschwimmen zusehends – diese Partnerschaft zeigt, wie diese Zukunft für Millionen Kunden aussehen könnte.
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