Loar Aktie: Rekordgewinn, Kurs im Sinkflug
26.02.2026 - 18:47:52 | boerse-global.deLoar Holdings präsentierte am Mittwoch Quartalszahlen, die auf den ersten Blick beeindrucken: Der Gewinn je Aktie lag mit 0,26 Dollar satte 30 Prozent über den Erwartungen. Doch statt Euphorie macht sich Ernüchterung breit – die Aktie gab im vorbörslichen Handel um 2,11 Prozent auf 66,80 Dollar nach. Der Grund: Die Gewinnprognose für 2026 wurde deutlich zusammengestrichen, während gleichzeitig die Umsatzerwartungen in die Höhe schrauben.
Starkes Schlussquartal mit Schattenseiten
Im vierten Quartal 2025 steigerte der Aerospace-Zulieferer den Umsatz um 19,3 Prozent auf 131,8 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte um knapp 24 Prozent auf 49,8 Millionen Dollar, die Marge verbesserte sich auf 37,8 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Ersatzteilgeschäft mit einem Plus von 34 Prozent – Fluglinien investieren verstärkt in die Wartung alternder Flotten.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete Loar einen Umsatz von 496,3 Millionen Dollar, ein Anstieg um 23,2 Prozent. Der Nettogewinn mehr als verdreifachte sich auf 72,1 Millionen Dollar. CEO Dirkson Charles betonte die "Skalierbarkeit und Widerstandsfähigkeit" des Geschäftsmodells.
Schuldenlast drückt auf die Gewinnerwartung
Die Crux liegt in der Finanzierung zweier Akquisitionen. Loar übernahm im vergangenen Jahr Harper Engineering für 250 Millionen Dollar sowie das französische Unternehmen LMB Fans & Motors für 367 Millionen Euro. Um die Deals zu stemmen, nahm das Unternehmen zusätzliche Schulden von 685 Millionen Dollar auf.
Die Konsequenz: Für 2026 prognostiziert Loar nun Zinskosten von rund 80 Millionen Dollar – mehr als dreimal so viel wie noch 2025. Die Gewinnprognose je Aktie sank dadurch von ursprünglich 0,82 bis 0,88 Dollar auf nur noch 0,60 bis 0,65 Dollar. Ein Rückgang um etwa 25 Prozent, der Anleger nervös macht.
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Umsatzoffensive mit verzögerter Profitabilität
Gleichzeitig hob Loar die Umsatzprognose für 2026 kräftig an – von 540 bis 550 Millionen auf 640 bis 650 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 253 und 258 Millionen Dollar liegen, die Marge auf rund 40 Prozent steigen. CFO Glenn D'Alessandro zeigte sich zuversichtlich, dass beide Übernahmen "innerhalb eines Jahres gewinnsteigernd" wirken werden.
Goldman Sachs hält trotz der gesenkten Gewinnprognose an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 98 Dollar fest. Die Analysten verweisen auf die anhaltende Dynamik im Kerngeschäft und die strategische Erweiterung des Produktportfolios durch die Zukäufe.
Mit einem aktuellen Kurs von 68,59 Dollar liegt die Aktie deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 99,67 Dollar. Ob die aggressive Wachstumsstrategie mittelfristig aufgeht, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen – wenn die Integration der übernommenen Unternehmen Früchte tragen soll.
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