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Liontown Resources Aktie: CATL belastet Lithiummarkt

26.06.2026 - 09:20:02 | boerse-global.de

Liontown Resources verliert neun Prozent an Wert, da die Wiedereröffnung einer CATL-Mine in China ein Überangebot an Lithium befürchten lässt.

Liontown Resources: Kurssturz nach chinesischem Lithium-Beben
Liontown - Abstrakte, atmosphärische Darstellung des Lithiumbergbausektors mit gedämpftem Licht, das durch eine staubige, höhlenartige Umgebung fällt, was Marktdruck und Unsicherheit andeutet. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Liontown Resources gerät massiv unter Verkaufsdruck. Während die Produktion am Vorzeigeprojekt Kathleen Valley anläuft, schickt eine Nachricht aus China den Kurs in den Keller. Die Aktie verliert heute rund neun Prozent und notiert bei 0,99 Euro.

Chinas Lithium-Beben belastet

In China brachen die Terminkontrakte für Lithiumcarbonat diese Woche um mehr als zehn Prozent ein. Auslöser sind Berichte über den Batteriegiganten CATL. Der Konzern bereitet offenbar den Neustart seiner Jianxiawo-Mine in der Provinz Jiangxi vor.

Behördendokumente belegen Genehmigungen für die Landnutzung bis zum Jahr 2029. Damit droht ein massives Überangebot auf dem Weltmarkt. Marktbeobachter reagieren nervös auf die mögliche Rückkehr eines der weltweit größten Vorkommen.

Kathleen Valley im Hochlauf

Operativ meldet Liontown Fortschritte. Das Unternehmen stellte den Betrieb erfolgreich von Tagebau auf Untertagebau um. Dieser Schritt soll die Lebensdauer der Mine verlängern und die Effizienz steigern.

Aktuell steuert das Projekt auf eine Jahreskapazität von 1,5 Millionen Tonnen zu. Bis Ende des Geschäftsjahres 2027 peilt das Management 2,8 Millionen Tonnen an. Ein Liefervertrag mit Canmax sichert ab 2027 die Abnahme von jährlich 150.000 Tonnen Spodumenkonzentrat.

Finanzen und Chartbild

Die finanzielle Basis stabilisierte sich zuletzt. Im März-Quartal 2026 erzielte Liontown erstmals einen positiven Netto-Cashflow von 33 Millionen Australischen Dollar. Parallel dazu markierte die erste Spodumen-Lieferung den Wandel vom Entwickler zum Produzenten.

An der Börse hinterlässt der Abwärtstrend tiefe Spuren. Die Aktie notiert rund 28 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 1,37 Euro. Seit dem Hoch im Mai 2026 bei 1,68 Euro hat das Papier massiv an Boden verloren.

Mit einem RSI von 30,7 nähert sich der Titel einer technisch überverkauften Zone. Die hohe Volatilität von annualisiert 75 Prozent unterstreicht die aktuelle Verunsicherung im Sektor. Liontown hält am Ziel für 2027 fest. Bis dahin soll die Produktion auf 2,8 Millionen Tonnen steigen.

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